Hellmut Federhofer

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Hellmut Federhofer (* 6. August 1911 in Graz; † 1. Mai 2014 in Mainz)[1] war ein österreichischer Musikwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Musiker war der als Kapellmeister ausgebildete Federhofer, Sohn des Grazer Mechanik-Professors Karl Federhofer, Schüler von Alban Berg, Emil von Sauer und Alfred Orel.[1] Er studierte Musikwissenschaft in Graz und Wien und wurde 1936 promoviert. Im folgenden Jahr wurde er Bibliothekar an der Bibliothek der Technischen Hochschule (BTH) Graz und später an der Universitätsbibliothek Graz. 1940 übernahm er die Leitung der BTH Graz. 1944 wurde Federhofer habilitiert. 1959 bekam er eine Professur für Musikwissenschaft. 1962 bis zu seiner Emeritierung 1979 leitete er das musikwissenschaftliche Institut der Universität Mainz. 1999 wurde er zum Dr. h. c. seiner Alma mater ernannt, 2005 bekam er das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark. Ihm wurden drei Festschriften gewidmet. Seine Forschungsschwerpunkte waren steirische Musikgeschichte, Musiktheorie, Mozart, Fux und der Musiktheoretiker Heinrich Schenker. Der musikalischen Avantgarde stand er, ein begnadeter Polemiker, skeptisch gegenüber. Noch bis wenige Tage vor seinem Tod war Federhofer wissenschaftlich und publizistisch tätig.

Er war mit der Musikwissenschaftlerin Renate Federhofer-Königs verheiratet und lebte in Mainz. Er ist Vater der Literaturwissenschaftlerin Marie-Theres Federhofer, die seine bedeutende Musikaliensammlung verwaltet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b ohne Verfasser: Hellmut Federhofer verstorben. In: Allgemeine Zeitung, 5. Mai 2014, Online, abgerufen am 5. Mai 2014.