Helena Třeštíková

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Helena Třeštíková (2007)

Helena Třeštíková (* als Helena Böhmová 22. Juni 1949 in Prag) ist eine tschechische Regisseurin und Drehbuchautorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helena Třeštíková studierte an der Film- und Fernsehfakultät der Akademie der Musischen Künste in Prag und begann zunächst als Dramaturgin zu arbeiten. Als Regisseurin drehte sie mehrere dokumentarische Filme über einen langen Zeitraum von oft mehreren Jahren hinweg und schrieb auch zumeist das Drehbuch.

Für kurze Zeit war Třeštíková in der Politik tätig. Sie wurde am 9. Januar 2007 als tschechische Kulturministerin der Regierung Topolánek II angelobt, trat jedoch bereits am 26. Januar zurück.

„Ihre Bilder über den Zustand der Gesellschaft sind eine andere, leisere Form von Politik.“[1] In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum Berlin zeigte das Berliner Filmkunst-Kino Arsenal im März 2017 eine umfassende Werkschau für Helena Třeštíková mit einem Drittel ihrer bislang 50 Filme unterschiedlicher Länge. Die zur Eröffnung anwesende Filmemacherin spricht gut Deutsch.[2]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manželské etudy (1980–1987)
  • Deset let v životě mladého muže (1990–1999)
  • Řekni mi něco o sobě (1992–1998)
  • Ženy na přelomu tisíciletí (2000)
  • Hitler, Stalin a já (2001)
  • Marcela (2006)
  • Manželské etudy po dvaceti letech (2005)
  • René (2008)
  • Katka (2010)
  • Soukromý vesmír (2011)
  • Vojta Lavička: Nahoru a dolů (2013)
  • Život s Kašparem (2013)
  • Mallory (2015)
  • Zkáza krásou (2016)
  • Strnadovi (2017)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helena Třeštíková – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julia Niemann: Helena Třeštikovas Filme. In: Süddeutsche Zeitung vom 11. März 2017, S. 16.
  2. Filmemacherin Helena Třeštíková: Eine wunderbare Dokfilmerin aus Tschechien, Künstlerporträt von Jörg Taszman in Deutschlandradio Kultur vom 4. März 2017, abgerufen 5. März 2017.
  3. Europäische Filmpreise 2008 verliehen, filmportal.de vom 6. Dezember 2008, abgerufen 5. März 2017
  4. Hauptpreis von goEast 2011 für russischen Film Der Heizer, filmportal.de vom 12. April 2011, abgerufen 5. März 2017