Helga Bender

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Helga Bender, auch Helga König (* 1942 in Kamenz, Sachsen; † 2018 in Mainz-Drais[1]) war eine deutsche Schauspielerin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gebürtige Helga Hansen war zunächst Kindergärtnerin und kam 1966 aus der DDR nach Westdeutschland. Sie ließ sich an der Kunstschule Mainz zur Graphikerin ausbilden und absolvierte die Schauspielschule Wiesbaden. 1969 erhielt sie unter dem Namen Helga Bender ein festes Engagement am Stadttheater Mainz.

Als Helga König wirkte sie ab 1972 in mehreren Lederhosenfilmen des Regisseurs Franz Marischka mit. Marischka selbst gab ihr diesen Namen, um ihre Theaterkarriere nicht zu gefährden. Wurde sie dennoch erkannt, beharrte sie auf der Existenz einer Doppelgängerin. Später war sie als Helga Bender in Film- und Fernsehrollen zu sehen. Sie blieb aber vornehmlich Theaterschauspielerin in Mainz, wo sie unter anderem als Minna in Gotthold Ephraim Lessings Minna von Barnhelm und als Terese in Fremdes Haus von Dea Lolier zu sehen war. Ihre wichtigste Rolle in einem Film war zweifellos die der Martina in Edgar ReitzHeimat.

Helga Bender gab am Staatstheater Mainz zwar im Jahr 2004 ihre Abschiedsvorstellung, war danach noch in ihrem Beruf aktiv, besonders mit Dichterlesungen. Zuletzt war sie am Staatstheater Wiesbaden im Musiktheater in der Neuproduktion von Carmen als Mutter zu sehen und spielte die Hauptrolle in dem Kurzfilm Erwachen von Martin Urschel.

Sie war mit dem Historiker, Autor und Lokalpolitiker Anton Maria Keim verheiratet und lebte zuletzt mit ihm im Caritas Altenzentrum in Mainz-Drais.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Helga König:

als Helga Bender:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Zwetschi Marischka: Immer nur lächeln, Amalthea; Wien, München (2001) ISBN 3-85002-442-3, S. 246–248.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mainzer Schauspielerin Helga Bender stirbt mit 71 Jahren – ein Nachruf. In: echo-online.de. 22. Juni 2018, abgerufen im 27. Juni 2018.