Hengsen

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Hengsen
Gemeinde Holzwickede
Koordinaten: 51° 29′ 3″ N, 7° 37′ 43″ O
Fläche: 8,03 km²
Eingemeindung: 1. Januar 1968
Postleitzahl: 59439
Vorwahl: 02301

Hengsen ist ein Ortsteil der westfälischen Gemeinde Holzwickede, Kreis Unna.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hengsen liegt im Süden der Gemeinde Holzwickede. Im Süden grenzt die Gemarkung streckenweise an die Ruhr.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hengsen grenzte im Jahr 1967 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Stadt Dortmund und an die Gemeinden Holzwickede, Opherdicke und Altendorf (alle im Kreis Unna) sowie Hennen, Ergste, Geisecke und Lichtendorf (alle damals im Kreis Iserlohn).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Hengsen gehörte bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Amt Aplerbeck im Kreis Dortmund. Am 1. April 1887 wechselte sie in den neugebildeten Kreis Hörde. Als dieser am 1. August 1929 aufgelöst wurde, kam Hengsen zum Landkreis Hamm. Dieser wurde im Oktober 1930 in Kreis Unna umbenannt.[1] Am 1. Januar 1968 wurden Hengsen und Opherdicke nach Holzwickede eingemeindet.[2]

Von 1961 bis 1992 wurden auf der „Ruhrtal-Bahn“ international beachtete Grasbahnrennen veranstaltet.[3] Die erhöhten Zuschauerränge der Bahn sind als Erdwall um das Oval noch heute auf dem Gelände des Standortübungsplatzes zur Schwerter Straße hin sichtbar.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1931[4] 0860
1956[5] 1184
1961[6] 1130
1967[7] 1054
1987[8] 1150

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landesstraße L 673 verbindet Hengsen im Südwesten mit Geisecke, Schwerte, Westhofen und Garenfeld sowie im Osten mit Altendorf, Dellwig, Langschede, Fröndenberg/Ruhr und Wickede (Ruhr). Die Landesstraße L 677 führt in nördlicher Richtung nach Holzwickede und zum Flughafen Dortmund. Im Süden verbindet sie Hengsen mit Geisecke und Rheinen. Auf der Landesstraße L 678 fahren die Hengsener nach Opherdicke, Unna, Königsborn und Kamen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 196, 244, 317.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 64.
  3. Siehe Sonderausstellung der Heimatstube Holzwickede vom 14.7. bis 4.8.2019
  4. Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen. Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931.
  5. Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957.
  6. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 198.
  7. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 151.
  8. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.): Bevölkerung und Privathaushalte sowie Gebäude und Wohnungen. Ausgewählte Ergebnisse für Gemeindeteile. Regierungsbezirk Arnsberg. Düsseldorf 1990, S. 272.