Helfervirus

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Bei Helferviren handelt es sich um Viren, die zur Komplettierung unvollständiger Viren (so genannte Virusoide) benötigt werden, da letzteren die genetischen Informationen für wichtige Strukturkomponenten fehlen. Ohne Helferviren wären Virusoide nicht in der Lage sich zu vermehren.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein klassisches Beispiel ist das Hepatitis-D-Virus, dies ist ein Virusoid, dem eine wichtige Strukturkomponente der Hülle fehlt, das HBsAG (Hepatitis B surface Antigen). Das Helfervirus ist in diesem Fall das Hepatitis-B-Virus (HBV), dieses stellt die fehlenden Komponenten zur Verfügung. Aus diesem Grund tritt eine Hepatitis-D-Infektion nur zusammen mit einer Hepatitis-B-Infektion auf.

Ein anderes Beispiel ist die Gattung Macronovirus mit Helferviren aus der Familie Nodaviridae.

Gegenseitige Abhängigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mann nimmt an, dass unter Umständen in der phylogenetischen Entwicklung der Partner die Abhängigkeit gegenseitig werden kann, so dass aus beiden ein chimäres Virus mit segmentierten Genom entsteht: bipartit, mit einem großen und einem kleinen Segment; ein Beispiel dafür ist die Gattung Begomovirus. Prinzipiell können Genomsegmente eines Virus gemeinsam oder einzeln in Kapside verpackt sein.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]