Hellmuth Butenuth

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Hellmuth Butenuth (* 19. Februar 1898 in Dortmund; † 20. August 1990 in Berlin) war ein deutscher Maschinenbau-Ingenieur, Automobilbauer, Rennfahrer und Unternehmer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Butenuth ab 1920 an der Technischen Universität Hannover. Bereits 1922 erhielt er bei der Hanomag eine Anstellung als Versuchsingenieur. Er entwickelte 1923 gemeinsam mit Karl Pollich und Fidelis Böhler den später Kommissbrot genannten Kleinwagen Hanomag 2/10 PS.[1]

In den folgenden Jahren nahm Butenuth selbst an zahlreichen Autorennen und Langstreckenfahrten teil, um die Leistungsfähigkeit des Kleinwagens zu demonstrieren. Unter anderem nahm er am 19. Juni 1927 mit einem Hanomag 2/10 PS am Eröffnungsrennen des Nürburgrings teil und fuhr die 12 Runden bzw. 340,8 km auf der Gesamtstrecke in 5:36:19,4 Stunden. Im selben Jahr gewann er das Feldbergrennen in der Klasse Rennwagen bis 500 cm³.

Die Verkaufszahlen entwickelten sich positiv, und in den 1920er-Jahren wurden 15.000 Wagen verkauft.[2] Ende der 1920er stieg Butenuth zum technischen Direktor und 1933 zum Leiter der Hanomag-Generalvertretung für Berlin und Brandenburg auf. Hierfür richtete er Niederlassungen in Wilmersdorf und Halensee ein.

Während des Zweiten Weltkrieges rüstete Butenuth Nutzfahrzeuge von Ford mit Dampfmotoren aus. Nach dem Krieg führte er diese Entwicklung in der 1946 gegründeten Berliner Dampfmotoren Gesellschaft fort, die bis 1952 bestand. Der von Butenuth eingesetzte Motor war ein Dampfmotor, dessen Kessel mit Koks oder Steinkohle befeuert werden konnte.

Nach der Währungsreform gründete Butenuth 1948 in Spandau das Unternehmen Econom. Die Errichtung des Werkes in Haselhorst wurde mit Mitteln aus dem Marshallplan gefördert. Ziel des Unternehmens war die Produktion von preiswerten Lastwagen mit hoher Zugkraft. Die Produktion stieg von anfänglich ein bis zwei Kraftwagen pro Monat auf zwölf Kraftfahrzeuge pro Monat im Jahre 1952 an. In der nachfolgenden Zeit des Wirtschaftswunders konnte Butenuth nicht mehr mit den Massenherstellern konkurrieren und schloss 1954 den Betrieb.

Später betrieb Butenuth viele Jahre ein Ford-Autohaus in Berlin-Spandau.

Ehrungen und Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1961 war Hellmuth Butenuth Vorstandsmitglied der Deutschen Verkehrswacht, 1968 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande und 1974 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. 1978 wurde Hellmuth Butenuth mit der Ernst-Reuter-Plakette ausgezeichnet.[3] Von 1959 bis 1964 war Butenuth Vorsitzender des Verbandes des Kfz-Handwerks in Berlin und Mitglied im Gesamtvorstand des Zentralverbandes des Kfz-Handwerks. Dem Automobilclub von Deutschland gehörte er seit 1955 als Sportleiter, Vizepräsident und danach als Präsident und Ehrenpräsident an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Halwart Schrader: Hellmuth Butenuth und seine Automobile. In: Automobil und Motorrad Chronik. Heft 10/1978, S. 17–19.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historien und Histörchen (34): Die drei von der Tankstelle. 15. November 2016, auto-medienportal.net, abgerufen am 18. November 2016.
  2. Volker Schindler, Immo Sievers (Hrsg.): Forschung für das Auto von Morgen. Springer, Berlin 2007, ISBN 978-3540741503, S. 70.
  3. Hellmuth Butenuth auf feldbergrennen.de