Helmut Zöpfl

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Helmut Zöpfl 2009

Helmut Zöpfl (* 25. November 1937 in München) ist ein deutscher Pädagoge und Professor der Schulpädagogik, der auch als Autor Schöner Literatur bekannt wurde.[1]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zöpfl wuchs in Erding als Einzelkind[2] auf. Er studierte Klassische Philologie, Philosophie, katholische Theologie und promovierte 1963 in München mit dem Thema „Der Tod im Phänomen der Bildung und Erziehung“ zum Doktor der Pädagogik. 1970 habilitierte er zum „Naturbegriff in seiner Bedeutung für die Pädagogik“. Von 1971 bis zu seiner Emeritierung 2003 war er Ordentlicher Professor an der Ludwig-Maximilian-Universität München am Lehrstuhl für Schulpädagogik. Von 1973 bis 1976 hatte er eine Gastprofessur an der Universität Salzburg inne. Von 1975 bis 1978 war er Vertreter des Lehrstuhls Schulpädagogik an der Gesamthochschule Eichstätt. 1998 begann er zusätzlich ein naturwissenschaftliches Studium, das er 2002 mit der Promotion im Fach Biologie (Dr. rer. nat.) magna cum laude abgeschlossen hat.[3][4]

Sehr bekannt ist er in der Öffentlichkeit auch als Verfasser zahlreicher Bücher sowie als bairischer Mundartdichter.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ich nehme wirklich alle Richtungen, auch den Atheismus, sehr ernst, wenn er nicht dümmlich wird, das heißt, wenn er nicht intolerant ist, sondern wenn er sich mit offenen Fragen auseinandersetzt. Und es gibt so viele offene Fragen, die weder der Naturwissenschaftler noch der Theologe beantworten kann.“[4]

„Das ist für mich eine wichtige Feststellung, dass unser Verstand nur ein begrenzter ist, und ich hab' nichts so dick wie Leute, die meinen, sie sind so gescheit, dass sie den anderen überhaupt nicht mehr anhören müssen.“[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zurückbleiben, bitte!: Warum sich an unseren Schulen schnellstens etwas ändern muss, (mit Mathias Petry), Regenstauf, SüdOst-Verlag, ISBN 978-3866467927, 2017
  • Psst ... streng vertraulich: Postfaktisches über einen Freistaat, Regenstauf, SüdOst-Verlag, ISBN 978-3866467910, 2017
  • ... und der Himmel lacht dazu: Humor rund um den Kirchturm, (mit P. Walter Rupp), St.-Benno-Verlag, ISBN 978-3746250595, 2017
  • Lebn und lebn lassen: Lustige Szenen und Episoden aus Bayern, Regenstauf, SüdOst-Verlag, ISBN 978-3866467590, 2016
  • Tiere kommen in den Himmel, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag, ISBN 978-3-475-54130-8, 2012
  • Naturwissenschaft und Glaube. Auswirkungen auf ein modernes Biologieverständnis. 2. Auflage. Sankt Michaelsbund, München 2008, ISBN 978-3-920821-50-4.
  • Klassentreffen - Erinnerungen aus meiner Kindheit, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag, 2007
  • Zöpfls Weihnachtsbuch, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag, 2002
  • Mensch ärgere dich nicht, München Herbig-Verlag, ISBN 3-7766-2066-8, 2. Auflage, 2002
  • Wolkenlos heiter, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag, ISBN 3-475-52886-X, 1997
  • Der kleine König, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag, ISBN 3-475-52859-2, 1996
  • Zöpfls heiteres Geschichtenbuch, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag, 1996
  • Dem Leben einen Sinn geben, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag, 1996
  • Laß dir Zeit, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag, 1994
  • Komm, lach halt wieder, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag, 1994
  • Alfons Igerl mach bloß keine Gschichtn nicht!, Pfaffenhofen, Ludwig-Verlag, ISBN 3-7787-3286-2, 2. Auflage 1986
  • Bloß net aus der Ruah bringa lassn, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag, ISBN 3-475-52339-6, 4. Auflage, 1985
  • Es geht scho aufwärts, Rosenheim, Rosenheimer Verlag, ISBN 3-475-52409-0, 1983
  • Grund zur Freude, München, Herbig-Verlag, 1981
  • Aber lebn, des möcht i bloß in Bayern, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag Förg, 1979
  • Zum Gsundlachen, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag Förg, 1974
  • Geh weiter, Zeit, bleib steh!, Rosenheim, Rosenheimer-Verlag Förg, ISBN 3-475-52188-1, 1970

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helmut Zöpfl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biographische Daten von Helmut Zöpfl in: Wer ist Wer – Das deutsche Who's Who 2000/2001. 39. Ausgabe, Schmidt-Römhild, Verlagsgruppe Beleke, Lübeck 2000, S. 1583, ISBN 978-3-7950-2029-3.
  2. http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Mundartdichter-Helmut-Zoepfl-spricht-ueber-Nix-id31805757.html
  3. Vita. In: „helmut-zoepfl.de“. Abgerufen am 18. Januar 2013.
  4. a b c „Nachtlinie: Unterwegs mit Helmut Zöpfl“, Fernsehinterview des BR vom 7. Januar 2013