Helmut Kohl

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Dieser Artikel behandelt den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl; zum österreichischen Fußballschiedsrichter gleichen Namens siehe Helmut Kohl (Schiedsrichter).
Ministerpräsident Helmut Kohl während des CDU-Bundesparteitags 1973, auf dem er zum Vorsitzenden gewählt wurde
Helmut Kohl als Bundeskanzler, 1987
Der Vorsitzende des DDR-Ministerrates Hans Modrow, Bundeskanzler Helmut Kohl, der Regierende Bürgermeister (West-Berlin) Walter Momper und im Hintergrund zwischen Kohl und Momper der Oberbürgermeister (Ost-Berlin) Erhard Krack während der Öffnung des Brandenburger Tores am 22. Dezember 1989

Helmut Josef Michael Kohl (* 3. April 1930 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein ehemaliger deutscher Politiker der CDU. Er war von 1969 bis 1976 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und von 1982 bis 1998 der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Von 1973 bis 1998 war er Bundesvorsitzender seiner Partei, danach bis 2000 deren Ehrenvorsitzender.

Kohl war in den 1970er-Jahren einer der jüngsten CDU-Spitzenpolitiker und reformierte als CDU-Bundesvorsitzender seine Partei, der 1969 erstmals im Bund die Oppositionsrolle zugewiesen worden war. 1976 erzielte Kohl als Spitzenkandidat der Union aus CDU und CSU mit 48,6 Prozent der Stimmen das bis dahin zweitbeste Ergebnis für die Union und überhaupt einer Partei in der Geschichte der Bundestagswahlen, konnte aber die Regierung Schmidt nicht ablösen. Trotz dieser Niederlage gab er sein Amt als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident auf und übernahm als Oppositionsführer im Deutschen Bundestag den Vorsitz der CDU/CSU-Fraktion.

Kohl gestaltete den Prozess der Wiedervereinigung 1989/1990 entscheidend mit und gilt deshalb als ein Vater der Einheit. Umstritten blieb er wegen der CDU-Spendenaffäre, nach deren Bekanntwerden er im Jahr 2000 den Ehrenvorsitz seiner Partei verlor. Kohl erhielt eine große Zahl nationaler und internationaler Auszeichnungen. Seit dem Ende seiner politischen Karriere war Kohl als Lobbyist in verschiedenen Positionen in der Wirtschaft tätig, u. a. für die Credit Suisse[1][2] und KirchMedia.[3] Kohl ist Gründer eines Unternehmens zur Politik- und Strategieberatung.[4]

Leben[Bearbeiten]

Herkunft, Studium und Beruf[Bearbeiten]

Helmut Kohl wurde 1930 als drittes Kind des Finanzbeamten Hans Kohl (1887–1975) und dessen Frau Cäcilie (1891–1979, geborene Schnur) im Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim geboren. Dort steht in der Hohenzollernstraße sein Geburtshaus noch heute; auf dem Friesenheimer Friedhof befindet sich auch das Familiengrab der Kohls. Dort wurde neben Kohls Eltern auch Kohls erste Ehefrau Hannelore nach ihrer Selbsttötung im Jahr 2001 beigesetzt.

Kohl wuchs zusammen mit seiner Schwester Hildegard (1922–2003)[5] und seinem Bruder Walter (1926–1944) in einer konservativ-katholisch geprägten Familie auf.[6] Die Geschwister verbrachten ihre Kindheit und Jugendzeit in Friesenheim. Über die Beziehung Kohls zu seiner älteren Schwester ist wenig bekannt; eines der einschneidendsten Ereignisse in der Jugend Kohls war der frühe Tod seines Bruders Walter, den er stets sehr verehrt hatte[7] und der im November 1944 als Soldat bei einem Tieffliegerangriff in Haltern am See nahe Münster fiel.[7]

Kohl besuchte ab dem 1. April 1936 in Ludwigshafen-Friesenheim die Grundschule „Ruprechtschule“ und seit 1940 die dortige Oberrealschule – das heutige Max-Planck-Gymnasium Ludwigshafen-Friesenheim. Im Jahre 1944 wurde Kohl mit 14 Jahren zum Dienst in einem Ludwigshafener Feuerlöschtrupp herangezogen und danach per Kinderlandverschickung nach Erbach im Odenwald und später nach Berchtesgaden gebracht.[6] Dort erhielt er als Mitglied der Hitlerjugend eine vormilitärische Ausbildung.[8] Zum Einsatz als Flakhelfer kam es nicht mehr.[8][9] Von Berchtesgaden lief er ab Ende April 1945 mit drei Schulkameraden zu Fuß nach Ludwigshafen, wo er im Juni ankam.[6] Da die zuvor besuchte Oberrealschule zunächst geschlossen war, begann Kohl im August 1945 eine landwirtschaftliche Lehre.[6] Im November 1945 konnte er wieder an die Oberrealschule zurückkehren und legte dort im März 1950 sein Abitur ab.[6]

Zum Sommersemester 1950 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte in Frankfurt am Main, das er ab dem Wintersemester 1951/52 an der Universität Heidelberg fortführte.[6] 1956 wurde Kohl Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Alfred-Weber-Institut der Universität; 1958 wurde er mit der 161-seitigen Dissertationsarbeit Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945 bei Walther Peter Fuchs zum Dr. phil. promoviert. Anschließend wurde er in seiner Heimatstadt Direktionsassistent bei einer Eisengießerei und 1959 Referent beim Verband der Chemischen Industrie.

Politische Karriere[Bearbeiten]

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In diesem Abschnitt fehlt ein Unterabschnitt zur Bedeutung von Kohl als Parteivorsitzender und seinen Einfluss auf die politische Ausrichtung seiner Partei und die Zusammenarbeit mit den Stellvertretern und Generalsekretären.

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Schon als Schüler trat Kohl 1946 der CDU bei und war anschließend 1947 Mitbegründer der Jungen Union in seiner Heimatstadt Ludwigshafen. Seine politischen Aktivitäten verfolgte er auch während seines Studiums. 1953 wurde er Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der CDU in Rheinland-Pfalz, 1954 stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Rheinland-Pfalz, 1955 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Rheinland-Pfalz. 1959 wurde er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Ludwigshafen.

Ebenfalls 1959 wurde er als Abgeordneter in den rheinland-pfälzischen Landtag gewählt. 1960–1969 war er Fraktionsführer der Stadtratsfraktion Ludwigshafen, ab 1963 Fraktionsvorsitzender im Landtag von Rheinland-Pfalz, von März 1966 bis September 1974 war er Landesvorsitzender der CDU von Rheinland-Pfalz, 1966 Mitglied des Bundesvorstandes der CDU, ab 1969 Stellvertreter und von 1973 bis 1998 Parteivorsitzender der CDU. Ein wichtiger Förderer Helmut Kohls war der im Dritten Reich vermögend gewordene Industrielle Fritz Ries.

Ministerpräsident[Bearbeiten]

Helmut Kohl, 1969 in Ludwigshafen

Mit seiner Wahl zum Landesvorsitzenden der CDU Rheinland-Pfalz 1966 galt Kohl auch als designierter Nachfolger Peter Altmeiers im Amt des Ministerpräsidenten. Nach der Landtagswahl am 23. April 1967 wurde Altmeier zwar noch einmal als Ministerpräsident wiedergewählt, Jedoch trat Altmeier zur Mitte der Legislaturperiode zurück. Am 19. Mai 1969 wurde Kohl zu seinem Nachfolger gewählt. Wichtige Entscheidungen in Kohls Amtszeit waren die Gebietsreform und die Gründung der Universität Trier-Kaiserslautern (heute: Universität Trier, Technische Universität Kaiserslautern). Gleichzeitig beschleunigte sich der Strukturwandel im weitgehend noch sehr ländlich geprägten Bundesland. Im Bereich des Schulwesens wurden auf der Ebene der Grundschulen die Konfessionsschulen, an denen die CDU auf Betreiben der katholischen Kirche jahrelang festgehalten hatte, durch Gemeinschaftsschulen ersetzt, an denen Schüler aller Konfessionen gemeinsam unterrichtet werden.

Die Londoner Times erwähnte Kohl erstmals im Oktober 1969 im Zusammenhang mit Franz Josef Strauß' anstehender Kanzlerkandidatur:

„Herrn Strauß’ Hauptrivalen als Kanzlerkandidaten sind Dr. Helmut Kohl […] und Rainer Barzel. Dr. Kohl, 39, wird von vielen im Reformflügel als der Mann der Zukunft gesehen. Dr. Barzel, 45 Jahre alt, hochintelligent und kompetent, ist kein Stimmenfänger und hat ein unglückliches öffentliches Auftreten.“[10]

1971 kandidierte Kohl für die Nachfolge Kurt Georg Kiesingers als CDU-Bundesvorsitzender. Bei dieser Wahl unterlag er Rainer Barzel, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Oppositionsführer im Deutschen Bundestag.

Nachdem Rainer Barzel 1972 gleich zweimal mit dem Versuch scheiterte, Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) abzulösen (im April im Rahmen eines Misstrauensvotum

sowie als Kanzlerkandidat im November 1972), trat Barzel 1973 als CDU-Vorsitzender zurück.

Kohl kandidierte daher 1973 erneut und wurde diesmal gewählt.

Er blieb über 25 Jahre hinweg bis zum 7. November 1998 Parteivorsitzender.

→ Die Landesregierungen unter Kohl in Rheinland-Pfalz werden in eigenen Artikeln beschrieben: Kabinett Kohl I (Rheinland-Pfalz), Kabinett Kohl II (Rheinland-Pfalz), Kabinett Kohl III (Rheinland-Pfalz)

Oppositionsführer[Bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 1976 trat er erstmals als Kanzlerkandidat seiner Partei an. Die CDU/CSU verfehlte die absolute Mehrheit mit 48,6 Prozent der Stimmen nur knapp und die sozialliberale Koalition behauptete sich. Das war das bis dahin zweitbeste Wahlergebnis der CDU/CSU überhaupt. Kohl trat nach der Wahl als Ministerpräsident zurück und wurde als Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag in Bonn Oppositionsführer. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wurde am 2. Dezember 1976 Bernhard Vogel. Dabei kam es in den folgenden Jahren zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen ihm und dem Vorsitzenden der CSU, dem bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, um die Führungsrolle in der Union, wobei Strauß seinen Rivalen Kohl des Öfteren öffentlich vehement abqualifizierte und ihm Führungsqualitäten und die Befähigung für das Amt des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland absprach; 1980 verzichtete Kohl auf eine erneute eigene Kandidatur als Bundeskanzler und überließ stattdessen Franz Josef Strauß diese Position, wenngleich er für diese offiziell den niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht als Kanzlerkandidaten gegen die Kandidatur von Strauß durchzusetzen versuchte, was nicht gelang.

Der Verzicht auf eine eigene Kandidatur erwies sich im Nachhinein als kluger politischer Schachzug Kohls, um seinen Widersacher Strauß als Rivalen um das mächtigste Amt im Staat auszuschalten. Kohl war überzeugt, dass Strauß als Bundeskanzler für die Mehrheit der Deutschen nicht wählbar war. Dennoch unterstützte er Strauß im Bundestagswahlkampf 1980 mit großem persönlichen Engagement und demonstrierte Solidarität gegenüber der CSU. Einige Wochen nach der Bundestagswahl 1976 (3. Oktober) hatte die CSU auf Betreiben von Strauß mit den Beschlüssen von Wildbad Kreuth (Kreuther Trennungsbeschluss (19. November 1976)) versucht, die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Bundestag aufzukündigen. Kohl konnte gegen den CSU-Vorsitzenden Strauß die Fortführung durchsetzen. Bei der Bundestagswahl 1980 musste er diesem dafür den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur lassen. Da Strauß jedoch nach der verlorenen Wahl Ministerpräsident in Bayern blieb, war Kohl weiterhin Oppositionsführer.

Kohls Kalkül ging auf; Strauß erzielte 1980 das bis dahin schlechteste Wahlergebnis der Union bei einer Bundestagswahl nach 1949. Er konzentrierte sich fortan auf sein Amt als bayerischer Ministerpräsident und konnte ab nun nicht mehr (wie zuvor wirkungsvoll) Störfeuer gegen Kohl nach Bonn senden. Kohl war es damit nach seinem Ultimatum gegen die Beschlüsse von Wildbad Kreuth (er hatte Strauß gedroht, mit seiner CDU in Bayern „einzumarschieren“) nun endgültig gelungen, seinen „Männerfreund“ und Widersacher Strauß als Rivalen um die Kanzlerkandidatur auszuschalten.

Strauß profilierte sich danach auf der politischen Rechten; Kohl dagegen versuchte durch einen gemäßigten Kurs die Mitte anzusprechen und die FDP aus der Koalition mit der SPD zu lösen. Dies gelang Kohl 1982, als eine CDU/CSU-FDP-Koalition ihn (per Misstrauensvotum) zum Bundeskanzler wählte. Kohl sprach von einer geistig-moralischen Wende und äußerte, den Leistungsgedanken stärker betonen zu wollen. Neben der europäischen Einigung sah Kohl die Deutsche Wiedervereinigung als wichtiges Ziel an. Daneben war Kohl eher pragmatisch und folgte den politischen Tendenzen in seiner Partei bzw. in der Koalition.

Nach der Niederlage gegen Strauß um die Kanzlerkandidatur und ein Wahldebakel der CDU beschrieb die Londoner Financial Times Kohl kritisch:

„Niemand, nicht einmal der schlimmste Feind (und es gibt einige Konkurrenten um diesen Titel), wird Helmut Kohl vorwerfen, dass er ein Visionär oder brillanter Redner ist. Die Christdemokraten misstrauen solchen Qualitäten, und Herr Kohl, der Parteivorsitzende, hat ihr seine Einstellung mehrfach versichert, indem er jegliches Talent, das er für eine helle Idee oder scharfe Analyse hätte haben können, unterdrückt. […] Zwar bekam er [nach seiner fast dreistündigen Parteitagsrede] stürmischen Applaus; dem Klatschen ging jedoch eine Minute unsicherer Stille voran, weil die Delegierten nicht im Klaren waren, ob Herr Kohl fertig war oder nicht.“[11]

Kohl war von 1976 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Kanzler[Bearbeiten]

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In diesem Abschnitt fehlt ein Unterabschnitt zur Bedeutung von Kohl als eine der Triebfedern für die deutsch-französische Freundschaft und die Einigung Westeuropas zur EG und dann EU und seine Ergebnisse auf diesem Gebiet. Außer ein paar Sätzen im Abschnitt „Die ersten Jahre der Kanzlerschaft“ und weiter unten unter „Auszeichnungen“ ist nichts darüber zu finden, schon gar nichts mit Hauptausrichtung auf diesen wichtigen Aspekt.

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Wahl und Auflösung des Bundestages[Bearbeiten]

Am 17. September 1982 zerbrach die von Bundeskanzler Helmut Schmidt geführte sozial-liberale Koalition an Streit über die künftige Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie an sicherheitspolitischer Uneinigkeit innerhalb der SPD. Anlass für den Bruch war u. a. ein Konzeptpapier der FDP zur Überwindung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, das von Otto Graf Lambsdorff ausgearbeitet worden war und neoliberale Positionen zur Reform des Arbeitsmarkts enthielt (siehe Wende). [12] Am 20. September nahmen FDP und CDU/CSU Koalitionsgespräche auf.

Kohl wurde für das Amt des Bundeskanzlers nominiert und am 1. Oktober 1982 im Rahmen des ersten erfolgreichen konstruktiven Misstrauensvotums in der Geschichte des Bundestages gegen den amtierenden Bundeskanzler Helmut Schmidt zum sechsten Bundeskanzler gewählt. Bundesaußenminister wurde, wie bereits in der sozial-liberalen Koalition, Hans-Dietrich Genscher. Der Koalitionswechsel war innerhalb der FDP sehr umstritten.

Gedenkplatte vor dem Beinhaus von Douaumont in Erinnerung an das Treffen zwischen François Mitterrand und Helmut Kohl im Jahr 1984

Da die FDP mit einer Koalitionsaussage zugunsten der SPD in den Wahlkampf 1980 gegangen war und Kohls Kanzlerschaft nicht aus Bundestagswahlen hervorgegangen war, gab es Zweifel an der demokratischen Grundlage des Machtwechsels, obwohl ein derartiger Wechsel ausdrücklich im Grundgesetz vorgesehen ist. Darum stellte Kohl im Bundestag die Vertrauensfrage, über die am 17. Dezember 1982 entschieden wurde. Nachdem die Regierungskoalition am Tag zuvor mit breiter Mehrheit den Bundeshaushalt für 1983 verabschiedet hatte, enthielt sich die Mehrzahl der Abgeordneten der Regierungskoalition vereinbarungsgemäß der Stimme, wodurch das gewünschte Ergebnis zustande kam: Keine Mehrheit für den Bundeskanzler und damit die Möglichkeit, dem Bundespräsidenten die Auflösung des Parlamentes vorzuschlagen. Nach längerem Zögern entschied sich Bundespräsident Karl Carstens im Januar 1983 für die Auflösung des Bundestags und die Ausschreibung von vorgezogenen Neuwahlen für den 6. März 1983. Gegen diese Vorgehensweise klagten einige Abgeordnete vor dem Bundesverfassungsgericht. Dieses entschied aber, dass die Auflösung des Bundestages verfassungsgemäß erfolgt sei.

Die ersten Jahre der Kanzlerschaft[Bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl am 6. März 1983 gewann die Koalition aus CDU/CSU und FDP mit Stimmengewinnen für die CDU/CSU (48,8 Prozent, +4,3 Prozentpunkte) und deutlichen Stimmenverlusten für die FDP (7,0 Prozent, −3,6 Prozentpunkte) die Mehrheit der Sitze im Bundestag. Kohl, der zwischen 1976 und 1998 sechsmal als Kanzlerkandidat antrat, erzielte sein bestes Wahlergebnis und außerdem das zweitbeste der Unionsparteien in der Geschichte der Bundesrepublik. Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten war der ehemalige Bundesjustizminister und Münchener Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel.

In den ersten Jahren seiner Amtszeit setzte Kohl den noch unter der Regierung Schmidt gefassten NATO-Nachrüstungsbeschluss gegen den Widerstand der Friedensbewegung durch.

Erich Honecker zu Besuch in Bonn, 1987

Im Zuge der Flick-Affäre um illegale Zahlungen des Flick-Konzerns an deutsche Politiker wurde Kohl durch wg. Kohl-Eintragungen im sichergestellten Kassenbuch belastet. Im Untersuchungsausschuss des Bundestags und des Mainzer Landtags sagte Kohl die Unwahrheit in Bezug auf seine Kenntnis des Zwecks der Staatsbürgerlichen Vereinigung als Spendenbeschaffungsanlage und entging nach einer Anzeige von Otto Schily nur knapp einem Strafverfahren wegen uneidlicher Falschaussage. Kohls Parteifreund Heiner Geißler verteidigte ihn später mit dem berühmt gewordenen Kommentar, er habe wohl einen „Blackout“ gehabt.

Im Bereich der Ausländerpolitik plante Kohl zunächst, wie er 1982 in einem Gespräch mit Margaret Thatcher erklärte, die Zahl der Türken in Deutschland um 50 Prozent zu reduzieren. Dies wurde erst 2013 bekannt und löste Empörung aus. Sein Sohn Peter Kohl, welcher mit einer Türkin verheiratet ist, kritisierte diese Aussage, ordnete sie aber in den historischen Kontext ein.[13]

In Israel sprach er am 24. Januar 1984 vor der Knesset über die ihm zuteil gewordene „Gnade der späten Geburt“, der Satz selbst stammte von Günter Gaus.[14]

Am 22. September 1984 trafen sich Kohl und der französische Staatspräsident François Mitterrand am Ort der Schlacht um Verdun, um gemeinsam der Toten der beiden Weltkriege zu gedenken. Das Foto ihres minutenlangen Händedrucks wurde ein Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung. Kohl und Mitterrand wurde in den folgenden Jahren ein besonders enges Vertrauensverhältnis nachgesagt. Sie brachten gemeinsame Projekte wie das Eurokorps und den Fernsehsender ARTE auf den Weg. Auch Fortschritte der europäischen Einigung wie der Vertrag von Maastricht und später die Einführung des Euro wurden wesentlich der engen deutsch-französischen Zusammenarbeit zugeschrieben.

Am 5. Mai 1985 legte Kohl gemeinsam mit US-Präsident Ronald Reagan in Bitburg einen Kranz auf dem dortigen Soldatenfriedhof nieder. Dies wurde in Teilen der deutschen und amerikanischen Öffentlichkeit heftig diskutiert, weil dort auch Angehörige der Waffen-SS beerdigt sind.

Bei der Bundestagswahl 1987 wurde Kohl im Amt bestätigt. Gegenkandidat der SPD war der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau.

Im September 1987 besuchte Erich Honecker, Staatsratsvorsitzender und Generalsekretär des ZK der SED als erster DDR-Staatschef die Bundesrepublik Deutschland und traf dabei am 7. September mit Kohl in Bonn zusammen.[15] Dabei sprach Honecker eine Einladung zum Besuch der DDR an Kohl aus.

Der „Kanzler der Einheit“[Bearbeiten]
Helmut Kohl in Krzyżowa (Kreisau/Schlesien), 1989
Bundeskanzler Helmut Kohl und US-Verteidigungsminister William Cohen am 5. März 1997 in Bonn
Ernennung Kohls zum ersten gesamtdeutschen Bundeskanzler durch Bundespräsident Richard von Weizsäcker (1991)

Kohl unternahm als erster deutscher Bundeskanzler eine Privatreise in die DDR. Im Mai 1988 besuchte er spontan und ohne Begleitschutz für drei Tage mit seiner Frau und dem Sohn Peter einige Städte. Später bezeichnete er diese Reise als eine der bewegendsten seines Lebens.[16]

Nachdem sich der Zusammenbruch der DDR abzeichnete und die Berliner Mauer am 9. November 1989 gefallen war, legte Kohl ohne vorherige Absprache mit dem Koalitionspartner und den westlichen Bündnispartnern am 28. November 1989 im Deutschen Bundestag ein „Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas“ vor. Am 18. Mai 1990 wurde der Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion mit der DDR unterzeichnet. Gegen den Widerstand des Bundesbankpräsidenten Karl Otto Pöhl hatte Kohl darin einen Umtauschkurs von Mark der DDR in D-Mark von 1:1 bei Löhnen, Gehältern, Mieten und Renten durchgesetzt. Dies erwies sich später als starke Belastung für die Betriebe der neuen Bundesländer. Gemeinsam mit Außenminister Hans-Dietrich Genscher erreichte Kohl zusammen mit dem letzten und einzig demokratisch gewählten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière in den sogenannten Zwei-plus-Vier-Gesprächen mit den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs deren Zustimmung zur Wiedervereinigung Deutschlands in Form des Zwei-plus-Vier-Vertrags und die Einbindung des wiedervereinigten Deutschlands in die NATO.

Die deutsche Einheit stärkte Kohls Position in der CDU. 1989 war es ihm auf dem Parteitag in Bremen nur mühsam gelungen, einen „Putschversuch“ seiner innerparteilichen Widersacher um Heiner Geißler, Rita Süssmuth und Lothar Späth abzuwehren.

Kanzler des wiedervereinigten Deutschlands[Bearbeiten]

Am 17. Januar 1991 wählte der Deutsche Bundestag Kohl zum dritten Mal zum Bundeskanzler, nachdem er sich bei der Bundestagswahl 1990 gegen den saarländischen Ministerpräsidenten und damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Oskar Lafontaine durchgesetzt hatte. Damit wurde er zum ersten Kanzler des wiedervereinigten Deutschlands.

Die sozialen und wirtschaftspolitischen Folgen des Vereinigungprozesses waren gewaltig: die Arbeitslosigkeit stieg von 2,6 Millionen, entsprechend 7,3 % im Jahre 1991 in der gesamtdeutschen Statistik auf Werte von über 3,6 Millionen Betroffen in jedem der Jahre von 1994 bis 2007 an, mit einem ersten Höchstwert von 4,4 Millionen (12,7 %) im Jahr 1997. (Bis 2007 blieben die Werte stets über 10 % und überstiegen dann 2005 und 2006 sogar den Wert von 4,4 Millionen.)[17] Vor diesem Hintergrund sorgte die Anmerkung Helmut Kohls über einen „kollektiven Freizeitpark“ 1993 für einigen Unmut.[18]

Nach der knapp gewonnenen Bundestagswahl 1994 wurde Kohl erneut zum Bundeskanzler gewählt; diesmal setzte er sich gegen den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Rudolf Scharping von der SPD durch. Die folgenden Jahre waren eher von außenpolitischen Ereignissen geprägt (Beispiele: 26. März 1995 Schengener Abkommen tritt in Kraft; 1998: Frankfurt am Main als Sitz für die neu geschaffene EZB, 1. Januar 1999: Euro-Einführung). Innenpolitisch zeichnete sich auch wegen des SPD-dominierten Bundesrats und der damit eingeschränkten Handlungsfähigkeit der Bundesregierung eine Stagnation ab, die in die Wahlniederlage 1998 mündete.

Die SPD trat mit dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder als Kanzlerkandidat an und gewann die Wahl. Schröder (* 1944) und Joschka Fischer, Grüne (* 1948) und andere nun in Spitzenämter rückende Politiker der neuen Regierungsparteien (siehe Kabinett Schröder I) standen für einen Generationswechsel in der Politik: Sie waren kurz vor dem Ende oder erst nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, während Kohl (* 1930) und seine Politikergeneration als Jugendlicher oder als Soldat den Weltkrieg erlebten. Die christlich-liberale Koalitionsregierung wurde von einer rot-grünen Koalition abgelöst, und Kohl wurde am 26. Oktober durch Bundespräsident Roman Herzog aus dem Amt entlassen. Kohl führte bis zum 27. Oktober 1998 noch eine geschäftsführende Bundesregierung.

Vor der Bundestagswahl 2002 bewarb sich Kohl nicht mehr um ein Bundestagsmandat.

Kanzler des Euro[Bearbeiten]

Im November 1989 kam es zum Fall der Mauer; bald darauf zerfielen der Ostblock und die Sowjetunion. Deutschland verhandelte mit den vier Siegermächten (F, GB, USA, Sowjetunion), um deren Zustimmung zur Wiedervereinigung zu erlangen. Am 12. September 1990 wurde der Zwei-plus-Vier-Vertrag unterzeichnet. Regierungschefs der vier Staaten waren damals Gorbatschow, Margaret Thatcher, George Bush sen. und François Mitterrand.

Mitterrand (französischer Staatspräsident von 1981 bis 1995) verknüpfte Frankreichs Zustimmung zur Wiedervereinigung mit Kohls Zustimmung zur 'Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion', sprich mit dem Euro.[19] Kohl stimmte zu (sogar ohne vorher mit Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer darüber zu sprechen).[20] Man schuf (wie im Delors-Bericht vorgeschlagen) in drei Schritten die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion:

am 1. Juli 1990 mit der Herstellung des freien Kapitalverkehrs zwischen den EG-Staaten eingeleitet. Nachdem im Vertrag von Maastricht 1992 die rechtlichen Grundlagen für die weitere Umsetzung gelegt worden waren,

  • begann am 1. Januar 1994 die zweite Stufe mit der Gründung des Europäischen Währungsinstituts (EWI, die Vorgängerinstitution der EZB) und der Überprüfung der Haushaltslage der Mitgliedstaaten.
  • Die letzte Stufe wurde am 1. Januar 1999 erreicht mit der Gründung der Europäischen Zentralbank (EZB) und der endgültigen Festlegung der Euro-Wechselkurse der nationalen Währungen. Ab dann waren die Wechselkurse (auch Währungsparitäten genannt) der teilnehmenden Länder unverrückbar festgelegt.

Am 2. Mai 1998 beschlossen Staats- und Regierungschefs der Europäischen Gemeinschaft (darunter Helmut Kohl) in Brüssel die Einführung des Euro.[21] Kohl war bewusst, dass er gegen den Willen einer breiten Bevölkerungsmehrheit handelte. Er verlor die Bundestagswahl am 27. September 1998. In einem 2013 bekanntgewordenen Interview (vom März 2002) sagte Kohl: In einem Fall [Einführung des Euro] war ich wie ein Diktator. Ihm sei klar gewesen, dass das Durchsetzen des Euro Wählerstimmen kosten werde.[22][23]

Parteispendenaffäre und seine Zeit nach der Kanzlerschaft[Bearbeiten]
„Ehrenwort“ für Parteispender[Bearbeiten]

In der CDU-Spendenaffäre nach der verlorenen Bundestagswahl 1998 verschwieg Kohl die Herkunft eines Betrags in Höhe von eineinhalb bis zwei Millionen DM, obwohl er gemäß dem Parteiengesetz, welches er als Bundeskanzler selbst unterzeichnet hatte, und der darin verankerten Publikationspflicht zur Auskunft verpflichtet war. Bis heute nimmt Kohl keine Stellung zu diesem Thema. Seine Argumentation, er habe das Geld von Spendern erhalten, denen er mit „Ehrenwort“ versprochen habe, ihren Namen zu verschweigen, steht im Gegensatz zur geltenden Rechtslage und stieß seinerzeit auf heftige öffentliche Kritik. Für die der CDU durch die anschließende Sperrung der Wahlkampfkostenerstattung entstandenen finanziellen Einbußen kam Kohl mit Geld aus einer privaten Spendenaktion auf.

Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffäre[Bearbeiten]

Ein vom Bundestag eingesetzter Untersuchungsausschuss befasste sich von Dezember 1999 bis Juni 2002 mit der CDU-Spendenaffäre. Die Arbeit des Ausschusses wurde von heftigen parteipolitischen Auseinandersetzungen begleitet. Am 18. Januar 2000 musste Kohl wegen seiner Rolle in der CDU-Finanzaffäre auf den Ehrenvorsitz der CDU verzichten. Wegen des Verdachts der Untreue zum Nachteil seiner Partei eröffnete die Bonner Staatsanwaltschaft 2000 ein Ermittlungsverfahren gegen Kohl, das 2001 gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 300.000 DM wegen geringer Schuld gemäß § 153a StPO eingestellt wurde.

Kohl (links) und Boris Jelzin 2000 auf der Frankfurter Buchmesse
Umstrittener Kirch-Beratervertrag[Bearbeiten]

Im Rahmen von Presseveröffentlichungen zum Insolvenzverfahren des Medienkonzerns Kirch-Gruppe wurde im Jahr 2003 bekannt, dass Kohl zu den Politikern zählte, die Leo Kirch durch umstrittene Beraterverträge an sein Unternehmen gebunden hatte. Kohl hatte nach seiner Kanzlerschaft drei Jahre lang jeweils 600.000 DM erhalten. Seine Leistung sollte dabei „Beratung zu aktuellen sowie strategischen politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa“ sein. Eine Mindestleistung war laut Medienberichten nicht festgeschrieben worden.[24] Kritiker wie Hans Herbert von Arnim wiesen darauf hin, Kirchs Medien- und Fernsehimperium habe während der Kanzlerschaft Kohls von einer besonders Kirch-freundlichen Medienpolitik profitiert. Hans-Christian Ströbele, damals Obmann der Grünen im Parteispenden-Untersuchungsausschuss des Bundestags, meinte dazu, der Beratervertrag lege einen „dringenden Verdacht der nachträglichen Bezahlung von Regierungshandeln“ beziehungsweise Vorteilsannahme nahe.[24] Andere CDU-Politiker mit sehr ähnlichen Kirch-Verträgen nach ihrer Amtszeit waren die ehemaligen Post- und Fernmeldeminister Christian Schwarz-Schilling und Wolfgang Bötsch, deren Tätigkeitsgebiete und Entscheidungen als Minister und Rundfunkräte erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Medienlandschaft, insbesondere auf das für Kirch wichtige Privatfernsehen gehabt hatten. Das Bekanntwerden dieser Vorgänge führte parteiübergreifend zu erheblichen Irritationen und Verdachtsäußerungen, hatte jedoch für Kohl und die anderen Betroffenen letztendlich keine Konsequenzen.[25]

Die „Bundeslöschtage“[Bearbeiten]

Das Verschwinden diverser Akten und einzelner Computerdateien des Kanzleramts zu politisch sensiblen Themen, auch aus dem Bereich der CDU-Spendenaffäre, am Ende seiner Amtszeit wurde zum Gegenstand eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses unter Burkhard Hirsch (FDP).[26][27] Es kam auch zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Diese ergaben jedoch keinen ausreichenden Tatverdacht, um Hauptverfahren gegen einzelne Personen zu erheben, weshalb sie schließlich eingestellt wurden. Laut dem zuständigen Staatsanwalt wurden Datenbestände des Kanzleramts gelöscht, und sechs Aktenbände aus dem Komplex der Ölraffinerie Leuna – bei der Korruption vermutet,[28] aber in Deutschland nicht offiziell untersucht worden war[29] – waren ebenso verschwunden wie einzelne Dokumente über Rüstungs- und Flugzeuggeschäfte und den Verkauf von bundeseigenen Eisenbahnerwohnungen.[26] Diese Vorgänge wurden unter der ironischen Bezeichnung „Bundeslöschtage“ bekannt. Später stellte sich heraus, dass die sechs Leuna-Ordner sowie Akten zu weiteren Privatisierungen als Kopien in mehreren Ministerien vorhanden waren.[30] Bei einem Ortstermin im Kanzleramt konnte die Staatsanwaltschaft teilweise Einsicht in die Unterlagen nehmen.[31] Ein Gutachten der Fraunhofer Gesellschaft aus dem Jahr 2002 kam zu dem Ergebnis, dass sich eine systematische Löschung von Daten im Zusammenhang mit dem Regierungswechsel 1998 nicht belegen lasse.[32]

Um die beabsichtigte Veröffentlichung von Kohls Stasi-Unterlagen kam es in den Jahren 2000 bis 2004 zu einer umfangreichen verwaltungsgerichtlichen Auseinandersetzung (Fall Kohl). Im Ergebnis musste er die Veröffentlichung sensibler Informationen nicht dulden.

Politisches Engagement[Bearbeiten]

Im Wahlkampf zu den Parlamentswahlen in Italien 2006 unterstützte Kohl ausdrücklich seinen Freund, den Herausforderer und ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi, für die Kandidatur des Mitte-links-Bündnisses L’Unione. Obwohl mit der in dem damals amtierenden Bündnis Casa delle Libertà vertretenen Forza Italia des damaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ein Mitglied des von der CDU mitgestalteten Zusammenschlusses Europäische Volkspartei (EVP) kandidierte, erklärte Kohl anlässlich eines Besuchs in Rom: „Ich möchte, dass mein Aufenthalt hier als Unterstützung für Prodi verstanden wird, der ein großer Europäer ist“.[33]

Seit 1990 war Kohl jedes Jahr für den Friedensnobelpreis nominiert worden,[34] im Frühjahr 2007 etwa wurde Kohl von EU-Kommissionspräsident José Manuel Durão Barroso sowie von Michail Gorbatschow für die Auszeichnung vorgeschlagen.[35][36]

Im Juli 2009 legte Kohl seine Ämter in der von seiner verstorbenen Frau gegründeten Hannelore-Kohl-Stiftung nieder; er begründete dies mit einer Übernahme der Stiftung durch Personen, „die in keiner Beziehung zu seiner verstorbenen Frau standen“.[37]

Anlässlich der Feiern zum 20. Jahrestag des Mauerfalls traf sich Kohl am 31. Oktober 2009 im Berliner Friedrichstadt-Palast noch einmal mit seinen damaligen Verhandlungspartnern, dem früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow und dem damaligen US-Präsidenten George Bush senior. Die drei Staatsmänner erinnerten an die dramatischen Tage von damals.[38] Den Festlichkeiten am 9. November 2009 und dem Empfang des Bundespräsidenten für zahlreiche Staatschefs blieb Kohl fern.

Am 25. März 2011 schrieb Kohl in einem Gastbeitrag in der Zeitung Bild einen Artikel, in dem er vor einem zu schnellen Atomausstieg nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima warnt.[39]

Sonstiges Engagement[Bearbeiten]

Kohl engagiert sich für die Aufarbeitung der SED-Diktatur. 1996 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern und Förderern des Bürgerbüros Berlin, eines Vereins zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur, an dessen Gründung neben Bürgerrechtlern wie Bärbel Bohley und Jürgen Fuchs auch Persönlichkeiten wie Ignatz Bubis beteiligt waren. Seit 2003 ist er zudem Gründungsmitglied des Fördervereins der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

Kohl war in den Jahren von 1999 bis 2000 Mitglied im internationalen Beirat der Credit Suisse[40][41] Das zeitnahe Ruhen der Mitgliedschaft wurde in den Medien in unmittelbaren Zusammenhang mit der Spendenaffäre gestellt.[42][43] Im Jahr 1999 gründete Kohl in Ludwigshafen die Politik- und Strategieberatung P&S. Größter Kunde war zunächst KirchMedia.[44]

Privatleben[Bearbeiten]

Helmut Kohl mit Familie in Leipzig, 1975

1960 heiratete Kohl die Fremdsprachensekretärin Hannelore Renner (1933–2001), die er seit 1948 kannte. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Walter (* 1963) und Peter Kohl (* 1965) hervor. In den folgenden Jahrzehnten war Kohl stets darauf bedacht, ein heiles Familienleben zu inszenieren.[45] Seit Beginn der 1970er-Jahre verbrachten seine Frau und er ihren vierwöchigen Sommerurlaub stets in St. Gilgen am Wolfgangsee, Österreich, in den ersten Jahren auch mit den beiden Kindern und immer in demselben Haus direkt am See.[46] Sommerinterviews aus den Ferien und gestellte Pressebilder einer anscheinend intakten Familie gehörten zum Programm.[46] Kohls Sohn Walter korrigierte in einem Buch später dieses Bild.[45] Hannelore Kohl nahm sich am 5. Juli 2001 im Alter von 68 Jahren das Leben,[45] nachdem sie zuvor jahrelang zurückgezogen gelebt hatte, angeblich hatte sie unter einer sogenannten Lichtallergie gelitten.

Rund fünfeinhalb Jahre nach Ende seiner Kanzlerschaft, am 4. März 2004, stellte Kohl den ersten Teil seiner Memoiren unter dem Titel Erinnerungen, 1930–1982 vor. Der zweite Teil über die Regierungsjahre bis 1990 erschien am 3. November 2005, der dritte Teil über die Jahre bis 1994 am 16. November 2007. Ein abschließender vierter Band ist geplant.

Kohl musste sich ab 2007 mehreren schweren Operationen teils komplizierter Erkrankungen unterziehen[47][48][49] und benutzt bei öffentlichen Auftritten einen Rollstuhl.

Helmut Kohl mit seiner zweiten Ehefrau Maike Kohl-Richter, 2009

Am 8. Mai 2008 heirateten er und Maike Richter (* 1964) in der Kapelle einer Reha-Klinik in Heidelberg im engsten Freundeskreis.[50] Die beiden Söhne Walter und Peter waren nicht eingeladen.[51] Trauzeugen waren der Medienunternehmer Leo Kirch und Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Maike Richter hatte Kohl im Kanzleramt kennengelernt, wo die promovierte Volkswirtin von 1994 bis 1998 als Beamtin in der Wirtschaftsabteilung arbeitete. Sie lebt seit 2005 mit Helmut Kohl in einer festen Beziehung.

Im Juli 2013 waren Helmut Kohl und Außenminister Guido Westerwelle Trauzeugen bei der Verpartnerung von Kohls Anwalt Stephan Holthoff-Pförtner und dessen Partner Klaus Sälzer, die am Tegernsee stattfand.[52][53]

Kohl lebt im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim und in Berlin.

Öffentliche Rezeption[Bearbeiten]

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)[Bearbeiten]

Die nach dem Altkanzler benannte
Helmut-Kohl-Rose, eine Teehybride

Witz, Satire und Parodie[Bearbeiten]

Helmut Kohl war häufig Gegenstand von politischem und auch unpolitischem Humor. Eine der nachhaltigsten satirischen Darstellungen des Kanzlers entstammt dem deutschen Satiremagazin Titanic, das den Kanzler birnenförmig inklusive Stängel karikierte[63] – „Birne“ wurde ähnlich wie beim französischen Bürgerkönig Ludwig Philipp ein Schmähwort wie ein karikaturistisches Symbol für Helmut Kohl.

Parodiert wurden seine als mangelhaft geltenden Fremdsprachenkenntnisse und dabei besonders seine Artikulationsversuche in der englischen Sprache, seine extreme Adipositas, seine Volkstümlichkeit wie provinzielle Herkunft (siehe auch Pfälzer Saumagen). Kohl-Imitatoren wie der Parodist Stephan Wald nahmen sich seiner Pfälzer Sprachfärbung an, mitsamt der ihm eigenen hyperkorrigierten Aussprache des sch („Gechichte“). Dieter Hildebrandt mokierte sich in einer Parodie von Matthias Claudius’ Gedicht Abendlied („Der Mond ist aufgegangen“) über Helmut Kohls Angewohnheit, fremde Texte mit eigenen Ideen anzureichern.[64]

Schriften[Bearbeiten]

  • Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945. Dissertation, Universität Heidelberg 1958.
  • Hausputz hinter den Fassaden. Praktikable Reformen in Deutschland. Fromm, Osnabrück 1971, ISBN 3-7729-5015-9.
  • Zwischen Ideologie und Pragmatismus. Aspekte und Ansichten zu Grundfragen der Politik. Verlag Bonn Aktuell, Stuttgart 1973, ISBN 3-87959-014-1.
  • (Hrsg.): Konrad Adenauer 1876/1976. Belser, Stuttgart 1976, ISBN 3-7630-1163-3.
  • (Hrsg.): Der neue Realismus. Außenpolitik nach Iran und Afghanistan. Erb, Düsseldorf 1980, ISBN 3-88458-017-5.
  • (Hrsg.): Die CDU. Porträt einer Volkspartei. Rüber, Schwieberdingen 1981, ISBN 3-922622-02-X.
  • Der Weg zur Wende. Von der Wohlfahrtsgesellschaft zur Leistungsgemeinschaft. Herausgegeben von Dietrich Heissler. Husum-Druck- und Verlags-Gesellschaft, Husum 1983, ISBN 3-88042-190-0.
  • Reden und Berichte der Bundesregierung. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Bonn (zahlreiche Einzelveröffentlichungen).
  • Deutschlands Zukunft in Europa. Reden und Beiträge des Bundeskanzlers. Herausgegeben von Heinrich Seewald. Busse Seewald, Herford 1990, ISBN 3-512-00979-4.
  • Die deutsche Einheit. Reden und Gespräche. Mit einem Vorwort von Michail Gorbatschow. Lübbe, Bergisch Gladbach 1992, ISBN 3-7857-0665-0.
  • Der Kurs der CDU. Reden und Beiträge des Bundesvorsitzenden 1973–1993. Hrsg. von Peter Hintze und Gerd Langguth. DVA, Stuttgart 1993, ISBN 3-421-06659-0.
  • „Ich wollte Deutschlands Einheit.“ Dargestellt von Kai Diekmann und Ralf Georg Reuth. Propyläen, Berlin 1996, ISBN 3-549-05597-8; Ullstein, Berlin 2010, ISBN 978-3-548-37349-2.
  • Mein Tagebuch 1998–2000. Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-27241-5.
  • Erinnerungen. 1930–1982. Droemer Knaur, München 2004, ISBN 3-426-27218-0.
  • Erinnerungen. 1982–1990. Droemer Knaur, München 2005, ISBN 3-426-27320-9.
  • Erinnerungen. 1990–1994. Droemer Knaur, München 2007, ISBN 978-3-426-27408-8.
  • Vom Mauerfall zur Wiedervereinigung. Meine Erinnerungen. Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2009, ISBN 978-3-426-78336-8.
  • Berichte zur Lage 1989–1998. Der Kanzler und Parteivorsitzende im Bundesvorstand der CDU Deutschlands. Bearbeitet von Günter Buchstab und Hans-Otto Kleinmann, Droste Verlag, Düsseldorf 2012, ISBN 978-3-7700-1915-1.

Literatur[Bearbeiten]

Filme:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Helmut Kohl – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. Ex-Kanzler gehört zum Gremium einer Schweizer Großbank rp-online.de, 17. Februar 2001, abgerufen am 31. Mai 2013
  2. Credit Suisse-Gewinn gesteigert manager-magazin.de, 13. März 2001, abgerufen am 30. Mai 2013
  3. Vertragspartner-Kirch, Kohl und der Kredit 19. April 2003, abgerufen am 30. Mai 2013
  4. Vertragspartner-Kirch, Kohl und der Kredit 19. April 2003, abgerufen am 30. Mai 2013
  5. Helmut Kohls Schwester ist tot. netzeitung.de. 29. September 2003. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  6. a b c d e f Würdigung: 80. Geburtstag Helmut Kohl. Konrad Adenauer Stiftung. 2010. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  7. a b Walter Kohl und die große Abrechnung mit dem Vater. Welt Online. 24. Januar 2011. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  8. a b Helmut Kohl: Erinnerungen. 1930–1982. Droemer Knaur, München 2004, ISBN 3-426-27218-0, S. 38–39
  9. Helmut Kohl – Jugendjahre und erste politische Erfahrungen 1930–1959. Konrad-Adenauer-Stiftung. Abgerufen am 20. August 2012
  10. The Times, Roger Berthoud: Strauss begins to groom himself for Chancellorship, 18. Oktober 1969, S. 6. Übersetzt aus dem Englischen
  11. Financial Times England: Survey: Helmut Kohl, 19. Oktober 1981, S. VII. Übersetzt aus dem Englischen
  12. Manfred Görtemaker: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Von der Gründung bis zur Gegenwart. C.H. Beck, München 1999, S. 592–596; Henning Köhler: Deutschland auf dem Weg zu sich selbst. Eine Jahrhundertgeschichte. Hohenheim-Verlag, Stuttgart 2002, S. 628–632.
  13. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-08/Kohls-Sohn-Kritik-Auslaenderpolitik
  14. Helmut Kohl trifft in Israel ein und spricht von der „Gnade der späten Geburt“. DeutschlandRadio. 24. Januar 2004. Abgerufen am 27. Januar 2012.
  15. Honecker in Bonn - 07. bis 11. September 1987. Die DDR im WWW. Abgerufen am 27. Januar 2012.
  16. Jan Schönfelder und Rainer Erices, Westbesuch. Die geheime DDR-Reise von Helmut Kohl. Bussert & Stadeler, Quedlinburg 2006.
  17. Registrierte Arbeitslose, Arbeitslosenquote (nach Gebietsstand) bei destatis.de (Statistisches Bundesamt)
  18. Unwort „Unwort“ bei spiegel.de Überfremdung, kollektiver Freizeitpark, ethnische Säuberung - gibt es eine böse Sprache?
  19. Mitterrand forderte Euro als Gegenleistung für die Einheit, Artikel vom 25. September 2010 im Portal Spiegel-Online, abgerufen am 10. Juli 2011
  20. spiegel.de 2. März 1998: Weg ohne Wiederkehr. - Hinter der Fassade ihrer deutsch-französischen Freundschaft haben Helmut Kohl und François Mitterrand erbittert um Einheit und Euro gerungen, wie jetzt neue Dokumente aus dem Kanzleramt zeigen. War die Aufgabe der D-Mark der Preis für die Wiedervereinigung?
  21. Jens Peter Paul (Dissertation, 2007): Bilanz einer gescheiterten Kommunikation. Fallstudien zur deutschen Entstehungsgeschichte des Euro und ihrer demokratietheoretischen Qualität Volltext (pdf, 344 S.; 6,3 MB)
  22. Dissertation, Seite 293
  23. hsg.de: Euro
  24. a b ARD veröffentlicht Kohls Beratervertrag bei Kirch. FAZ, 31. Juli 2007
  25. Marcel Rosenbach, Christoph Schult: Wie geschmiert. Der Spiegel, 19. April 2003
  26. a b Daten gelöscht, Verfahren eingestellt. Die Zeit, Nr. 9, 19. Februar 2004
  27. Burkhard Hirsch: Bericht über Ermittlungen des Bundeskanzleramts zu ausgewählten Sachbereichen. S. 5–10, Berlin, 21. Juli 2000
  28. Johannes Ludwig: Webseite zum Buch Investigativer Journalismus.
  29. Thomas Kleine-Brockhoff: Aus Mangel an Courage Die Zeit 28/2001, 5. Juli 2001
  30. „Bundeslöschtage“ sind eine Legende. Berliner Morgenpost. 4. Oktober 2003. Abgerufen am 25. Januar 2013.
  31. „Bundeslöschtage“? Akten des Kanzleramts doch nicht vernichtet. Die Welt. 15. April 2002. Abgerufen am 25. Januar 2013.
  32. Gutachten: Es gab keine „Bundeslöschtage“. Die Welt. 25. August 2002. Abgerufen am 25. Januar 2013.
  33. Kohl unterstützt Berlusconi-Gegner. Focus Online. 28. Februar 2006. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  34. Dissidenten, Philosophen und Silvio Berlusconi. Spiegel Online. 8. Oktober 2009. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  35. Kein Nobelpreis für Kohl. Spiegel Online. 21. April 2007. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  36. Gorbatschow schlägt Kohl vor. Focus Online. 12. Juni 2007. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  37. Helmut Kohl verlässt Stiftung seiner verstorbenen Frau. Spiegel Online. 1. Juli 2009. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  38. Der große Auftritt des gezeichneten Helmut Kohl. Welt Online. 1. November 2009. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  39. Warum wir die Kern-Energie (noch) brauchen. Bild. 25. März 2011. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  40. Ex-Kanzler gehört zum Gremium einer Schweizer Großbank. Rheinische Post. 17. Februar 2001. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  41. Credit Suisse-Gewinn gesteigert. manager magazin online. 13. März 2001. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  42. Beiratsmitglied Kohl wird der „Credit Suisse“ peinlich. Der Tagesspiegel. 10. Februar 2000. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  43. Auf dem Basar der Beziehungen. Handelszeitung. 17. November 2010. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  44. Vertragspartner: Kirch, Kohl und der Kredit. Focus Online. 19. April 2003. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  45. a b c Kampf um Helmut Kohl. Spiegel Online. 26. Januar 2011. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  46. a b Helmut Kohl und der Wolfgangsee. nachrichten.at. 31. März 2010. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  47. Kein Zorn auf Thierse und keine Rache. Der Tagesspiegel. 16. November 2007. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  48. Helmut Kohl wird 80 Jahre alt. Kölner Stadt-Anzeiger. 30. März 2010. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  49. Ex-Kanzler Kohl tritt wieder öffentlich auf. nachrichten.t-online.de. 31. März 2009. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  50. Kohls Söhne fehlten beim Jawort. Spiegel Online. 13. Mai 2008. Abgerufen am 27. Januar 2012.
  51. „Du musst stehen“. Bild. 6. August 2008. Abgerufen am 27. Januar 2012.
  52. queer.de:Helmut Kohl Trauzeuge bei Verpartnerung, Die Presse: Deutscher Altkanzler Kohl Trauzeuge bei Homo-Hochzeit
  53. [1], Focus, 19. Juli 2013
  54. a b Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,59 MB)
  55. Helmut Kohl - Orden und Ehrenzeichen. Konrad Adenauer Stiftung. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  56. Kohl Ehrenbürger seines Urlaubsortes am Wolfgangsee. Hamburger Abendblatt. 2. August 1985. Abgerufen am 1. Februar 2012.
  57. Peres erhält Ritterwürde. Israelnetz. 21. November 2008. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  58. „Helmut Kohl ist und bleibt ein Denkmal“. Bild. 27. April 2010. Abgerufen am 1. Februar 2012.
  59. Altkanzler Kohl spendet eine Million Euro Preisgeld. Hamburger Abendblatt. 22. Juni 2010. Abgerufen am 1. Februar 2012.
  60. Altkanzler Helmut Kohl erhält Henry-Kissinger-Preis. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. Mai 2011. Abgerufen am 1. Februar 2012.
  61. Festakt der Konrad-Adenauer-Stiftung für Helmut Kohl: „Kanzler der Einheit - Ehrenbürger Europas - 1. Oktober 1982: Beginn der Ära Kohl“.. phoenix. 27. September 2012. Abgerufen am 27. September 2012.
  62. Kohl auf Kleinformat: Merkel enthüllt Sonderbriefmarke. spiegel-online. 27. September 2012. Abgerufen am 27. September 2012.
  63. vgl. z.B. Helmut Kohl, Kuchenkanzler einestages.spiegel.de, abgerufen am 23. Juni 2013
  64. Der Mond ist aufgegangen. Dieter Hildebrand. Abgerufen am 1. Februar 2012.
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