Helmut Grill

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Helmut Grill vor seinem Atelier in Wien

Helmut Grill (* 29. April 1965 in Seekirchen, Land Salzburg) ist ein österreichischer Künstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmut Grill wuchs als Sohn eines Postbeamten und einer Kunsthandwerkerin in Seekirchen auf, besuchte dort die Volksschule und anschließend ein Bundesrealgymnasium in Salzburg. 1984 beendete er eine dreijährige Ausbildung zum Großhandelskaufmann und war anschließend in der Werbebranche[1] tätig. Währenddessen absolvierte er eine Ausbildung zum Reprofotografen und zum Lithografen und arbeitete als Fotomanipulator und Scanner-Operator. Dadurch entwickelte er ein besonderes Interesse für die Fotomanipulation und lernte das Handwerk auf Hell-Chromacom-Bilddatenverarbeitungssystemen.

Nachdem er eine Reise nach Indien unternommen hatte, beschloss er, seine Tätigkeit in der Werbebranche aufzugeben, um sich hauptberuflich der Kunst zu widmen, und übersiedelte nach Salzburg. Mit dem Aufkommen von Photoshop ergaben sich neue Möglichkeiten für seine Arbeitsweise. In den Jahren 1996 und 1997 reiste er nach New York City und London und ließ sich 1997 in Wien nieder, wo er seither als freier Künstler arbeitet.

Er hat seine Arbeiten in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen sowie bei Festivals und Kunstmessen gezeigt.[1] Grill lebt in Wien[2] und hat einen Sohn.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"If anyone can have it, i don´t want it" aus der "Sceneries" Serie

Grills Werk umfasst Skulpturen, Installationen, Online-Projekte, sowie und vor allem fotografische Arbeiten, von denen letztere ausschließlich in zusammenhängenden Serien entstehen.[3] Dabei vereint er die unterschiedlichsten Fundstücke und Objekte zu neuen Bilderwelten.[4] Durch digitale Veränderung erschafft Grill mit dem Eingreifen in den Bildgenerierungsprozess Fototableaus, die stören, provozieren und unsere Verbundenheit mit der Bilderwunschwelt in Frage stellen sollen.[5] In seinen Photomontagen experimentiert, konstruiert und manipuliert er mit verschiedensten Materialien und erschafft dabei paradoxe, neue Realitäten.[6] Diese Kunstwelten sollen irritieren und als Spiegel einer oft zerstörerischen sowie marken- und mediendominierten Gesellschaft dienen.[4]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: Galerie der Stadt Salzburg im Museumspavillon
  • 2002: Galerie Eboran, Salzburg[7]
  • 2009: FAF Fotoartfestival, Bielsko/Biala[8]
  • 2011: Museumspavillon/Galerie der Stadt Salzburg, Salzburg
  • 2013: Künstlerhaus Wien – Galerie, Wien[9]
  • 2019: Aaartfoundation, Kirchberg/Kitzbühel[10]

Gruppenausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: Kunstverein Horn – Sammlung Morgenbesser
  • 2000: Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain Nizza
  • 2003: Palais Liechtenstein – Collection Rupertinum, Feldkirch
  • 2003: Westwood Gallery, New York[11]
  • 2003: Spotlight 02, Rupertinum – Museum der Moderne Salzburg
  • 2005: Fournos Centre for Digital Culture, Athen[12]
  • 2005: Web Biennial 2005 by Istanbul Contemporary Art Museum
  • 2005: Salzburger Kunstverein[13]
  • 2006: Künstlerhaus Wien
  • 2007: international print triennial – Krakow BIS 2007, Katowice
  • 2010: Austrian Cultural Forum, London[14]
  • 2010: "Maravee Domus", San Daniele[15]
  • 2011: Maison des Arts Malakoff, Paris[16]
  • 2011: Schöne neue Welt. Museum der Moderne – Rupertinum, Salzburg[17]
  • 2016: Nordart2016, Büdelsdorf[1]
  • 2020: Stadtgalerie Salzburg[18]

Galeriebroschüren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Grill. Pressungen. Art Trend Fine Arts, 1995.
  • Helmut Grill. Writings. Art Trend Fine Arts, 2001.
  • Helmut Grill. Works 1997-2000. Art Trend Fine Arts, 2000.
  • Helmut Grill. Faces – Surfaces. Rudolf Budja Galerie – Artmosphere, 2003.
  • Helmut Grill. Astarte. Beauty, War and Love. Rudolf Budja Galerie – Artmosphere, 2004.
  • Helmut Grill. The refuge. Galerie Suppan Contemporary, 2010.
  • Helmut Grill. 2019/1994. VESCON, 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Helmut Grill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c NordArt: Helmut Grill, NordArt 2016. Abgerufen am 26. August 2020.
  2. Helmut Grill, Nordart2016. In: nordart.de. Abgerufen am 1. September 2020.
  3. Peter Lodermeyer: Helmut Grill 2019/1994. Hrsg.: Vescon GmbH. Band 1, 2019, S. 90.
  4. a b Martina Dorner-Bauer: The Vision of "A Birds World". In: Brod Media GmbH (Hrsg.): Vernissage- Das Magazin für aktuelles Ausstellungsgeschehen. Band 347, 2020, S. 25–27.
  5. Margit Zuckriegl: "Vertrauen und Misstrauen", Vernissage Magazin. Hrsg.: Brod Media GmbH. Band 334. Wien 2019, S. 31–34.
  6. Roman Grabner: Helmut Grill 2019/1994. Hrsg.: Vescon GmbH. Band 1, 2019, S. 14–16.
  7. Ausstellungen, Salzburg. In: www.eboran.at. Abgerufen am 2. September 2020.
  8. III FotoArtFestival, Bielsko-Biała 2009. Abgerufen am 1. September 2020 (polnisch).
  9. Künstlerhaus - Helmut Grill. In: k-haus.at. www.k-haus.at, abgerufen am 1. September 2020.
  10. Johanna Schweinester: Aaart Foundation Kirchberg: Spannender Dialog zwischen Fotokunst und Bildhauerei. In: meinbezirk.at. 17. Dezember 2019, abgerufen am 1. September 2020.
  11. Physics of Spirituality. In: westwoodgallery.com. 2003, abgerufen am 2. September 2020.
  12. fournos centre for the digital culture. Abgerufen am 1. September 2020.
  13. Salzburger Kunstverein / Ausstellungen / 2005. Abgerufen am 1. September 2020.
  14. Brave New World, New image concepts in Austrian photography. Austrian Cultural Forum London. In: Austrian Cultural Forum London. Abgerufen am 1. September 2020 (englisch).
  15. Maravee Domus 2010. In: exibart.com. Abgerufen am 2. September 2020.
  16. our house in the middle of our street. In: maisondesarts.malakoff.fr. Abgerufen am 2. September 2020.
  17. Schöne neuen Welt - Neu Konzepte in der österreichischen Fotografie. 2. Februar 2011, abgerufen am 1. September 2020.
  18. Margit Zuckriegl | Aktuelles. Abgerufen am 1. September 2020.