Heinz Pringsheim

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Heinz Gerhard Pringsheim (* 7. April 1882 in München; † 31. März 1974 ebenda) war ein deutscher Archäologe, Musikkritiker, Komponist, Pianist und Rundfunkredakteur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Pringsheim war ein Sohn aus der Ehe des Mathematikers und Kunstmäzens Alfred Pringsheim, des Freundes und Vorkämpfers von Richard Wagner, mit der Schauspielerin Hedwig Pringsheim. Sein Bruder Klaus Pringsheim war ein namhafter Dirigent und Musikpädagoge, seine Schwester Katia wurde 1905 die Ehefrau von Thomas Mann.

1899 machte er das Abitur am Wilhelmsgymnasium München[1].

Heinz Pringsheim kam erst auf Umwegen zur Musik. Er wurde 1905 bei Georg Loeschcke an der Universität Bonn in Klassischer Archäologie promoviert. Er wurde dann Korrepetitor bei Richard Strauss, übernahm Dirigate, ging dann nach Berlin und komponierte 1921 die Musik zu Mary Wigmans Die sieben Tänze des Lebens.[2] Daneben arbeitete er in Berlin als Musikkritiker, bis ihm die Nationalsozialisten 1933 Berufsverbot erteilten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs baute Pringsheim 1945 bis 1950 in seiner Heimatstadt München die Musikabteilung des Bayerischen Rundfunks auf und gründete zusammen mit dem Komponisten Karl Amadeus Hartmann die Reihe Musica viva.

Seine erste Ehefrau war die Malerin Olga Markowa Meerson, mit der er die Tochter Tamara bekam, seine zweite Ehefrau Mara brachte den Sohn Horst mit in die Ehe.[3]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Archäologische Beiträge zur Geschichte des eleusinischen Kults. Dissertation Universität Bonn. C. Wolf & Sohn, München 1905
  • Labyrinthe [Novellen]. Berlin 1920
  • Glück und Ende der Verdi-Renaissance. In: Melos. Band 18, 1951, S. 46–48
  • Die heutige Situation der Musik. In: Melos. Band 20, 1953, S. 65–68
  • Wohin steuern wir? In: Melos. Band 21, 1954, S. 71–74

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Goslich: Nachruf für Heinz Pringsheim. In: Gehört – gelesen 21, 5, 1974, S. 1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht vom K. Wilhelms-Gymnasium zu München. ZDB-ID 12448436, 1898/99
  2. Archivlink (Memento vom 5. August 2016 im Webarchiv archive.today)
  3. Eheschließungen laut NDB

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]