Helmholtz-Gymnasium Bonn

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Helmholtz-Gymnasium Bonn
Helmholtz-gymn.jpg
Schulform Gymnasium
Schulnummer 166376
Gründung 1961
Adresse

Helmholtzstraße 18

Ort Bonn-Duisdorf
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 43′ 16″ N, 7° 3′ 22″ OKoordinaten: 50° 43′ 16″ N, 7° 3′ 22″ O
Träger Bundesstadt Bonn
Schüler etwa 940
Lehrkräfte etwa 80
Leitung Dorothee von Hoerschelmann[1]
Website hhg-bonn.de

Das Helmholtz-Gymnasium Bonn ist ein öffentliches Gymnasium mit deutsch-englisch-bilingualem Zweig und naturwissenschaftlichem Zweig in Bonn-Duisdorf.

Schulgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Helmholtz-Gymnasium wurde 1961 unter der Leitung von Wilhelm Schüttler als Gymnasium des Amtes Duisdorf eröffnet. Ein Jahr später wurde es offiziell nach Hermann von Helmholtz benannt. Das Schulgebäude entstand nach einem Entwurf des Düsseldorfer Architekten Bruno Lambart, die Gestaltung der Grün- und Sportanlagen übernahm das Büro des Bonner Gartenarchitekten Heinrich Raderschall. Entscheidend geprägt wurde die Schule in den Jahren 1976 bis 1990 durch ihren Schulleiter Leo Klingen. Seit dem Schuljahr 2000/2001 wird ihm zu Ehren zusätzlich zum Abitur der Dr.-Leo-Klingen-Preis an Schüler verliehen, die sich besonders durch schulische Leistungen oder soziales Engagement ausgezeichnet haben. Von 1990 bis 2012 wurde das Gymnasium von Martin Berg geleitet. Seit 2013 ist Dorothee von Hoerschelmann Schulleiterin.

Schulprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Profile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilingualer Zweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schüler erhalten in der Erprobungsstufe Englischunterricht mit einer erhöhten Stundenzahl von fünf statt vier Stunden pro Woche, um am Ende der 6. Klasse die Möglichkeit zu haben, eine bilinguale Schullaufbahn fortsetzen zu können. In der Sekundarstufe 1 werden Erdkunde und Geschichte in englischer Sprache unterrichtet. Alle Schüler im bilingualen Zweig nehmen in der siebten Klasse an einer Fahrt nach England teil, eine Studienfahrt in der neunten Klasse ist optional.

Für das bilinguale Zertifikat muss in der Qualifikationsphase Erdkunde oder Geschichte als bilinguales Sachfach belegt werden, das dann Teil der Abiturprüfung ist. In der Qualifikationsphase der Sekundarstufe II gibt es die Möglichkeit, zusätzlich zum deutschen Abitur das International Baccalaureate (IB) abzulegen.

Naturwissenschaftlicher Zweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zum bilingualen Zweig finden in der siebten Klasse zwei zusätzliche Physikstunden statt, in der achten Klasse je eine zusätzliche Chemiestunde. Das entspricht jeweils dem Mehrunterricht im bilingualen Sachfach aus dem bilingualen Zweig. Leistungsstarke Schüler können im Bereich des gebundenen Ganztags zusätzlich Forder-AGs in den Bereichen Englisch und Naturwissenschaften belegen. Fördermodule unterstützen leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler.

Sprachenfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab der Erprobungsstufe ist Englisch die erste Fremdsprache, ab der sechsten Klasse kann zwischen Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache gewählt werden. Die Wahl einer dritten Fremdsprache ist ab der achten Klasse möglich. Je nach Entscheidung der zweiten Fremdsprache kann wiederum Latein oder Französisch gewählt werden. Als Alternative zu einer dritten Sprache kann aber auch die Fächer Mathematik/Informatik oder Naturwissenschaften gewählt werden. Des Weiteren können die Schüler in der Sekundarstufe II Spanisch und ab dem Schuljahr 2009/2010 auch Chinesisch als neu einsetzende Fremdsprache wählen.

Zentralkurse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule bietet im künstlerischen Bereich zentrale Leistungskurse in Musik und Kunst an. Sie finden an einem der teilnehmenden Gymnasien statt, soweit sich genügend Interessenten für den entsprechenden Kurs finden. Der Musik-Leistungskurs findet seit 1998 abwechselnd am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium und am Helmholtz-Gymnasium statt.

Kooperation mit anderen Gymnasien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Kombinationsmöglichkeiten der Leistungskurse zu erweitern, kooperiert das Helmholtz-Gymnasium mit dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium sowie dem Hardtberg-Gymnasium. Sind an der eigenen Schule nicht genügend Interessenten, um einen eigenen Kurs in einem bestimmten Fach einzurichten, so gibt es die Möglichkeit, einen Kooperationskurses zusammen mit der jeweils anderen Schule anzubieten.

Besondere Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Helmholtz-Gymnasium verfügt über einen Schulchor, ein Schulorchester, eine Musicalgruppe und eine Theatergruppe. Es gibt zahlreiche Kooperationen mit außerschulischen Institutionen. Eine regelmäßige Zusammenarbeit besteht u. a. mit der in Bonn ansässigen Deutschen Post sowie der Sparkasse KölnBonn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ricarda Brandts (* 1955), Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen (5.–7. Klasse bis 1969)
  • Nils Frenzel (* 1991), Autor und Journalist (Abitur 2010)
  • Elisabeth Heister-Neumann (* 1955), ehemalige Justiz- und Kultusministerin in Niedersachsen (Abitur 1973)
  • Jeremy Mockridge (* 1993), Schauspieler (5.–7. Klasse bis 2007)
  • Jürgen Nolte (* 1959), Säbelfechter, Olympiateilnehmer 1984,1988,1992, achtmaliger deutscher Meister, Vizeweltmeister 1990 und 1991 (Abitur 1978)
  • Axel Ockenfels (* 1969), Wirtschaftswissenschaftler (Abitur 1988)
  • Wolfgang Schulze (1953–2020), Sprachwissenschaftler und Hochschullehrer (Abitur 1972)
  • René Toussaint (* 1958), Schauspieler (Abitur 1974)
  • Roger Willemsen (1955–2016), Autor und Moderator (Abitur 1976)

Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Trutwin (1929–2019), Lehrer für die Fächer Philosophie, katholische Religion und Latein am Helmholtz-Gymnasium von 1963 bis 1972

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ursel und Jürgen Zänker: Bauen im Bonner Raum 49–69. Versuch einer Bestandsaufnahme. In: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kunst und Altertum am Rhein. Führer des Rheinischen Landesmuseums Bonn. Nr. 21. Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969, S. 99/100 u. 205.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schulleitung. In: hhg-bonn.de. Abgerufen am 28. Dezember 2020.