Henitschesk

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Henitschesk
Генічеськ
Wappen von Henitschesk
Henitschesk (Ukraine)
Henitschesk
Basisdaten
Oblast: Oblast Cherson
Rajon: Rajon Henitschesk
Höhe: 18 m
Fläche: 60,383 km²
Einwohner: 21.633 (2004)
Bevölkerungsdichte: 358 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 75500–75509
Vorwahl: +380 5534
Geographische Lage: 46° 10′ N, 34° 49′ OKoordinaten: 46° 10′ 0″ N, 34° 48′ 40″ O
KOATUU: 6522110100
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt
Adresse: вул. Червоноармійська 8
75500 м.Генічеськ
Website: www.genichesk.com.ua
Statistische Informationen
Henitschesk (Oblast Cherson)
Henitschesk
i1
Strand bei Henitschesk

Henitschesk (ukrainisch Генічеськ; russisch Геническ Genitschesk) ist eine Stadt in der südukrainischen Oblast Cherson am Asowschen Meer mit etwa 20.000 Einwohnern.

Sie liegt etwa 180 Kilometer ostsüdöstlich der Oblasthauptstadt Cherson. Im Süden der Stadt trennt die Straße von Henitschesk die Stadt von der Arabat-Nehrung.

Henitschesk wurde 1784 gegründet und hieß bis 1837, dem Jahr in dem sie zur Stadt erhoben wurde, „Genitsch“ (russisch Генич) oder Henitsch (ukrainisch Геніч). Die Einwohner beschäftigten sich vor allem mit der Salzgewinnung aus den vielen Seen der Umgebung, außerdem hatte der Ort noch die Funktion eines Hafens. Durch den Bau einer Zweigbahn der Eisenbahn Sewastopol–Losowa bekam sie 1876 Anschluss an das Schienennetz.[1] Der Asteroid (2093) Genichesk wurde nach der Stadt benannt.

Russisch-Ukrainischer Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltberühmt wurde eine Ukrainerin aus Henitschesk, die einen russischen Invasionssoldaten am ersten Tag des russischen Überfalls auf die Ukraine 2022 beschimpfte.[2] Nach der Übernahme wurde ein neues Lenindenkmal aufgestellt. Zudem soll es Drohungen und Verschwindenlassen von Ukrainern, welche auf Verhaftungslisten standen, gegeben haben.[3]

Am 9. November 2022 starb Kyrylo Stremoussow (1976–2022) als stellvertretender Leiter der russischen Verwaltung hierorts. Am 12. November 2022 wurde bekannt, dass ein großer Teil der russischen Administration der Oblast Cherson in die Stadt Henitschesk umgesiedelt worden sei.[4] Die russischen Besatzer hätten Henitschesk zum „Verwaltungszentrum“ erklärt.[5] Dem britischen Militärnachrichtendienst zufolge, ist es das russische Kommandozentrum in der Ukraine, das nach Henitschesk verlegt worden sei. Der Nachrichtendienst kommentierte, dass Henitschesk für das russische Streitkräftekommando in der Ukraine strategisch günstig liege, unter anderem weil es durch die Verbindung zur Krim gut an Nachschublinien angeschlossen sei es und weil es dort noch nicht für ukrainische Artillerie erreichbar sei.[6]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Henitschesk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genitschi. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 7, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 101.
  2. Ukrainian woman offers seeds to Russian soldiers so 'sunflowers grow when they die', Guardian News, 25. Februar 2022
  3. Back in the USSR: Lenin statues and Soviet flags reappear in Russian-controlled cities, The Guardian, 23. April 2022
  4. Russische Besatzer verlegen Chersoner Verwaltungszentrum. www.tagesschau.de, 12. November 2022, abgerufen am 12. November 2022.
  5. »Wir vergessen niemanden, wir werden niemanden zurücklassen«, spiegel.de, abgerufen am 15. November 2022.
  6. https://twitter.com/defencehq/status/1592402834578083840/photo/1. Abgerufen am 15. November 2022.
  7. Daits Yosyp Abramovych, kharkov.vbelous.net
  8. Мендель Юлия, lb.ua, 5. Juni 2019
  9. Мендель Юлия, file.liga.net, 2. September 2020