Helgi Schmid

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Andreas Helgi Schmid (2017)

Helgi Schmid (auch bekannt als Andreas Helgi Schmid, * 9. Mai 1986 in Darmstadt) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helgi Schmid wuchs in Grünstadt in Rheinland-Pfalz auf. Er ist Sohn einer isländischen Mutter und eines deutschen Vaters. Sein Bruder ist der Kölner Jazzsaxofonist Stefan Karl Schmid. Schmid absolvierte von 2005 bis 2009 ein Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und wohnt derzeit in Mannheim.

Von 2009 bis 2012 war er festes Ensemblemitglied am Theater in Freiburg. Dort spielte er u. a. Ferdinand in Der Sturm (Regie: Jarg Pataki) und wirkte in der von Nachtkritik zum virtuellen Theatertreffen nominierten Inszenierung der Buddenbrooks mit. Es folgten Arbeiten mit Regisseur Christoph Frick (Lüg mir in mein Gesicht, Der Besuch der alten Dame), Robert Schuster, Tom Ryser, Avishai Milstein und Thomas Krupa (als Raskolnikow in Verbrechen und Strafe). Neben Arbeiten am Schauspiel trat Helgi Schmid musikalisch in verschiedenen Late-Night-Formaten des Theaters auf. Die Eigenproduktion Hell above and Heaven below mit Songs von Tom Waits wurde zum Kaltstart Theaterfestival nach Hamburg eingeladen.

Es folgten Gastengagements u. a. am Nationaltheater Mannheim, Theater Aachen und Landestheater Tübingen.

2014 spielte Schmid die Titelrolle JR (Regie: Marcus Lobbes) an den Wuppertaler Bühnen und gewann mit dem Ensemble den Hauptpreis beim Theatertreffen NRW als beste Inszenierung des Jahres.[1]

Von 2014 bis 2016 war Schmid festes Ensemblemitglied am Düsseldorfer Schauspielhaus. Dort spielte er u. a. Lysander im Sommernachtstraum (Regie: Alex Rigola) und arbeitete erneut mit Regisseur Marcus Lobbes zusammen in Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm von Theresia Walser (Oktober 2015). Musikalische Auftritte hatte er zudem als Harry Frommermann in der Inszenierung der Comedian Harmonists von Mathias Schönsee im August 2015, sowie als Trinculo im Sturm von Shakespeare (Regie: Volker Hesse).

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmid spielte die Hauptrolle Hans in der Komödie All You Need Is Love – Meine Schwiegertochter ist ein Mann und wirkte mit im Frankfurter Tatort-Krimi Wer das Schweigen bricht (2012).[2] Im TV-Mehrteiler Snipers – Love under the gun (2013) drehte Schmid erstmals auch international, an der Seite von Tatjana Arntgolz (Regie: Zinovi Roisman). 2015 spielte er in Aus der Kurve neben Julia Riedler und Luise Wolfram die Hauptrolle Tom Langen (Regie: Stanisław Mucha). Im selben Jahr wurde der Tatort Schwanensee ausgestrahlt.

Einem größeren Publikum wurde Schmid 2017 durch die ZDF-Krimiserie Professor T. bekannt. Neben Matthias Matschke und Lucie Heinze spielte er darin Kriminalkommissar Daniel Winter.[3]

Hörfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben seiner Tätigkeit am Theater und im Film ist Schmid regelmäßig als Sprecher für Feature- und Hörspielproduktionen tätig. Bei den ARD Hörspieltagen 2012, 2014[4] und 2017 wirkte er u. a. neben Peter Jordan, Walter Kreye und Ilona Schulz bei den Live-Hörspielen mit (Regie: Hans-Helge Ott). 2017 wurde das Hörspiel Screener von Lucas Derycke, in dem Helgi Schmid die Hauptrolle spricht, mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet[5].

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Blutoper. Radio-Tatort von Christine Lehmann (SWR)
  • 2013: Grüne Grenze (SWR)
  • 2013: Der Schatz im Silbersee (Live-Hörspiel) (ARD Hörspieltage)
  • 2014: Die Schatzinsel (Live-Hörspiel) (ARD Hörspieltage)
  • 2014: Ehrenwerte Gesellschaft (SWR)
  • 2015: Die vierzig Tage des Musa Dagh (SWR & NDR)
  • 2015: Nennt mich nicht Ismael (SWR)
  • 2016: Screener (WDR)
  • 2017: Die Liebe sucht ein Zimmer (NDR)

Hörfunk-Features / -Dokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Andreas Helgi Schmid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NRW Theatertreffen 2014 – 13. bis 20. Juni – Die besten Stücke aus NRW am Schauspiel Dortmund. Abgerufen am 29. Januar 2018.
  2. Dieter Bartetzko: Letzter „Tatort“ mit Nina Kunzendorf: In aller Stille bricht eine Welt zusammen. In: FAZ.NET. 14. April 2013, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 29. Januar 2018]).
  3. Professor T. (zdf.de [abgerufen am 29. Januar 2018]).
  4. ARD: Kinderhörspieltag. In: ard.de. (ard.de [abgerufen am 29. Januar 2018]).
  5. Lucas Derycke: Hörspielpreis der Kriegsblinden 2017: „Screener“ von Lucas Derycke. 17. Mai 2017 (wdr.de [abgerufen am 29. Januar 2018]).
  6. Thomas Gaevert: Der Zeitreisende von Ansbach. Abgerufen am 25. August 2021.