Heinz Wilke

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Eingangsbereich der Messe Düsseldorf (1971)

Heinz Wilke (* 18. Oktober 1927 in Pommern; † 19. Juni 1992 in Hannover) war ein deutscher Architekt. Er lebte und arbeitete in Düsseldorf und Hannover.[1]

Heinz Wilke, gilt als "Vertreter einer einflussreichen niedersächsischen Nachkriegsgeneration von Architekten, der unter anderem bekannt geworden ist durch die Bauten des Flughafens Hannover Langenhagen oder der Neuen Messe in Düsseldorf. Die Gebäude Wilkes zeugen von einer auf der Grundlage standardisierter Fertigungsmethoden basierenden präzisen Detail- und Formenausgestaltung. Bezüglich der Ausarbeitung der Details sowie der Gestaltung der Fassaden werden die Einflüsse des späten Ludwig Mies van der Rohes deutlich. Gleichzeitig sind bei weiteren Werken Wilkes hinsichtlich der Baumassengliederung und Oberflächenbehandlung Bezüge zu den Gestaltungsmitteln des US-amerikanischen Architekten Paul Rudolph erkennbar. Insbesondere der noch erhaltene Bau des Parkhauses Osterstraße in Hannover ist Zeugnis dessen und weist gewisse Ähnlichkeiten zu den Gestaltungsprinzipien des Baus in der Uhlemeyerstraße auf." (Auszug aus der Denkmalbegründung zum Büro- und Wohnhaus in der Uhlemeyerstrasse 9–11 in Hannover)

Im Jahr 1991 wurde das Büro Wilke krankheitsbedingt von Mitarbeitern übernommen und unter der Firmierung W&P Architekten Ingenieure weitergeführt.

Während die Anfang der 70er Jahre stark skulptural geformten Bauten des Bürohauses in der Uhlemeyerstrasse und des Parkhauses Osterstrasse unter Denkmalschutz gestellt wurden, erfuhr das stadtbildprägende Verwaltungsgebäude der Sparkasse Hannover am Raschplatz 4 in den Jahren 2013–2016 durch Umbau und Revitalisierung des Büros Schulze & Partner innen und außen gravierende Veränderungen.

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parkhaus Osterstraße in Hannover

sowie undatiert

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • StahlundForm; Beratungsstelle für Stahlverwendung (Hrsg.): Heinz Wilke. Stahlbauten von Architekt Heinz Wilke.(Band 3.) Verlag Kösel, München 1975, S. 57.
  • Hermann Boockhoff, Jürgen Knotz (Bearb.): Architektur in Hannover seit 1900. Hrsg. von der Architektenkammer Niedersachsen. Callwey, München 1981, ISBN 3-7667-0599-7, vgl. Nr. A 26, A 28, A 36, B 15, D 10.
  • Martin Wörner, Ulrich Hägele, Sabine Kirchhof: Architekturführer Hannover. Mit allen EXPO-Bauten und einer Einleitung von Stefan Amt. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-496-01210-2, S. 39, 150f., 192.
  • Helmut Knocke: Wilke, Heinz. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 679f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilke, Heinz (German architect, active late 20th century)Union List of Artist Names des Getty Research Instituts.
  2. Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein: Hannover Chronik. Hannover 1991, S. 258.
  3. Beatrice Härig: Im Auge der Doppelhelix. Parkhäuser und ihre Architektur. In: Monumente, Magazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Jahrgang 2014.
  4. Conrad von Meding: Das sollen Denkmale sein? In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 22. Mai 2016.
  5. Büro- und Wohngebäude Heinz Wilke. In: Denkmalatlas Niedersachsen. Abgerufen am 15. Mai 2022.
  6. Foto Sheremetyevo International Airport Terminal F. In: Russia Business Today. Abgerufen am 15. Mai 2022.
  7. Extrem kurze Wege. In: Der Spiegel Nr. 8, 17. Februar 1980. Abgerufen am 15. Mai 2022.