Helmut Kohl

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Dieser Artikel behandelt den ehemaligen deutschen Bundeskanzler. Zum österreichischen Fußballschiedsrichter siehe Helmut Kohl (Schiedsrichter).
Helmut Kohl als Bundeskanzler (1989)
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Helmut Josef Michael Kohl (* 3. April 1930 in Ludwigshafen am Rhein; † 16. Juni 2017 ebenda) war ein deutscher Politiker der CDU. Er war von 1969 bis 1976 dritter Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und als sechster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1982 bis 1998 der Amtsinhaber mit der bisher längsten Amtszeit. Von 1973 bis 1998 war er Bundesvorsitzender, danach bis 2000 Ehrenvorsitzender seiner Partei.

In der Oppositionsrolle nach der verlorenen Bundestagswahl 1969 formte er die Partei zu einer Mitgliederpartei um. Bei der 1976 erzielte die CDU/CSU mit Kohl als Spitzenkandidat das bis dahin zweitbeste Ergebnis bei Bundestagswahlen, konnte aber die Regierung Schmidt nicht ablösen. Kohl gab sein Amt als Ministerpräsident auf und übernahm als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion die Rolle des Oppositionsführers im Deutschen Bundestag.

Nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition wurde er am 1. Oktober 1982 durch ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt zum Bundeskanzler gewählt. Kohl gestaltete den Prozess der deutschen Wiedervereinigung 1989/1990 entscheidend mit und gilt als ein Motor der europäischen Integration, die in den 1990er Jahren zur Bildung der Europäischen Union und zur Einführung des Euro führte.

Umstritten blieb er wegen seiner Rolle in der CDU-Spendenaffäre. Nach dem Ende seiner politischen Karriere war er kurzzeitig als Unternehmensberater tätig.

Herkunft, Studium und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab der Familie Kohl in Ludwigshafen-Friesenheim

Helmut Kohl wurde 1930 als drittes Kind des Finanzbeamten Hans Kohl (1887–1975) und dessen Frau Cäcilie (1891–1979, geborene Schnur) im Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim geboren, wo er zusammen mit seiner Schwester Hildegard (1922–2003) und seinem Bruder Walter (1926–1944) in einer konservativ-katholisch geprägten Familie aufwuchs. Dort steht sein Geburtshaus in der Hohenzollernstraße; auf dem Friesenheimer Friedhof befindet sich das Familiengrab, in dem neben Kohls Eltern im Jahr 2001 auch seine erste Ehefrau Hannelore Kohl beigesetzt wurde.

Eines der einschneidendsten Ereignisse in der Jugend Kohls war der frühe Tod seines Bruders Ende November 1944 als Soldat bei einem Tieffliegerangriff in Haltern (Kreis Recklinghausen).[1]

Kohl besuchte ab dem 1. April 1936 in Friesenheim die Rupprechtschule in der Nietzschestraße und ab 1940 die Oberrealschule. Im Jahre 1944 wurde er zum Dienst in einem Ludwigshafener Feuerlöschtrupp herangezogen. Mit der Kinderlandverschickung gelangte er nach Erbach im Odenwald und später nach Berchtesgaden.[1] Dort erhielt er als Mitglied der Hitlerjugend eine vormilitärische Ausbildung, zum Einsatz als Flakhelfer kam es nicht mehr.[2] Von Berchtesgaden ging er ab Ende April 1945 mit drei Schulkameraden zu Fuß nach Ludwigshafen, wo er im Juni ankam. Da die Oberrealschule zunächst geschlossen war, begann Kohl im August 1945 eine landwirtschaftliche Lehre. Im November 1945 kehrte er an seine Schule zurück und legte dort im März 1950 das Abitur ab.[1]

Zum Sommersemester 1950 begann er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Rechtswissenschaft und Geschichte zu studieren. Zum Wintersemester 1951/52 wechselte er an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, an der er Geschichte und Staatswissenschaften studierte. Während seines Studiums war er Mitglied der Studentenorganisation AIESEC.[3] Von 1956 bis 1958 war Kohl Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Alfred-Weber-Institut der Universität.[1] 1958 wurde er mit einer Dissertation bei Walther Peter Fuchs zum Dr. phil. promoviert. Anschließend wurde er in seiner Heimatstadt Direktionsassistent bei einer Eisengießerei und 1959 Referent beim Verband der Chemischen Industrie.

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funktionen in der Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon als Schüler trat Kohl 1946 der CDU bei und war anschließend 1947 Mitbegründer der Jungen Union in seiner Heimatstadt Ludwigshafen. Seine politischen Aktivitäten verfolgte er auch während seines Studiums. 1959 wurde er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Ludwigshafen.

Auf Landesebene wurde er 1953 Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der CDU in der Pfalz, 1954 stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Rheinland-Pfalz, 1955 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Rheinland-Pfalz und von März 1966 bis September 1974 deren Landesvorsitzender.[4] In dieser Funktion war er zugleich Mitglied des Bundesvorstandes der CDU, in dem er im November 1966 als Einziger gegen den Beschluss zur Großen Koalition und zur Einführung des gegen die FDP gerichteten Mehrheitswahlrechts auf Bundesebene stimmte.[5]

1969 wurde Kohl Stellvertretender Bundesvorsitzender und von 1973 bis 1998 Parteivorsitzender der CDU, länger als jeder andere Vorsitzende bisher. In dieser Zeit entwickelte sich die Volkspartei CDU von einer „Wählerpartei“ zu einer „Mitgliederpartei“ mit einem Maximum der Mitgliederzahl kurz nach der „Wende 1982“ sowie einem noch höheren Maximum nach der Vereinigung mit der Ost-CDU 1990; danach gingen die Zahlen jeweils wieder zurück.

Von 1998 bis 2000 war er Ehrenvorsitzender der CDU.

Ein wichtiger Förderer Helmut Kohls war der Industrielle Fritz Ries.

Landtagsabgeordneter und Ministerpräsident[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmut Kohl in Ludwigshafen (1969)

1959 wurde er als Abgeordneter in den rheinland-pfälzischen Landtag gewählt, in dem er ab 1963 CDU-Fraktionsvorsitzender war. Neben seinem Landtagsmandat war er überdies von 1960 bis 1970 Mitglied des Rates der Stadt Ludwigshafen,[6] davon 1960 bis 1969 als Vorsitzender.[7]

Mit seiner Wahl zum Landesvorsitzenden der CDU Rheinland-Pfalz 1966 galt Kohl auch als designierter Nachfolger Peter Altmeiers im Amt des Ministerpräsidenten. Nach der Landtagswahl am 23. April 1967 wurde Altmeier zwar noch einmal als Ministerpräsident wiedergewählt, trat jedoch zur Mitte der Legislaturperiode zurück. Am 19. Mai 1969 wurde Kohl zu seinem Nachfolger gewählt. Bei den Landtagswahlen 1971 und 1975 erzielte er zweimal die absolute Mehrheit, sein Gegenkandidat war beide Male Wilhelm Dröscher (SPD).[8]

Kabinett Kohl I (Rheinland-Pfalz), Kabinett Kohl II (Rheinland-Pfalz), Kabinett Kohl III (Rheinland-Pfalz)

In seiner Amtszeit stellte er die Weichen für die Modernisierung des in der Bundesrepublik als rückständig wahrgenommenen Bundeslandes; wichtige Entscheidungen waren die Gebietsreform und die Gründung der Universität Trier-Kaiserslautern (heute: Universität Trier, Technische Universität Kaiserslautern).[9] Gleichzeitig beschleunigte sich der Strukturwandel im weitgehend noch sehr ländlich geprägten Bundesland. Im Bereich des Schulwesens wurden auf der Ebene der Grundschulen die Konfessionsschulen, an denen die CDU auf Betreiben der katholischen Kirche jahrelang festgehalten hatte, durch Gemeinschaftsschulen ersetzt, an denen Schüler aller Konfessionen gemeinsam unterrichtet werden.

1971 kandidierte Kohl für die Nachfolge Kurt Georg Kiesingers als CDU-Bundesvorsitzender. Bei dieser Wahl unterlag er Rainer Barzel, dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Oppositionsführer im Deutschen Bundestag.

Nachdem Barzel 1972 zweimal mit dem Versuch gescheitert war, Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) abzulösen (im April im Rahmen eines Misstrauensvotums sowie als Kanzlerkandidat im November), trat er 1973 als CDU-Vorsitzender zurück. Kohl kandidierte 1973 erneut und wurde, diesmal ohne Gegenkandidat, gewählt.

1976 brachte die Bundesregierung die sogenannten „Polenverträge“ in die Gesetzgebung ein. Vereinbart war eine Globalentschädigung für in Polen lebende ehemalige KZ-Häftlinge sowie Kreditzusagen an Polen; im Gegenzug gab es polnische Zusagen über Ausreisegenehmigungen für deutschstämmige Bürger. Die CDU/CSU lehnte die entsprechenden Gesetze im Bundestag ab.[10] Da sie auch die Zustimmung des damals unionsdominierten Bundesrates benötigten, organisierte Kohl im März 1976 gegen erhebliche Widerstände die Zustimmung aller unionsgeführten Bundesländer, so dass die Gesetze in Kraft treten konnten.[11]

Oppositionsführer im Deutschen Bundestag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kohl und Strauß auf dem CSU-Wahlparteitag 1976 in München

Kohl war von 1976 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er kandidierte im Bundestagswahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal, den er 1990 und 1994 als Direktkandidat gewann; bei den übrigen Wahlen zog er über die CDU-Landesliste Rheinland-Pfalz in den Bundestag ein.

Bei der Bundestagswahl 1976 am 3. Oktober trat Kohl erstmals als Kanzlerkandidat für die CDU/CSU an und erzielte mit 48,6 Prozent der Stimmen das bis dahin zweitbeste Wahlergebnis, verfehlte jedoch knapp die absolute Mehrheit. Kohl trat als Ministerpräsident zurück und wurde am 13. Dezember als Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Oppositionsführer. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wurde am 2. Dezember 1976 Bernhard Vogel.

Einige Wochen nach der Bundestagswahl versuchte die CSU am 19. November auf Betreiben ihres Vorsitzenden Franz Josef Strauß mit den Beschlüssen von Wildbad Kreuth („Kreuther Trennungsbeschluss“), die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Bundestag aufzukündigen, jedoch konnte Kohl mit der Gegendrohung, die CDU auf Bayern auszudehnen, die Fortführung durchsetzen.[12] In den folgenden Jahren kam es zwischen Kohl und Strauß, ab 1978 auch bayerischer Ministerpräsident, zu heftigen Auseinandersetzungen um die Führungsrolle in der Union. Strauß sprach Kohl des Öfteren öffentlich Führungsqualitäten und die Befähigung für das Amt des Bundeskanzlers ab (Wienerwald-Rede). Für die Bundestagswahl 1980 verzichtete Kohl auf eine erneute eigene Kandidatur als Bundeskanzler. Der von ihm favorisierte niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht unterlag bei der Wahl des Kanzlerkandidaten in der CDU/CSU-Fraktion gegen Strauß, den Kohl daraufhin loyal unterstützte.[13]

Der Verzicht auf eine eigene Kandidatur erwies sich im Nachhinein als kluger politischer Schachzug Kohls, da er überzeugt war, dass Strauß als Bundeskanzler für die Mehrheit der Deutschen nicht wählbar war. Kohls Kalkül ging auf; Strauß erzielte 1980 das bis dahin schlechteste Wahlergebnis der Union bei einer Bundestagswahl nach 1949. Als bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender hielt er sich im weiteren mit Kritik an Kohl zurück, der in Bonn Oppositionsführer blieb.

Strauß profilierte sich weiterhin auf dem rechten Flügel der Union; Kohl dagegen versuchte durch einen gemäßigten Kurs die Mitte anzusprechen und die FDP aus der Koalition mit der SPD zu lösen. Die „geistig-moralische Wende“ war ein zu jener Zeit von Kohl in den politischen Diskurs eingeführtes Schlagwort für die Motivation eines Politikwechsels. Für politische Beobachter erwies es sich als schwierig, eine Verknüpfung dieses unscharfen Begriffs zu konkreten Entscheidungen seiner späteren Regierungszeit herzustellen. Im Zusammenhang mit den späteren Affären wurde er von Gegnern Kohls als Kampfbegriff gegen ihn gerichtet.[14]

Bundeskanzler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. September 1982 zerbrach die von Bundeskanzler Helmut Schmidt geführte sozialliberale Koalition am Streit über die künftige Wirtschafts- und Sozialpolitik. Anlass für den Bruch war u. a. ein Konzeptpapier der FDP zur Überwindung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, das von Otto Graf Lambsdorff ausgearbeitet worden war und neoliberale Positionen zur Reform des Arbeitsmarkts enthielt.[15] Am 20. September nahmen FDP und CDU/CSU Koalitionsgespräche auf.

Kohl wurde für das Amt des Bundeskanzlers nominiert und am 1. Oktober 1982 durch das erste erfolgreiche konstruktive Misstrauensvotum in der Geschichte des Bundestages gegen den amtierenden Bundeskanzler Helmut Schmidt zum sechsten Bundeskanzler gewählt (Kabinett Kohl I). Bundesaußenminister und Vizekanzler wurde, wie bereits in der sozialliberalen Koalition, Hans-Dietrich Genscher. Der Koalitionswechsel war innerhalb der FDP sehr umstritten.

Die ersten Jahre der Kanzlerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1982–1987[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Kohl im Bundestagswahlkampf 1983

Da die FDP mit einer Koalitionsaussage zugunsten der SPD in den Wahlkampf 1980 gegangen war und Kohls Kanzlerschaft nicht aus Bundestagswahlen hervorgegangen war, gab es Zweifel an der demokratischen Grundlage des Machtwechsels, obwohl ein derartiger Wechsel im Grundgesetz vorgesehen ist. Darum stellte Kohl im Bundestag die Vertrauensfrage, über die am 17. Dezember 1982 entschieden wurde. Die Mehrzahl der Abgeordneten der Regierungskoalition enthielt sich vereinbarungsgemäß der Stimme, wodurch – wie gewünscht – der Bundeskanzler keine Mehrheit erhielt und damit dem Bundespräsidenten nach Art. 68 GG die Auflösung des Parlamentes vorgeschlagen werden konnte. Nach längerem Zögern entschied sich Bundespräsident Karl Carstens im Januar 1983 für die Auflösung des Bundestags und die Ausschreibung von vorgezogenen Neuwahlen für den 6. März 1983. Gegen diese Vorgehensweise klagten einige Abgeordnete vor dem Bundesverfassungsgericht. Dieses entschied, dass die Auflösung des Bundestages verfassungsgemäß erfolgt sei.

Bei der Bundestagswahl 1983 am 6. März gewann die Regierungskoalition mit Gewinnen für die CDU/CSU (48,8 %, +4,3 Prozentpunkte) und deutlichen Verlusten für die FDP (7,0 %, −3,6 Prozentpunkte) die Mehrheit der Sitze im Bundestag. Kohl, der zwischen 1976 und 1998 sechsmal als Kanzlerkandidat antrat, erzielte sein bestes Wahlergebnis und außerdem das zweitbeste der Unionsparteien in der Geschichte der Bundesrepublik gegen den sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Hans-Jochen Vogel.

Trotz des jahrelangen christdemokratischen Widerstands gegen die Ostpolitik der sozialliberalen Regierung setzte die Regierung Kohl die Außen- und Deutschlandpolitik der vorangegangenen Regierung Schmidt in den wesentlichen Zügen fort. Zur Verhinderung einer Zahlungsunfähigkeit erhielt die DDR-Regierung durch Vermittlung des CSU-Vorsitzenden Strauß einen Milliardenkredit. Als Gegenleistung beseitigte die DDR-Regierung ab 1984 nach und nach die Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze und erteilte in großzügigerer Weise Ausreisegenehmigungen für Übersiedler aus der DDR in die Bundesrepublik.[16] Im Gegensatz zu seinen späteren Gegenkandidaten Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder sah Kohl während der gesamten Zeit vor 1989 eine mögliche Deutsche Wiedervereinigung als wichtiges politisches Ziel an; dementsprechend lehnte er auch, anders als Lafontaine, die Anerkennung einer eigenständigen DDR-Staatsbürgerschaft neben der Deutschen Staatsangehörigkeit konsequent ab.

Problemfördernd erwies sich die westdeutsche Auffassung des besonderen rechtlichen Charakters der innerdeutschen Beziehungen, als Mitte der 1980er Jahre in stark zunehmendem Maße Asylsuchende aus Afrika und Südasien über Ost-Berlin unkontrolliert nach West-Berlin einreisten; erst nach zahlreichen Initiativen der Regierung als auch der SPD-Opposition leistete die DDR einen Beitrag zur Eindämmung des Zustroms.[17]

In der Wirtschafts- und Sozialpolitik fand eine Wende in der Art, wie sie die FDP in ihrem Konzeptpapier 1982 gefordert hatte, nicht statt.[18] Neben kleineren Einschnitten in der Sozialpolitik wurden durch Kohls langjährigen Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm erstmals Kindererziehungszeiten bei der Berechnung des gesetzlichen Rentenanspruchs angerechnet sowie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Möglichkeiten des Vorruhestands eingeführt, um der hohen Arbeitslosigkeit zu begegnen.[19] Bis 1989 konnten die Staatsquote und die Inflationsrate dauerhaft gesenkt werden.[20]

In der Medienpolitik forcierte die Bundesregierung die Breitbandverkabelung. 1984 startete in Kohls Heimatstadt Ludwigshafen das erste deutsche Kabelfernsehen, in der Folgezeit kamen zahlreiche Privatsender auf den Markt.

In den ersten Jahren seiner Amtszeit setzte Kohl den noch unter der Regierung Schmidt gefassten NATO-Doppelbeschluss durch, der die Aufstellung neuer Atomwaffen in Westeuropa vorsah als Druckmittel, um die Sowjetunion zu Verhandlungen zur Begrenzung der atomaren Rüstung zu bewegen. Der Doppelbeschluss traf auf scharfen Widerstand insbesondere der Friedensbewegung. In der Kießling-Affäre 1983, in der Ermittlungspannen und strukturelle Probleme des Militärischen Abschirmdiensts der Bundeswehr deutlich wurden, stützte Kohl den in die Kritik geratenen Bundesverteidigungsminister Manfred Wörner.[21]

Wichtige umweltpolitische Entscheidungen waren die Einführung des obligatorischen Abgaskatalysators für Pkw und der Rauchgasentschwefelung für alle Kohlekraftwerke. Wenige Wochen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl berief Kohl im Juni 1986 erstmals einen Bundesumweltminister in sein Kabinett. In der Amtszeit Kohls wurden erstmals keine neuen Kernkraftwerke in Deutschland geplant, in Planung befindliche jedoch fertiggestellt und in Betrieb genommen.

Die Bundesrepublik Deutschland vereinbarte als eines der fünf ersten Staaten das Schengener Übereinkommen von 1985 über den Abbau der Grenzkontrollen in der EU.

Gedenkplatte vor dem Beinhaus von Douaumont in Erinnerung an das Treffen zwischen François Mitterrand und Helmut Kohl im Jahr 1984

Die Ausländerpolitik war durch die Diskussion darüber gekennzeichnet, ob die Bundesrepublik ein Einwanderungsland sei. Die Zahl ausländischer Bürger stieg besonders durch den Familiennachzug an. Die Regierung versuchte dem durch die Umsetzung von Maßnahmen zur Rückkehrförderung entgegenzuwirken, die schon von der sozialliberalen Vorgängerregierung beschlossen worden waren.[22]

Vor dem israelischen Parlament, der Knesset, sprach Kohl am 24. Januar 1984 über die ihm zuteilgewordene „Gnade der späten Geburt“, der Satz selbst stammte von Günter Gaus.[23]

Am 22. September 1984 trafen sich Kohl und der französische Staatspräsident François Mitterrand am Ort der Schlacht um Verdun von 1916, um gemeinsam der Toten der beiden Weltkriege zu gedenken. Der minutenlange Händedruck beider Politiker wurde ein Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung. Kohl und Mitterrand wurde in den folgenden Jahren ein besonders enges Vertrauensverhältnis nachgesagt. Sie brachten gemeinsame Projekte wie die Deutsch-Französische Brigade, das Eurokorps und den Fernsehsender Arte auf den Weg. Auch Fortschritte der europäischen Einigung wie der Vertrag von Maastricht (1992) und die Einführung des Euro (1999) wurden wesentlich der engen deutsch-französischen Zusammenarbeit zugeschrieben.

Am 5. Mai 1985 legte Kohl gemeinsam mit US-Präsident Ronald Reagan in Bitburg einen Kranz auf dem dortigen Soldatenfriedhof nieder. Dies wurde in Teilen der deutschen und amerikanischen Öffentlichkeit heftig diskutiert, weil dort auch Angehörige der Waffen-SS beerdigt sind.

Im Zuge der Flick-Affäre um verdeckte Parteispenden des Flick-Konzerns wurde bekannt, dass Kohl zwischen 1974 und 1980 für die CDU 565.000 DM erhalten hatte. Im Untersuchungsausschuss des Bundestags und des Mainzer Landtags sagte er die Unwahrheit in Bezug auf seine Kenntnis des Zwecks einer Staatsbürgerlichen Vereinigung als Spendenbeschaffungsanlage und entging nach einer Anzeige von Otto Schily nur knapp einem Strafverfahren wegen uneidlicher Falschaussage.[24][25] CDU-Generalsekretär Heiner Geißler verteidigte ihn in einer Fernsehsendung mit dem berühmt gewordenen Kommentar, Kohl habe wohl einen „Blackout“ gehabt; seit dieser Zeit galt das Verhältnis beider Politiker zueinander als getrübt.[26]

1987–1989[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Honecker in Bonn (1987)

Bei der Bundestagswahl 1987 am 25. Januar verlor die CDU/CSU Stimmanteile (- 4,5 %); dennoch behielt die Regierungskoalition die Mehrheit und Kohl wurde im Amt bestätigt (Kabinett Kohl III). Gegenkandidat der SPD war der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau.

Nach jahrelangen Verhandlungen konnte 1987 erstmals ein Besuch eines DDR-Staatsoberhaupts in Westdeutschland stattfinden. Erich Honecker, Staatsratsvorsitzender und Generalsekretär des ZK der SED, besuchte die Bundesrepublik vom 7. bis 11. September 1987 und traf mit Kohl in Bonn zusammen.[27] Dabei sprach er eine Einladung zu einem offiziellen Besuch der DDR an Kohl aus. Da er aber aus statusrechtlichen Gründen Ost-Berlin, das nach westdeutscher Auffassung nicht Teil der DDR war, nicht offiziell besuchen konnte, unternahm Kohl als erster deutscher Bundeskanzler eine Privatreise in die DDR mit seiner Frau und dem Sohn Peter – vereinbarungsgemäß ohne Ankündigung und Journalistenbegleitung, dafür war er frei in der Auswahl der Reiseroute. Später bezeichnete er diese Reise als eine der bewegendsten seines Lebens.[28][29]

Ein wichtiges innenpolitisches Thema des dritten Kabinetts Kohl wurde die Reform des Einkommensteuerrechts unter Federführung der Bundesfinanzminister Gerhard Stoltenberg und Theo Waigel. In einer mehrstufigen Steuerreform wurden die unter der Regierung Schmidt auf einen historischen Höchststand gekletterten Einkommensteuersätze gesenkt und 1990 ein linear-progressiver Tarif eingeführt, der den sogenannten „Mittelstandsbauch“ im Steuerrecht beseitigte. Die Steuersenkung und die Kosten der sozialpolitischen Maßnahmen führten zu einem Anstieg der Staatsverschuldung, die nach zwischenzeitlichem Rückgang 1989 wieder den Stand zur Zeit der Regierung Schmidt erreichte.[30]

Nach einer Serie schlechter Landtagswahlergebnisse formierte sich auf dem CDU-Parteitag in Bremen im September 1989 eine innerparteiliche Opposition um Lothar Späth, Rita Süssmuth und Heiner Geißler, der auf dem Parteitag als CDU-Generalsekretär abgelöst wurde. Kohl behielt die Oberhand und wurde mit dem schlechtesten Wahlergebnis aller bisherigen Parteitage zum Bundesvorsitzenden wiedergewählt.

Kanzler der Einheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modrow, Krack, Momper, Kohl und Genscher bei der Öffnung des Brandenburger Tores am 22. Dezember 1989
Hannelore und Helmut Kohl am 3. Oktober 1990 vor dem Reichstag

Als sich der Zusammenbruch der DDR abzeichnete und die Berliner Mauer am 9. November 1989 gefallen war, legte Kohl ohne vorherige Absprache mit dem Koalitionspartner, dem Kabinett und den westlichen Bündnispartnern am 28. November 1989 im Deutschen Bundestag das überraschende Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas vor. Als Alternative fand auch das Zwei-Staaten-Konzept von Lafontaine Beachtung, nach dem die Bundesrepublik Beiträge zur Stabilisierung der DDR-Wirtschaft erbringen sollte.[31]

Am 18. Mai 1990 wurde der Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion mit der DDR unterzeichnet, die am 1. Juli in Kraft trat. In der Frage des Umtauschkurses der wegfallenden Mark der DDR in die Deutsche Mark setzte Kohl aus politischen Erwägungen den – finanzwirtschaftlich unrealistischen – Kurs von von 1:1 bei Löhnen, Gehältern, Mieten und Renten durch.[32][33] Dies erwies sich später als starke Belastung für die Betriebe der neuen Bundesländer. In diesem Zusammenhang prägte Kohl die Metapher der „blühenden Landschaften“ für den erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung Ostdeutschlands.[34]

Mit Hans-Dietrich Genscher und Lothar de Maizière erreichte Kohl in den sogenannten Zwei-plus-Vier-Gesprächen die Zustimmung der Vier Mächte zur Wiedervereinigung Deutschlands und die Einbindung des wiedervereinigten Deutschlands in die NATO. Am 12. September 1990 wurde in Moskau der Zwei-plus-Vier-Vertrag unterzeichnet; die maßgeblichen Politiker der vier Großmächte waren damals Gorbatschow, Margaret Thatcher, George H. W. Bush und François Mitterrand.

Obwohl die Frage der deutschen Ostgrenze im Zwei-plus-Vier-Vertrag abschließend geregelt war, sah Kohl die Wichtigkeit der deutsch-polnischen Aussöhnung. Noch im November schloss er für das vereinigte Deutschland mit Polen den Deutsch-polnischen Grenzvertrag ab, der die Gültigkeit der Oder-Neiße-Grenze bilateral festschrieb. 1991 folgte der Deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag.

Bei der Entscheidung über den sogenannten Hauptstadtbeschluss am 20. Juni 1991 stimmte Kohl für den Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin. Er veranlasste den Bau des neuen Bundeskanzleramts, den erst sein Nachfolger Gerhard Schröder beziehen konnte.

Bereits in seiner ersten Regierungserklärung regte Kohl 1982 den Aufbau einer Sammlung zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn an.[35] Im Jahre 1990 wurde zu diesem Zweck die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gegründet, die 1994 das Haus der Geschichte in Bonn eröffnete und Träger weiterer Gedenkstätten ist.

Kanzler des wiedervereinigten Deutschlands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990–1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ernennung Kohls zum ersten gesamtdeutschen Bundeskanzler durch Bundespräsident Richard von Weizsäcker (1991)

Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 am 2. Dezember erzielte die Regierungskoalition eine klare Mehrheit, wobei die CDU/CSU in Westdeutschland das gleiche Ergebnis wie 1987 erreichte. Spitzenkandidat der SPD war der saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine. Am 17. Januar 1991 wählte der Deutsche Bundestag Kohl zum vierten Mal zum Bundeskanzler (Kabinett Kohl IV).

Innerparteilich wurde die Position Helmut Kohls durch die Wiedervereinigung gestärkt, obwohl sich die Integration der ehemaligen Ost-CDU anfangs als schwierig erwies.[36] Nachdem auf dem sogenannten Vereinigungspartei Anfang Oktober 1990 der bisherige Vorsitzende der CDU der DDR, Lothar de Maizière, zu Kohls alleinigem Stellvertreter gewählt worden war, trat dieser bereits im Folgejahr nach Vorwürfen über eine angebliche Tätigkeit für den Staatssicherheitsdienst der DDR zurück; auf dem Parteitag in Dresden 1991 wurde die politisch unbelastete Angela Merkel als seine Nachfolgerin gewählt.

Als Folge des Vereinigungsprozesses stieg die Arbeitslosigkeit von 2,6 Millionen (Arbeitslosenquote 7,3 %) im Jahr 1991 auf 4,4 Millionen (12,7 %) im Jahr 1997 an.[37] Vor diesem Hintergrund wurde Helmut Kohl 1991 in Halle (Saale) von Demonstranten mit Eiern beworfen und sorgte die Anmerkung Kohls über einen „kollektiven Freizeitpark“ 1993 für einigen Unmut.[38]

1991 wurde eine als Solidaritätszuschlag bezeichnete Ergänzungsabgabe auf die Einkommen- Kapitalertrag- und Körperschaftssteuer eingeführt, die vorwiegend der Infrastrukturentwicklung in den neuen Bundesländern („Aufbau Ost“) dient.

Marksteine der Infrastrukturpolitik betrafen die bis dahin behördenähnlich geführten Staatsunternehmen Post und Bahn. Die Deutsche Bahn wurde 1993 unternehmensrechtlich privatisiert und durch die Postreform 1994 wurden die drei bis dahin zusammengehörenden Bereiche als Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG und Deutsche Postbank AG verselbständigt.

Die Regierung Kohl erkannte als erster Staat der Europäischen Gemeinschaft im Dezember 1991 die staatliche Unabhängigkeit Sloweniens und Kroatiens an.

1994–1998[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der am 16. Oktober knapp gewonnenen Bundestagswahl 1994, die für die CDU/CSU Verluste brachte (- 2,4 %), wurde Kohl erneut zum Bundeskanzler gewählt (Kabinett Kohl V); diesmal setzte er sich gegen den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten und SPD-Parteivorsitzenden Rudolf Scharping durch.

1995 wurde die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland eingeführt. Mit der Kopplung der Rentenentwicklung an die Netto- statt wie vorher an die Bruttolohnentwicklung begann die finanzielle Konsolidierung der gesetzliche Rentenversicherung.

Um die Kostenprobleme der Gesetzliche Krankenversicherung zu bewältigen setzte die Regierung Kohl 1993 unter Federführung des Bundesgesundheitsministers Horst Seehofer das Gesundheitsstrukturgesetz durch mit erheblichen Einschnitten im Leistungsspektrum. Nach einem folgenreichen Skandal über den Einsatz HIV-verseuchter Blutpräparate löste die Regierung 1994 das damalige Bundesgesundheitsamt auf.

Unterzeichnung des Abkommens von Dayton (1995)

Innenpolitisch wurden die letzten Jahre der Regierung Kohl vielfach als Periode der Stagnation angesehen, die nicht nur eine Folge des SPD-dominierten Bundesrats und der damit eingeschränkten Handlungsfähigkeit der Bundesregierung war. Das Schlagwort „Reformstau“ (Wort des Jahres 1997) und die sogenannte „Ruck-Rede“ von Bundespräsident Roman Herzog aus dem gleichen Jahre kennzeichneten die Situation, in der der bisherigen Regierung nicht mehr der Willen und die Fähigkeit zu notwendigen Reformen zugetraut wurde.[39]

Langjährige Manipulationen in der Arbeitsvermittlung und schwere Struktumängel bei der damaligen Bundesanstalt für Arbeit, die erst 2002 vom Bundesrechnungshof aufgedeckt wurden, führten zur Auflösung und Umgestaltung der Behörde und gaben den Anstoß zum späteren Hartz-Konzept.

Außenpolitische Bedeutung erhielt das Schengener Abkommen, das am 26. März 1995 in Kraft trat. Helmut Kohl war 1995 einer der Mitunterzeichner des Abkommens von Dayton, das den Bosnienkrieg der jugoslawischen Nachfolgestaaten Kroatien, Bosnien-Hercegowina und Serbien beendete.

Rolle bei der Einführung des Euro[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ob die deutsche Wiedervereinigung mit Konzessionen bei der Einführung des Euro erkauft wurde, ist umstritten.[40] Wie im Delors-Bericht vom April 1989 vorgeschlagen, erfolgte die Einführung Europäische Wirtschafts- und Währungsunion in drei Schritten:

Am 2. Mai 1998 beschlossen Staats- und Regierungschefs der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel die Einführung des Euro.[41] Kohl stimmte zu, ohne vorher mit Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer darüber gesprochen zu haben.[42] und im Bewusstsein, dass er gegen den Willen einer breiten Bevölkerungsmehrheit handelte.[43] In einem Interview vom März 2002, das erst 2013 bekannt wurde, sagte Kohl: „In einem Fall war ich wie ein Diktator, siehe Euro.“ Ihm sei klar gewesen, dass das Durchsetzen des Euro Wählerstimmen kosten werde.[44]

Im Zuge der Eurokrise wurden Kohl schwere, persönlich zu verantwortende Versäumnisse bei der Einführung des Euro vorgeworfen. So sagten 2012 sein langjähriger Parteifreund, der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, und der Historiker und Kohl-Biograf Hans-Peter Schwarz, Kohl sei der Zeitplan letztlich wichtiger gewesen als die Stabilität.[45] Beispielsweise verzichtete Kohl auf dem EU-Gipfel von Dublin im Dezember 1996 – nach massivem französischem Druck – auf die eigentlich vorgesehene Festschreibung „automatischer“ Strafen bei Überschreiten der zulässigen Staatsverschuldung.[46]

Der Machtverlust[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 1998 am 27. September trat die SPD mit dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder als Kanzlerkandidat an. Die CDU/CSU verlor die Wahl mit dem schlechtesten Ergebnis nach 1949 ( –6,3 %). Nach der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestages am 26. Oktober 1998, mit der Kohls Amt nach Artikel 69 Absatz 2 des Grundgesetzes endete, wurde am folgenden Tag Gerhard Schröder zum Bundeskanzler einer rot-grünen Koalition gewählt.

Am 17. Oktober 1998 wurde Kohl als erster deutscher Regierungschef anlässlich seines Dienstendes mit einem Großen Zapfenstreich vor dem Speyerer Dom geehrt.[47] Bei der Bundestagswahl 2002 bewarb sich Kohl nicht mehr um ein Bundestagsmandat.

Die Zeit nach der Kanzlerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parteispendenaffäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: CDU-Spendenaffäre

Ende November 1999 musste Kohl eingestehen, dass er jahrelang Spenden an die CDU in Gesamthöhe von 2,1 Millionen DM nicht im Rechenschaftsbericht angegeben hatte, wie es im Parteiengesetz vorgeschrieben ist. Er lehnte es öffentlich ab, die Namen der Spender zu nennen, da er ihnen mit seinem Ehrenwort Anonymität zugesichert hätte. Diese Argumentationslinie, die bindenden Bestimmungen eines gültigen Gesetzes, das er persönlich unterschrieben hatte, für seine Person zu ignorieren, stieß auf heftige öffentliche Kritik, auch innerhalb der CDU.[48] Da für einen solchen Fall das Gesetz der Partei eine Strafzahlung in dreifacher Höhe des strittigen Betrags an den Bundestag auferlegt, stellte er aus Eigenmitteln 700.000 DM zur Verfügung und organisierte eine Spendensammelaktion, bei der 6 Millionen DM resultierten; die größten Spender waren Leo Kirch mit einer Million DM und Erich Schumann mit 800.000 DM.[49][50]

Ein vom Bundestag eingesetzter Untersuchungsausschuss befasste sich von Dezember 1999 bis Juni 2002 mit der Spendenaffäre, begleitet von heftigen parteipolitischen Auseinandersetzungen. Am 18. Januar 2000 wurde Kohl vom CDU-Parteivorstand gebeten, wegen seiner Rolle in der Finanzaffäre den Ehrenvorsitz der CDU ruhen zu lassen, woraufhin er auf diesen verzichtete.[51] Ein Ermittlungsverfahren gegen Kohl wurde im Februar 2001 gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 300.000 DM wegen geringer Schuld eingestellt.[52]

Beraterverträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Presseveröffentlichungen zum Insolvenzverfahren des Medienkonzerns Kirch-Gruppe wurde im Jahr 2003 bekannt, dass Kohl über einen Beratungsvertrag von Leo Kirch nach seiner Kanzlerschaft drei Jahre lang jeweils 600.000 DM erhalten hatte als Gegenleisttung für eine „Beratung zu aktuellen sowie strategischen politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa“; eine Mindestleistung war laut Medienberichten nicht festgeschrieben. Hans-Christian Ströbele, damals Obmann der Grünen im Parteispenden-Untersuchungsausschuss des Bundestags, meinte dazu, der Beratervertrag lege einen „dringenden Verdacht der nachträglichen Bezahlung von Regierungshandeln“ beziehungsweise Vorteilsannahme nahe.[53] Kritiker wie Hans Herbert von Arnim wiesen darauf hin, Kirchs Medien- und Fernsehimperium habe während der Kanzlerschaft Kohls von einer besonders Kirch-freundlichen Medienpolitik profitiert.

Kohl hatte sich während seiner Amtszeit mehrmals für Leo Kirch eingesetzt, 1995 beim Telekom-Aufsichtsrat für die Verwendung von Kirchs d-box und 1997 bei der EU-Kommission für die Erlaubnis der Zusammenarbeit der Kirch-Gruppe mit Bertelsmann im Pay-TV-Bereich.[54][55] Das Bekanntwerden dieser Vorgänge, die erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Medienlandschaft, insbesondere auf das für Kirch wichtige Privatfernsehen, hatten, führte parteiübergreifend zu erheblichen Irritationen und Verdachtsäußerungen, hatte jedoch für Kohl und die ebenfalls beschuldigten ehemaligen Post- und Fernmeldeminister Christian Schwarz-Schilling und Wolfgang Bötsch letztlich keine Konsequenzen.[56]

Kohl saß von 1999 bis 2000 im internationalen Beirat der Credit Suisse.[57] Das zeitweise Ruhen der Mitgliedschaft wurde in den Medien in unmittelbaren Zusammenhang mit der Spendenaffäre gestellt.[58] Im Jahr 1999 gründete Kohl in Ludwigshafen die Politik- und Strategieberatung P&S. Größter Kunde war zunächst KirchMedia.[59]

Angebliche Daten- und Aktenbeseitigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verschwinden von Akten und Computerdateien aus dem Bundeskanzleramt zu politisch sensiblen Themen, u. a. auch der CDU-Spendenaffäre, am Ende der letzten Amtszeit Kohls wurde zum Gegenstand eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses unter Burkhard Hirsch (FDP).[60] Der Chef des Kanzleramts Frank-Walter Steinmeier stellte Strafanzeige gegen führende Mitarbeiter des Kanzleramts aus der Ära Kohl. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben jedoch keinen für eine Anklage hinreichenden Tatverdacht. Laut dem zuständigen Staatsanwalt wurden Datenbestände des Kanzleramts gelöscht, und sechs Aktenbände, die die sogenannte Leuna-Affäre betrafen, waren ebenso verschwunden wie einzelne Dokumente über Rüstungs- und Flugzeuggeschäfte und den Verkauf von bundeseigenen Eisenbahnerwohnungen.[61] Für diese Vorgänge prägten Kritiker Kohls die ironische Bezeichnung „Bundeslöschtage“.

Später stellte sich heraus, dass die sechs „Leuna-Ordner“ sowie Akten zu weiteren Privatisierungen als Kopien in mehreren Ministerien vorhanden waren.[62] Bei einem Ortstermin im Kanzleramt konnte die Staatsanwaltschaft teilweise Einsicht in die Unterlagen nehmen.[63] Ein Gutachten der Fraunhofer-Gesellschaft aus dem Jahr 2002 kam zu dem Ergebnis, dass sich eine systematische Löschung von Daten im Zusammenhang mit dem Regierungswechsel 1998 nicht belegen lasse.[64]

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kohl und Boris Jelzin auf der Frankfurter Buchmesse 2000

Im Wahlkampf zu den Parlamentswahlen in Italien 2006 unterstützte Kohl ausdrücklich seinen Freund, den Herausforderer und ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi, für die Kandidatur des Mitte-links-Bündnisses L’Unione. Politischer Gegner war die Forza Italia des damaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, die in der Europäische Volkspartei (EVP) mit der CDU zusammenarbeitet. Kohl erklärte anlässlich eines Besuchs in Rom: „Ich möchte, dass mein Aufenthalt hier als Unterstützung für Prodi verstanden wird, der ein großer Europäer ist.“[65]

Im Juli 2009 legte Kohl seine Ämter in der von seiner verstorbenen Frau gegründeten Hannelore-Kohl-Stiftung nieder; er begründete dies mit einer Übernahme der Stiftung durch Personen, „die in keiner Beziehung zu seiner verstorbenen Frau standen“.[66]

Anlässlich der Feiern zum 20. Jahrestag des Mauerfalls traf sich Kohl am 31. Oktober 2009 im Berliner Friedrichstadt-Palast noch einmal mit seinen damaligen Verhandlungspartnern, dem früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow und dem damaligen US-Präsidenten George Bush senior. Die drei Staatsmänner erinnerten an die dramatischen Tage von damals.[67]

Am 25. März 2011 schrieb Kohl in einem Gastbeitrag in der Zeitung Bild einen Artikel, in dem er vor einem zu schnellen Atomausstieg nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima warnt.[68]

1996 gehörte er neben Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs und Ignatz Bubis zu den Gründungsmitgliedern und Förderern des Bürgerbüros Berlin, eines Vereins zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur. Seit 2003 war er zudem Gründungsmitglied des Fördervereins der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Er war Mitglied der Atlantik-Brücke.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmut Kohl mit Familie in Leipzig (1975)
Helmut Kohl mit seiner zweiten Ehefrau Maike Kohl-Richter (2009)

1960 heiratete Kohl die Fremdsprachensekretärin Hannelore Renner (1933–2001), die er seit 1948 kannte. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Walter (* 1963) und Peter (* 1965) hervor. In den folgenden Jahrzehnten war Kohl stets darauf bedacht, ein heiles Familienleben zu inszenieren.[69] Seit Beginn der 1970er-Jahre verbrachte die Familie Kohl ihren vierwöchigen Sommerurlaub stets in demselben Haus in St. Gilgen am Wolfgangsee, Österreich. Sommerinterviews aus den Ferien und gestellte Pressebilder einer anscheinend intakten Familie gehörten zum Programm.[70] Kohls Sohn Walter korrigierte in einem Buch später dieses Bild.[71] Hannelore Kohl nahm sich am 5. Juli 2001 im Alter von 68 Jahren das Leben, nachdem sie zuvor jahrelang zurückgezogen gelebt hatte; sie soll unter einer sogenannten Lichtallergie gelitten haben.[69]

Am 8. Mai 2008 heirateten er und Maike Richter (* 1964) in der Kapelle einer Reha-Klinik in Heidelberg im engsten Freundeskreis. Trauzeugen waren der Medienunternehmer Leo Kirch und der Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Die beiden beiderseitigen Familien waren nicht eingeladen.[72] Maike Richter hatte Kohl im Kanzleramt kennengelernt, wo die promovierte Volkswirtin von 1994 bis 1998 als Beamtin in der Wirtschaftsabteilung arbeitete. Sie lebte von 2005 bis zu seinem Tod mit Helmut Kohl in einer festen Beziehung.

Memoiren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2000 veröffentlichte Kohl seine Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1998 bis 2000. Danach arbeitete er an seinen Erinnerungen, von denen bisher drei Bände erschienen; ein abschließender vierter Band ist geplant.

Klagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die beabsichtigte Veröffentlichung der Kohl betreffenden Stasi-Unterlagen kam es in den Jahren 2000 bis 2004 zu einer umfangreichen verwaltungsgerichtlichen Auseinandersetzung (Fall Kohl). Im Ergebnis musste er die Veröffentlichung sensibler Informationen nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht dulden.[73] Dieser Rechtsstreit war Anlass für eine Änderung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes.

Helmut Kohl führte einen Rechtsstreit mit dem Auftragsschreiber an seinen Memoiren, Heribert Schwan. Bei diesem Streit ging es um die Rechte an den Tonbändern, auf denen Arbeitsgespräche aus dem Jahr 2001 festgehalten sind. Im Ergebnis einer Prozessserie gab der Bundesgerichtshof der Klage Kohls auf Herausgabe der Tonbänder statt.[74]

Helmut Kohl (2012)

Nachdem Schwan die Protokolle zur Grundlage eines eigenen, unautorisierten Buches gemacht hatte,[75] verklagte Kohl Schwan, seinen Mitautor Jens und den Verlag auf Unterlassung und Schadenersatz. Er machte geltend, die Veröffentlichung der Zitate habe seinem politischen Lebenswerk sowie seiner Freundschaft zu langjährigen Weggefährten geschadet.[76] Das Buch enthielt Aussagen aus den Arbeitsgesprächen Kohls mit Schwan mit abwertenden Bemerkungen über bekannte Persönlichkeiten, unter anderem Angela Merkel, Christian Wulff und Richard von Weizsäcker. Das Landgericht Köln sprach Kohl für die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte eine Entschädigung von 1 Million Euro zu, die höchste Summe für eine Persönlichkeitsrechtsverletzung in der deutschen Rechtsgeschichte.[77][78] Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Juli 2017).[79]

Letzte Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kohl musste sich ab 2007 mehreren Operationen unterziehen.[80] Nach einem Schädel-Hirn-Trauma infolge eines Sturzes im Februar 2008 konnte er kaum noch sprechen.[81] Bei öffentlichen Auftritten benutzte er einen Rollstuhl.

Im Juli 2013 waren Helmut Kohl und Guido Westerwelle Zeugen bei der Verpartnerung von Kohls Anwalt Stephan Holthoff-Pförtner und Klaus Sälzer, die am Tegernsee stattfand.[82]

Tod und Begräbnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab von Helmut Kohl auf dem Alten Friedhof in Speyer

Kohl bewohnte seit 1971 ein Haus im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim und seit 1999 eine Wohnung in Berlin-Schmargendorf. Er starb am 16. Juni 2017 im Alter von 87 Jahren in seinem Oggersheimer Haus.

Am 1. Juli 2017 wurde Kohl als erste Persönlichkeit in der Geschichte der EU mit einem Trauerakt der EU geehrt, den EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker als „Staatsakt“ bezeichnete. Neben Juncker sprachen bei der Zeremonie im Europäischen Parlament in Straßburg dessen Präsident Antonio Tajani, der EU-Ratspräsident Donald Tusk, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Emmanuel Macron, der frühere US-Präsident Bill Clinton sowie der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew. Über seine Heimatstadt Ludwigshafen gelangte Kohls Sarg zur Totenmesse in den Speyerer Dom. Nach einem großen militärischen Ehrengeleit vor der Kathedrale wurde Kohl auf dem Friedhof des Domkapitels im engsten Familien- und Freundeskreis beigesetzt.[83]

Eine Ehrung Kohls durch einen Staatsakt in Deutschland, wie ihn alle seine verstorbenen Amtsvorgänger erhielten, lehnte seine Witwe ab. Stattdessen fand am 22. Juni eine Würdigung des Deutschen Bundestags statt, bei der Bundestagspräsident Norbert Lammert sprach.[84][85] Das familiäre Zerwürfnis fand unmittelbar nach Kohls Tod in den Medien starke Beachtung.[86] Am Tag der Trauerfeier waren die beiden Söhne Kohls weder in Straßburg noch im Dom zu Speyer zugegen.[87]

Öffentliche Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nach dem Altkanzler benannte
Helmut-Kohl-Rose, eine Teehybride

Mediale Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mediale Darstellung Kohls wirkte oft stark polarisierend; auch Nebensächlichkeiten wurde eine erhebliche politische Bedeutung zugemessen. Beispielhaft dafür war die Panne des NDR am Silvestertag 1986, als statt der Neujahrsansprache des Bundeskanzlers für das Jahr 1987 diejenige des Vorjahres gesendet wurde. Weniger die Ursache der Panne als vielmehr die große Ähnlichkeit beider Texte wurden in der Öffentlichkeit in teilweise Kohl verletzender Weise thematisiert. Die Vermutung, besonders von ihm nahestehenden Politikern geäußert, dass es sich möglicherweise um ein „absichtliches Versehen“ gehandelt haben könnte, wurden vom NDR dementiert und konnten im weiteren weder bestätigt noch widerlegt werden.[98]

Parodie und öffentliche Wahrnehmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der junge Ministerpräsident Kohl war von der bundesdeutschen Presse noch wohlwollend-neugierig aufgenommen worden. Er reformierte das als rückständig geltende Rheinland-Pfalz und griff die Parteioberen an. Als er jedoch selbst auf die Bundesebene strebte, wurde er mit anderen Maßstäben gemessen. Man fragte sich, ob er einen großen Industriestaat wie die Bundesrepublik führen könne. Kohl fehlte es nicht nur an handfesten Kenntnissen in der Außen- und Wirtschaftspolitik, sondern auch an Charisma. Außerdem wurde er in Norddeutschland kulturell nicht akzeptiert.[99]

Helmut Kohl war häufig Gegenstand von politischem und unpolitischem Humor. Eine der nachhaltigsten satirischen Darstellungen des Kanzlers entstammt dem deutschen Satiremagazin Titanic, das den Kopf des Kanzlers birnenförmig inklusive Stängel karikierte[100] – „Birne“ wurde danach ein Schmähwort wie ein karikaturistisches Symbol für Helmut Kohl.

Themen der Parodie waren die Fremdsprachenkenntnisse Kohls, sein Englisch, seine Adipositas, seine Volkstümlichkeit, die Herkunft aus einer kleinen Region sowie die Vorliebe für den Pfälzer Saumagen. Kohl-Imitatoren wie der Parodist Stephan Wald machten ihn mit Pfälzer Sprachfärbung nach.

2003 erhielt er den Negativpreis „Preis der beleidigten Zuschauer“ für eine sarkastische Äußerung zur CDU-Spendenaffäre in einem ARD-Interview.

Spielfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Mann aus der Pfalz (Fernseh-Spielfilm Deutschland 2009), biografisch-dokumentarische Interpretation zum Leben und der Entwicklung Kohls zwischen der unmittelbaren Nachkriegszeit nach 1945 und der deutschen Wiedervereinigung 1989/90.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945. Dissertation, Universität Heidelberg 1958.
  • Hausputz hinter den Fassaden. Praktikable Reformen in Deutschland. Fromm, Osnabrück 1971, ISBN 3-7729-5015-9.
  • Zwischen Ideologie und Pragmatismus. Aspekte und Ansichten zu Grundfragen der Politik. Verlag Bonn Aktuell, Stuttgart 1973, ISBN 3-87959-014-1.
  • (Hrsg.): Konrad Adenauer 1876/1976. Belser, Stuttgart 1976, ISBN 3-7630-1163-3.
  • (Hrsg.): Der neue Realismus. Außenpolitik nach Iran und Afghanistan. Erb, Düsseldorf 1980, ISBN 3-88458-017-5.
  • (Hrsg.): Die CDU. Porträt einer Volkspartei. Rüber, Schwieberdingen 1981, ISBN 3-922622-02-X.
  • Der Weg zur Wende. Von der Wohlfahrtsgesellschaft zur Leistungsgemeinschaft. Herausgegeben von Dietrich Heissler. Husum-Druck- und Verlags-Gesellschaft, Husum 1983, ISBN 3-88042-190-0.
  • Reden und Berichte der Bundesregierung. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Bonn (zahlreiche Einzelveröffentlichungen).
  • Deutschlands Zukunft in Europa. Reden und Beiträge des Bundeskanzlers. Herausgegeben von Heinrich Seewald. Busse Seewald, Herford 1990, ISBN 3-512-00979-4.
  • Die deutsche Einheit. Reden und Gespräche. Mit einem Vorwort von Michail Gorbatschow. Lübbe, Bergisch Gladbach 1992, ISBN 3-7857-0665-0.
  • Der Kurs der CDU. Reden und Beiträge des Bundesvorsitzenden 1973–1993. Hrsg. von Peter Hintze und Gerd Langguth. DVA, Stuttgart 1993, ISBN 3-421-06659-0.
  • „Ich wollte Deutschlands Einheit.“ Dargestellt von Kai Diekmann und Ralf Georg Reuth. Propyläen, Berlin 1996, ISBN 3-549-05597-8; Ullstein, Berlin 2010, ISBN 978-3-548-37349-2.
  • Mein Tagebuch 1998–2000. Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-27241-5.
  • Erinnerungen. 1930–1982. Droemer Knaur, München 2004, ISBN 3-426-27218-0.
  • Erinnerungen. 1982–1990. Droemer Knaur, München 2005, ISBN 3-426-27320-9.
  • Erinnerungen. 1990–1994. Droemer Knaur, München 2007, ISBN 978-3-426-27408-8.
  • Vom Mauerfall zur Wiedervereinigung. Meine Erinnerungen. Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2009, ISBN 978-3-426-78336-8. Droemer Knaur, München 2014, ISBN 978-3-426-27655-6. (Gekürzte und überarbeitete Fassung).
  • Berichte zur Lage 1989–1998. Der Kanzler und Parteivorsitzende im Bundesvorstand der CDU Deutschlands. Bearbeitet von Günter Buchstab und Hans-Otto Kleinmann, Droste Verlag, Düsseldorf 2012, ISBN 978-3-7700-1915-1.
  • Aus Sorge um Europa: Ein Appell. Droemer Knaur, München 2014, ISBN 978-3-426-27663-1.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Buchstab (Bearb.): Kohl: „Wir haben alle Chancen“. Die Protokolle des CDU-Bundesvorstands 1973–1976 (= Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte. Bd. 67). 2 Bde., Droste, Düsseldorf 2015, ISBN 978-3-7700-1920-5.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmische Dokumentation:

  • Die Kohl-Rolle – Eine öffentliche Biographie. Sechsstündige Dokumentation von Anja Reschke aus 25 Jahren Helmut Kohl.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helmut Kohl – Sammlung von Bildern

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Würdigung: 80. Geburtstag Helmut Kohl. Konrad Adenauer Stiftung. 2010. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  2. Helmut Kohl – Jugendjahre und erste politische Erfahrungen 1930–1959. Konrad-Adenauer-Stiftung, Abgerufen am 20. August 2012.
  3. Pressemitteilung KIT 27. Juni 2013 Abgerufen 9. Juli 2017.
  4. Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz 1969–1976 Konrad–Adenauer–Stiftung.
  5. Hans Peter Schwarz: Helmut Kohl. Eine politische Biographie. DVA, München 2012, S. 147.
  6. Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz 1969–1976 Konrad–Adenauer–Stiftung.
  7. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 93–95.
  8. Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz 1969–1976 Konrad–Adenauer–Stiftung.
  9. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 100–102.
  10. Vor 40 Jahren: Bundestag billigt die Polenverträge Allerdings hatten die CDU-Politiker Barzel, Schröder, Kiep, von Weizsäcker und Blüm zugestimmt.
  11. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 204–206.
  12. Hans Peter Schwarz: Helmut Kohl. Eine politische Biographie. DVA, München 2012, S. 196.
  13. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 252–253.
  14. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 340–341, 373.
  15. Manfred Görtemaker: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Von der Gründung bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 1999, S. 592–596; Henning Köhler: Deutschland auf dem Weg zu sich selbst. Eine Jahrhundertgeschichte. Hohenheim-Verlag, Stuttgart 2002, S. 628–632.
  16. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 343–344.
  17. Jochen Staadt: Nach drüben. In: FAZ.net 18. Dezember 1015 online
  18. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 328–329.
  19. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 335–336.
  20. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 330.
  21. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 365.
  22. Angebliche Äußerungen Kohls gegenüber Margaret Thatcher (1982), die Zahl der Türken in Deutschland um 50 Prozent reduzieren zu wollen, tauchten 2013 in der Presse auf: Helmut Kohls Sohn kritisiert die Äußerungen seines Vaters. In: Zeit Online, August 2013. Sohn Peter Kohl, der mit einer Türkin verheiratet ist, kritisierte diese Aussage, ordnete sie aber in den historischen Kontext ein.
  23. Helmut Kohl trifft in Israel ein und spricht von der „Gnade der späten Geburt“. DeutschlandRadio. 24. Januar 2004. Archiviert vom Original am 19. August 2009. Abgerufen am 27. Januar 2012.
  24. Weiß ich nicht mehr. In: Der Spiegel. Nr. 9, 1986 (online).
  25. Kohl: Waren die Fragen zu schwierig? In: Der Spiegel. Nr. 18, 1986 (online).
  26. Kurz und verletzend. Der Spiegel. 3. März 1986. Abgerufen am 4. Februar 2013.
  27. Honecker in Bonn – 07. bis 11. September 1987. Die DDR im WWW. Abgerufen am 15. Juli 2017.
  28. Jan Schönfelder, Rainer Erices: Westbesuch. Die geheime DDR-Reise von Helmut Kohl. Bussert & Stadeler, Quedlinburg 2006.
  29. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 465.
  30. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 394.
  31. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 538.
  32. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 583–586.
  33. Die Bundesbank hatte zu einem Kurs von 2:1 geraten.
  34. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 596.
  35. Regierungserklärung vom 13. Oktober 1982
  36. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 654–656.
  37. Registrierte Arbeitslose, Arbeitslosenquote (nach Gebietsstand) bei destatis.de (Statistisches Bundesamt)
  38. Unwort – Überfremdung, kollektiver Freizeitpark, ethnische Säuberung – gibt es eine böse Sprache? In: Der Spiegel. Nr. 7, 1994 (online).
  39. Sven Böll: Kohl und Schröder. In: Süddeutsche Zeitung.de 17. Mai 2010 online Abgerufen 26. Juni 2017.
  40. Mitterrand forderte Euro als Gegenleistung für die Einheit. Spiegel Online, 25. September 2010; abgerufen am 10. Juli 2011.
  41. Euro. Haus der Geschichte
  42. Weg ohne Wiederkehr. – Hinter der Fassade ihrer deutsch-französischen Freundschaft haben Helmut Kohl und François Mitterrand erbittert um Einheit und Euro gerungen, wie jetzt neue Dokumente aus dem Kanzleramt zeigen. War die Aufgabe der D-Mark der Preis für die Wiedervereinigung? In: Der Spiegel. Nr. 10, 1998 (online).
  43. Jens Peter Paul: Bilanz einer gescheiterten Kommunikation. Fallstudien zur deutschen Entstehungsgeschichte des Euro und ihrer demokratietheoretischen Qualität. Dissertation, 2007. (PDF; 6,3 MB; 344 S.)
  44. "Bei der Euro-Einführung war ich ein Diktator". merkur.de.
  45. Biedenkopf wirft Kohl Mitschuld an Euro-Krise vor. Zeit Online, 2. September 2012.
  46. Hans-Peter Schwarz: Helmut Kohl. Eine politische Biographie. Deutsche Verlagsanstalt, München 2012, ISBN 978-3-421-04458-7, Teil V, Abschnitt Euro-Fighter.
  47. Musik zum Zapfenstreich: Mit Tränen und Trompeten. In: Spiegel Online, abgerufen am 25. März 2016.
  48. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 879–890.
  49. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 890–891
  50. Nach Äußerungen von Wolfgang Schäuble ist es unklar, in wie weit das Geld tatsächlich von Spendern stammte oder Schwarzgeld auf Konten der CDU aus den Zeiten der Flick-Affäre war. (Quelle: Heribert Prantl: CDU-Affäre: Muss der Kohl-Spendenskandal neu geschrieben werden? In: Süddeutsche Zeitung, 18. August 2015).
  51. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 886–887.
  52. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 894.
  53. ARD veröffentlicht Kohls Beratervertrag bei Kirch. In: FAZ, 31. Juli 2007.
  54. Ein Freund und Gönner Helmut Kohls. In: Berliner Zeitung, 15. November 2001.
  55. Nicht akzeptabel. In: Der Spiegel. Nr. 52, 1997 (online).
  56. Marcel Rosenbach, Christoph Schult: Wie geschmiert. In: Der Spiegel. Nr. 17, 2003 (online).
  57. Ex-Kanzler gehört zum Gremium einer Schweizer Großbank. Rheinische Post. 17. Februar 2001. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  58. Beiratsmitglied Kohl wird der „Credit Suisse“ peinlich. Der Tagesspiegel. 10. Februar 2000. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  59. Vertragspartner: Kirch, Kohl und der Kredit. Focus Online. 19. April 2003. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  60. Burkhard Hirsch: Bericht über Ermittlungen des Bundeskanzleramts zu ausgewählten Sachbereichen. In: Die Zeit, Nr. 19/2001/, S. 5–10.
  61. Daten gelöscht, Verfahren eingestellt. In: Die Zeit, Nr. 9/2004.
  62. „Bundeslöschtage“ sind eine Legende. Berliner Morgenpost. 4. Oktober 2003. Abgerufen am 25. Januar 2013.
  63. „Bundeslöschtage“? Akten des Kanzleramts doch nicht vernichtet. In: Die Welt, 15. April 2002.
  64. Gutachten: Es gab keine „Bundeslöschtage“. In: Die Welt, 25. August 2002.
  65. Kohl unterstützt Berlusconi-Gegner. Focus Online. 28. Februar 2006. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  66. Helmut Kohl verlässt Stiftung seiner verstorbenen Frau. Spiegel Online. 1. Juli 2009. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  67. Der große Auftritt des gezeichneten Helmut Kohl. Welt Online. 1. November 2009. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  68. Warum wir die Kern-Energie (noch) brauchen. Bild. 25. März 2011. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  69. a b Kampf um Helmut Kohl. Spiegel Online. 26. Januar 2011. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  70. Helmut Kohl und der Wolfgangsee. nachrichten.at. 31. März 2010. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  71. Walter Kohl: Leben oder gelebt werden: Schritte auf dem Weg zur Versöhnung. Integral Verlag, München 2011, ISBN 978-3-7787-9204-9.
  72. Schwarz: Helmut Kohl. München 2012, S. 920
  73. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 23. Juni 2004, Az. 3 C 41.03
  74. Bundesgerichtshof, Urteil vom 10. Juli 2015, Az V ZR 206/14; Martin Gerecke: Im Auftrag des Altkanzlers. In: Legal Tribune Online. Abgerufen am 13. Juli 2015.
  75. Heribert Schwan, Tilman Jens: Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle. Heyne Verlag, München 2014, ISBN 978-3-453-20077-7.
  76. Kohl leitet Millionenklage ein. Zeit Online, November 2015, abgerufen am 18. November 2015.
  77. Landgericht Köln, Urteil vom 27. April 2017, Az 14 O 323/15, 261/16, 286/14
  78. Legal Tribune Online: Pressemitteilung des Landgerichts Köln Nr. 12/2017 vom 27. April 2017
  79. Legal Tribune Online: Rekord-Schmerzensgeld für Helmut Kohl. Abgerufen am 27. April 2017.
  80. Kein Zorn auf Thierse und keine Rache. Der Tagesspiegel. 16. November 2007. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  81. Heribert Schwan, Tilman Jens: Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle. 2. Auflage. Heyne, München 2014, ISBN 978-3-453-20077-7, S. 54.
  82. Helmut Kohl Trauzeuge bei Verpartnerung. queer.de; Deutscher Altkanzler Kohl Trauzeuge bei Homo-Hochzeit. In: Die Presse.
  83. Helmut Kohl: ARD und ZDF übertragen Trauerakt für Helmut Kohl live. In: Augsburger Allgemeine online. 30. Juni 2017, abgerufen am 30. Juni 2017.
  84. Lammert würdigt Kohl als „Glücksfall für Deutschland und Europa“. In: Spiegel Online. 22. Juni 2017, abgerufen am 30. Juni 2017.
  85. Der Speyrer Staatsakt. In: faz.net. 21. Juni 2017, abgerufen am 22. Juni 2017.
  86. Mich empört das pietätlose Verhalten von Maike Kohl-Richter. Die Welt. 21. Juni 2017.
  87. Kohls Söhne bleiben Trauerfeiern fern. In: n-tv.de. 1. Juli 2017, abgerufen am 2. Juli 2017.
  88. a b Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,6 MB).
  89. Helmut Kohl – Orden und Ehrenzeichen. Konrad Adenauer Stiftung. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  90. „Helmut Kohl ist und bleibt ein Denkmal“. Bild. 27. April 2010. Abgerufen am 1. Februar 2012.
  91. Altkanzler Kohl spendet eine Million Euro Preisgeld. Hamburger Abendblatt. 22. Juni 2010. Abgerufen am 1. Februar 2012.
  92. Altkanzler Helmut Kohl erhält Henry-Kissinger-Preis. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. Mai 2011. Abgerufen am 1. Februar 2012.
  93. Festakt der Konrad-Adenauer-Stiftung für Helmut Kohl: „Kanzler der Einheit – Ehrenbürger Europas – 1. Oktober 1982: Beginn der Ära Kohl“. (Nicht mehr online verfügbar.) phoenix, 27. September 2012, ehemals im Original, abgerufen am 27. September 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.phoenix.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  94. Kohl Ehrenbürger seines Urlaubsortes am Wolfgangsee. Hamburger Abendblatt, 2. August 1985, archiviert vom Original am 18. Juli 2012, abgerufen am 1. Februar 2012.
  95. Dissidenten, Philosophen und Silvio Berlusconi. Spiegel Online. 8. Oktober 2009. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  96. Kein Nobelpreis für Kohl. Spiegel Online. 21. April 2007. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  97. Gorbatschow schlägt Kohl vor. Focus Online. 12. Juni 2007. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  98. Der vertauschte Kohl. Spiegel Online 30. Dezember 2011. Abgerufen 29. Juni 2017.
  99. Hans Peter Schwarz: Helmut Kohl. Eine politische Biographie. DVA, München 2012, S. 209, S. 215–217.
  100. vgl. z. B. Helmut Kohl, Kuchenkanzler. einestages; abgerufen am 8. Oktober 2014.