Helmuth Möhwald

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Helmuth Möhwald (* 19. Januar 1946 in Goldenöls; † 27. März 2018[1]) war ein deutscher Physiker und Gründungsdirektor des Potsdamer Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Seit 2014 war er emeritiert.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmuth Möhwald war Physiker sowie Physikochemiker; er absolvierte Studium und Promotion an der Universität Göttingen. Danach habilitierte er sich bei Erich Sackmann an der Universität Ulm. Nach seinem Aufenthalt als Postdoktorand (1974/75) bei IBM San Jose wurde er wissenschaftlicher Assistent (1975–1978) an der Universität Ulm und wissenschaftlicher Mitarbeiter (1978–1981) bei Dornier System. Des Weiteren wurde er C3-Professor für Physik (1981–1987) an der TU München und C4-Professor für Physikalische Chemie (1987–1993) an der Universität Mainz.

Von 1993 bis 2014 war Möhwald wissenschaftliches Mitglied und Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam. Mit seiner Emeritierung am 1. Februar 2014 wurde die Abteilung Grenzflächen geschlossen. Er war danach noch als Emeritus und Consultant der Abteilung Biomaterialien am Institut aktiv. Darüber hinaus war er Honorarprofessor an der Universität Potsdam (seit 1995), der Zhejiang-Universität in Hangzhou (seit 2001), der Fudan Universität in Shanghai (seit 2004), der Soochow Universität in Sozuou (seit 2011) und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (2006). Seit 2012 war er Mitglied der Academia Europaea.[2] Ferner war er Vorsitzender der Kolloid-Gesellschaft (2003–2007) und Präsident der European Colloid and Interface Society ECIS (2002–2003).

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter seinen Auszeichnungen befinden sich unter anderem der Preis für Physik der Deutschen Gesellschaft für Physik (1978), der Liesegang Preis (1998), die Mitgliedschaft in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die Overbeek Medaille der European Colloid and Interface Society (2007), der Gay-Lussac-Humboldt-Preis (2007), die Ehrendoktorwürde der Universität Montpellier (2008), der Wolfgang-Ostwald-Preis (2009), der Langmuir Lectureship Award der American Chemical Society (2014) und der Elyuhar-Goldschmidt Award der Königlich Spanischen Gesellschaft für Chemie.

Forschungsinteressen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu seinen wissenschaftlichen Interessen zählten molekulare Grenzflächen, ultradünne Schichten, beschichtete Kolloide und Kapseln, Membranen und nanostrukturierte und funktionale Grenzflächen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Handbook of Scientific Members : Handbuch der Wissenschaftlichen Mitglieder Max-Planck-Gesellschaft, München 2006, Seite 167 (Seite über Möhwald)
  • Author Profile: Helmuth Möhwald, in: Angewandte Chemie International Edition 2011, 50, 3350–3352.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.mpikg.mpg.de/5957372/trauer-um-helmuth-moehwald
  2. siehe Lebenslauf unter http://www.mpikg.mpg.de/5171287/Curriculum-Vitae