Heizkreis

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Schema eines einfachen Heizkreises

Als Heizkreis bezeichnet man in der Heiztechnik den Kreislauf des Wassers durch eine Warmwasser-Heizungsanlage.

Die Umwälzpumpe transportiert das im Heizkessel erwärmte Wasser (Wärmeträgermedium) zu den Heizkörpern (z. B. Fußbodenheizung, Radiatoren, Heizlüfter). Dort gibt das heiße Wasser Wärmeenergie an die Umgebung ab und fließt nun abgekühlt zurück in den Heizkessel, wo es wieder erwärmt wird.

Der Weg vom Heizkessel zu den Heizkörpern wird dabei als Vorlauf bezeichnet; der Weg von den Heizkörpern zum Kessel als Rücklauf.

Manche Heizkessel benötigen eine sogenannte Rücklaufanhebung, die eine zu große Temperaturdifferenz (Kondensations- bzw. Korrosionsgefahr!) zwischen Vor- und Rücklauf mittels eines Mischventils verhindert. Diese Temperaturdifferenz wird Spreizung genannt.

… Spreizung von Vor- zu Rücklauf
  • θR … Rücklauftemperatur


Werden die Vorlauf- und Rücklaufrohre so verlegt, dass für jeden Heizkörper der Leitungsweg (Vor- und Rücklauf zusammen) etwa gleich lang ist, handelt es sich um ein Tichelmann-System.

Wenn der Heizkreis vom Kesselkreis getrennt ist, zum Beispiel durch einen Dreiwege-Mischer, spricht man von einem Kesselvorlauf und einem Heizungsvorlauf. Desgleichen stellt sich bei einer Rücklaufanhebung ein, bei der ein Vierwege-Mischer den Kesselkreis mit seinem Kesselvorlauf vom Heizkreis und dem Heizungsvorlauf trennt. Der Kesselvorlauf hat immer eine höhere Temperatur als der Heizungsvorlauf.