Heita Kawakatsu

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Heita Kawakatsu (jap. 川勝 平太, Kawakatsu Heita; * 16. August 1948) ist ein japanischer Wissenschaftler, Politiker und seit 2009 Gouverneur der Präfektur Shizuoka.

Kawakatsu, Absolvent der Waseda-Universität mit einem Ph.D der University of Oxford, war seit 1990 Professor an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Waseda-Universität. Ab 1998 lehrte er am interuniversitären International Research Center for Japanese Studies in Kyōto. Seit den 1990er Jahren gehörte er verschiedenen Expertengremien der Regierung an, 2006 war Kawakatsu Mitglied der kyōiku saisei kaigi (教育再生会議, „Konferenz zur Revitalisierung der Bildung“), einem Gremium, das das Kabinett Abe zu Reformen des Bildungswesens beriet. 2007 wurde er Rektor der Shizuoka Bunka Geijutsu Daigaku (静岡文化芸術大学, „Universität für Kultur und Kunst Shizuoka“), die er 2009 verließ, um bei der Wahl zum Gouverneur von Shizuoka zu kandidieren. In seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat er mehrere Bücher zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte veröffentlicht.

Bei der Gouverneurswahl am 5. Juli 2009 konnte Kawakatsu, der von den drei Oppositionsparteien Demokratische Partei, Sozialdemokratische Partei und Neue Volkspartei unterstützt wurde, die ehemalige Oberhausabgeordnete Yukiko Sakamoto knapp schlagen, die von den Regierungsparteien Liberaldemokratische Partei und Kōmeitō getragen wurde. Er hatte im Wahlkampf versprochen, sich für die Reduzierung der 2,3 Billionen Yen (17 Mrd. Euro, Stand: Juli 2009) Schulden der Präfektur und eine Verbesserung des Bildungssystems einzusetzen.[1] Kawakatsu wurde Nachfolger von Yoshinobu Ishikawa, der bereits im Juni 2009 zurückgetreten war und nicht zur Wiederwahl stand.

Bei der Gouverneurswahl 2013 wurde Kawakatsu gegen einen LDP-gestützten Kandidaten und einen Kommunisten mit Zweidrittelmehrheit wiedergewählt.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. J. H. Latham und Heita Kawakatsu (Hrsg.): Asia Pacific Dynamism 1550–2000. Routledge, London/New York 2000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DPJ-backed candidate wins Shizuoka. Another blow for Aso and LDP. In: The Japan Times. 6. Juli 2009, abgerufen am 6. Juli 2009 (englisch).