Helmut Wohnout

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Helmut Wohnout (* 3. Februar 1964 in Wien) ist ein österreichischer Historiker und Ministerialbeamter. Seit 1. November 2019 ist er Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch des Wiener Schottengymnasiums studierte Wohnout Geschichte an der Universität Wien und der Georgetown University in Washington, D.C. Nach seiner Sponsion zum Magister der Philosophie im Jahr 1987 wurde er 1991 zum Dr. phil. promoviert.

Seit 1983 ist er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KaV Norica Wien. Später wurde er noch Mitglied der KAV Capitolina Rom. Von 1992 bis 2000 war er Klubsekretär und Büroleiter des Zweiten Nationalratspräsidenten Heinrich Neisser (ÖVP). Danach war er leitend im Bundeskanzleramt in Wien tätig. So war er Kabinettschef des Staatssekretärs für Kunst und Medien Franz Morak (ÖVP) und Abteilungsleiter des Bundespressedienstes.[1]

2011 habilitierte er sich für das Fach Österreichische Geschichte am Institut für Geschichte der Universität Graz und wurde Privatdozent. Außerdem führt er seit 1993 die Geschäfte des Karl von Vogelsang-Instituts. Er ist seit 1997 Herausgeber des Jahrbuchs Demokratie und Geschichte und veröffentlichte mehrere geschichtswissenschaftliche Bücher.

Seit 1. November 2019 ist er Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs.[2] Er ist außerdem Bezirksobmann des Österreichischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbundes Wien-Döbling und Vorstandsmitglied des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW).

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Regierungsdiktatur oder Ständeparlament? Gesetzgebung im autoritären Österreich (= Studien zu Politik und Verwaltung, Band 43). Böhlau, Wien u. a. 1993, ISBN 3-205-05547-0.
  • Das österreichische Hospiz in Jerusalem. Geschichte des Pilgerhauses an der Via Dolorosa. Mit einem Vorwort von Franz König. Böhlau, Wien u. a. 2000, ISBN 3-205-99095-1.
  • Antisemitismus vor dem Anschluss. Der österreichische Ständestaat und die Juden 1934–1938. In: Kescher (Zeitschrift des Abraham-Geiger-Kollegs), 3. Jg., Heft 2 (PDF; 1,9 MB) (Frühjahr 2005), S. 16f.
  • mit Martin Eichtinger: Alois Mock. Ein Politiker schreibt Geschichte. Styria, Wien u. a. 2008, ISBN 978-3-222-13234-6.
  • mit Maddalena Guiotto: Italien und Österreich im Mitteleuropa der Zwischenkriegszeit / Italia e Austria nella Mitteleuropa tra le due guerre mondiali. Böhlau, Wien 2018, ISBN 978-3-205-20269-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Medienabteilung (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), Bundeskanzleramt, abgerufen am 26. Mai 2014.
  2. Wohnout wird neuer Leiter des Österreichischen Staatsarchivs. In: Salzburger Nachrichten. 30. Oktober 2019, abgerufen am 31. Oktober 2019.