Helmenzen

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Helmenzen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Helmenzen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 42′ N, 7° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Altenkirchen (Westerwald)
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 4,15 km2
Einwohner: 881 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 212 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57612
Vorwahl: 02681
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 047
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen
Webpräsenz: helmenzen.de
Ortsbürgermeister: Klaus Schneider
Lage der Ortsgemeinde Helmenzen im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Helmenzen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenkirchen an und gliedert sich in die Ortsteile Helmenzen und Oberölfen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmenzen liegt an der Bundesstraße 8 zwischen Altenkirchen und Weyerbusch. Der Ortsteil Oberölfen liegt im Westen. Die Stadt Altenkirchen grenzt im Osten und Süden an das Gemeindegebiet von Helmenzen, die Stadtmitte von Altenkirchen ist etwa 1,5 km entfernt. Weitere Nachbargemeinden sind Kettenhausen, Neitersen, Hemmelzen, Birnbach und Wölmersen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1459 wurde Helmenzen zum ersten Mal urkundlich erwähnt, Oberölfen schon im Jahr 1427.

Beide Ortschaften gehörten ursprünglich gemeinsam zur Grafschaft Sayn. Nach deren Teilung im 17. Jahrhundert gehörte Helmenzen zur Grafschaft Sayn-Altenkirchen, Oberölfen zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. Innerhalb der Grafschaft Sayn-Altenkirchen gehörte Helmenzen zum Kirchspiel Altenkirchen, das auch eine weltlichen Verwaltungseinheit darstellte und die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. Die Gemeinde Helmenzen verweigerte 1765 Holzlieferungen zum laufenden Geschirr der Mühle in Altenkirchen, der Beitrag der Gemeinde zum Unterhalt der Stadtmühle wurde durch einen Vergleich geregelt.[2] 1787 wurden in Helmenzen 19 Haushaltungen gezählt. Oberölfen dagegen gehörte zum Kirchspiel Birnbach.

Die Grafschaft Sayn-Altenkirchen, damit auch die Ortschaft Helmenzen, kam 1791 auf dem Erbweg zu Preußen wurde aber im Jahr 1803 im Reichsdeputationshauptschluss dem Fürstentum Nassau-Usingen zugesprochen. Die Grafschaft Sayn-Hachenburg, damit auch die Ortschaft Oberölfen war 1799 aufgrund einer Erbfolge an das Fürstentum Nassau-Weilburg gekommen. Beide nassauischen Fürstentümer wurden 1806 im Zusammenhang mit der Bildung des napoleonischen Rheinbundes zum Herzogtum Nassau vereinigt. Infolge der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Beschlüsse sowie aufgrund eines zwischen Nassau und Preußen abgeschlossenen Vertrages wurden die beiden vormals saynischen Grafschaften an das Königreich Preußen abgetreten.

Unter der preußischen Verwaltung gehörte Helmenzen zur Bürgermeisterei Altenkirchen und Oberölfen zur Bürgermeisterei Weyerbusch im 1816 neu gebildeten gleichnamigen Kreis im Regierungsbezirk Koblenz, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte. Die beiden Bürgermeistereien wurden 1927, so wie alle Bürgermeistereien in der Rheinprovinz, in Ämter umbenannt.

Zum 1. April 1939 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Oberölfen nach Helmenzen eingemeindet und zugleich aus dem Verwaltungsbezirk des Amtes Weyerbusch ausgegliedert.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Helmenzen bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 187
1835 255
1871 334
1905 420
1939 406
1950 488
Jahr Einwohner
1961 534
1970 587
1987 583
1997 641
2005 859
2016 881

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Helmenzen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bei der Kommunalwahl im Jahr 2009 fand eine personalisierte Verhältniswahl statt, bei der drei Wählergruppen antraten.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Museumsscheune ist ein heimatkundliches Museum des Arbeitskreises für Heimatgeschichte & Brauchtumspflege e.V.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59 (2016), S. 219–237.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helmenzen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Vgl. Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, S. 224.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen