Helen Keller (Rechtswissenschafterin)

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Helen Keller (* 1. Juni 1964 in Winterthur) ist eine Schweizer Rechtswissenschafterin. Sie ist Professorin für Völkerrecht an der Universität Zürich und Mitglied im Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Zürich war Keller Assistentin an den Lehrstühlen von Alfred Kölz und Heribert Rausch. Bei letzterem promovierte sie 1993 mit einer umweltverfassungsrechtlichen Dissertation, für welche sie den Professor Walther Hug Preis verliehen bekam. Nach einem LL.M.-Studium am College of Europe in Brügge folgten zwei vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierte Forschungsaufenthalte am European Law Research Center an der Harvard Law School und am European University Institute in Florenz. Während ihrer Zeit als Oberassistentin an der Universität Zürich (1996–2002) verfasste sie ihre Habilitationsschrift («Rezeption des Völkerrechts») und war Projektleiterin eines mehrbändigen Kommentars zum Umweltschutzgesetz. Nach einem Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht wurde sie 2002 an die Universität Luzern berufen, wo sie heute ständige Gastprofessorin ist. Zwei Jahre später folgte der Ruf an den ordentlichen Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht in Zürich.

2005 wurde Helen Keller von der UN-Generalversammlung als Nachfolgerin von Walter Kälin in den Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen gewählt. 2010 wurde sie wiedergewählt. Seit Oktober 2011 ist sie Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.[1]

Sie ist Vorstandsmitglied der Schweizer Sektion der Internationalen Juristenkommission.

Helen Keller ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dienstantritt am 4. Oktober 2011