Helmet

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Helmet
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Hamilton im Jahr 2008
Hamilton im Jahr 2008
Allgemeine Informationen
Genre(s) Alternative Rock, Alternative Metal, Post-Hardcore,[1] Crossover
Gründung Ende der 1980er
Auflösung 1997
Neugründung 2004
Website www.helmetmusic.com
Gründungsmitglieder
Page Hamilton
Gitarre
Peter Mengede
John Stanier
Henry Bogdan
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Page Hamilton
Gitarre
Dan Beeman
Schlagzeug
Kyle Stevenson
Bass
Dave Case

Helmet ist eine US-amerikanische Rockband.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde Helmet Ende der 1980er Jahre in New York von Page Hamilton (Lead-Gitarre, Vocals), Peter Mengede (Gitarre), Henry Bogdan (Bass) und John Stanier (Schlagzeug).

Nach ständig wechselnder Besetzung und einer längeren Pause von 1997 bis 2004 existiert die Band um Mastermind Page Hamilton heute wieder, allerdings in beinahe komplett neuer Besetzung: Mittlerweile besteht die Band aus dem Anthrax-Mitglied Frank Bello am Bass, dem ehemaligen Testament- und White Zombie-Drummer John Tempesta sowie Chris Traynor, dem früheren Gitarristen von Orange 9mm, der außerdem bei Gavin Rossdales neuer Band Institute beschäftigt ist.

Das Album Size Matters, auf dem der typische Helmet-Sound insbesondere mit melodischeren Varianten erweitert wird, enttäuschte viele Kritiker, die Page Hamilton vorwarfen, seine Epigonen zu kopieren.

Am 18. Juli 2006 erschien das Album Monochrome. Darin kehren Helmet teilweise wieder zu ihrem alten Sound zurück. Neu in der Besetzung sind Mike Jost als Schlagzeuger und Jeremy Chatelain am Bass.

Nach Veröffentlichung des Videos zum Titelsong Monochrome waren Helmet Headliner der Vans Warped Tour 2006, kurz nach Ende der Tour stiegen die Bandmitglieder Chris Traynor und Mike Jost aus persönlichen und familiären Gründen aus, auch Jeremy Chatelain verließ die Band. Page Hamilton stand nun alleine da, machte sich jedoch kurze Zeit später wieder auf die Suche nach neuen Bandmitgliedern.

Im Herbst des gleichen Jahres stellte Page Hamilton ein komplett neues Line-Up zusammen, bestehend aus Jimmy Thompson (Gitarre), Jon Fuller (Bass) und Kyle Stevenson (Schlagzeug). Im Januar 2007 erfolgte eine kleine Tour entlang der US-Westküste als Tour-Support für die Band Guns N’ Roses.

Im März 2007 ging die Band auf Australien-Tour, die von Kritikern und Fans begeistert aufgenommen wurde. Im April wurde das Video zum Song Money Shot veröffentlicht, das man auch auf der MySpace-Website der Band sehen kann.

Im Januar 2009 tourte Page Hamilton in komplett neuer Helmet-Besetzung durch kleine Clubs in Europa.

Am 17. September 2010 wurde das siebte Helmet-Studioalbum Seeing Eye Dog via Label Work Song veröffentlicht. Die Special Edition des Albums umfasst eine zweite CD mit Live-Aufnahmen von der Warped Tour 2006 in San Francisco.[2][3][4]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band kombinierte NY-Hardcore mit Sonic Youth-ähnlichen Lärmattacken und Jazz-beeinflusster Harmonik und Rhythmik.

Damit spielten Helmet einen außerhalb der Hardcore-Szene bis dato unbekannten Stil. Die simplen, knochentrockenen Gitarrenriffs wurden kombiniert mit einer einzigartigen rhythmischen Präzision und einem Gesang, den Page Hamilton als der Rhythmussektion zugehörig bezeichnete. Die auf D heruntergestimmte E-Saite (Dropped D-Stimmung) ermöglichte es, Powerchords mit einem Finger zu spielen. Dieses „Hacken“ auf dem Griffbrett ist eins der wesentlichen Merkmale der ersten Alben.

Aufgrund dieser Einzigartigkeit wurde Helmets Stil zur Inspiration vieler Musiker aus dem härteren Rock-Bereich. Gerade Musikgruppen aus dem Bereich des später aufgekommenen Nu Metals berufen sich häufig auf Helmet und stellen deren Vorbildfunktion heraus.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen
DE AT CH US UK
1990 Strap It On
1992 Meantime 68
1994 Betty 16 18 32 45
1997 Aftertaste 52 22 47
2004 Size Matters 97 121
2006 Monochrome 159
2010 Seeing Eye Dog

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen
DE AT CH US UK
1993 Born Annoying (enthält Demo- und Coverversionen)
2004 Unsung: The Best of Helmet (1991–1997) (Best-of-Album)

Singles und EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen
DE AT CH US UK
1989 Born Annoying (EP)
1991 Unsung (Single, Maxi-Single)
1992 In the Meantime (7″-Single)
1993 Another Body Murdered / Just Another Victim (Single)
1993 Just Another Victim (Single, Maxi-Single)
1993 Primitive / Born Annoying (7″)
1994 Biscuits for Smut (Single, Maxi-Single)
1994 Wilma’s Rainbow EP (Single, EP)
1994 Wilma’s Rainbow: Australian Tour Collectors Edition (EP)
1997 Exactly What You Wanted (Maxi-Single)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmet bei Allmusic (englisch)
  2. Jason Lymangrover: Rezension zu Seeing Eye Dog bei Allmusic (englisch). Abgerufen am 2. April 2011.
  3. Ulf Kubanke: Kritik zu Seeing Eye Dog. laut.de; abgerufen am 2. April 2011.
  4. Helmet / Seeing Eye Dog (2CD). musicline.de; abgerufen am 2. April 2011.