Henner Berzau

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Henning „Henner“ Berzau (* 3. Mai 1921 in Magdeburg; † 8. Januar 2008 in Köln) war Schöpfer von mehr als 250 Liedern und Texten in Kölsch.

Grab auf dem Kölner Südfriedhof

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg verschlägt es den gebürtigen Magdeburger nach Köln. Hier schließt er sein in Jena begonnenes Medizinstudium ab und bildet sich zum Kinderarzt weiter. 1954 eröffnet er in Köln-Riehl eine Kinderarztpraxis, die er mehr als vier Jahrzehnte führt. Bei seinen kleinen Patienten und ihren Eltern ist der passionierte Akkordeonspieler bald bekannt als der Doktor mit der Quetsch.

Berzau wurde auf dem Kölner Südfriedhof (Flur 27 Nr. 806) beigesetzt. Das Grab liegt neben dem seines Freundes Heribert A. Hilgers.

Dichter und Liedermacher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Riehler Karnevalsverein schrieb er 1978 sein erstes Lied in kölscher Mundart „Et Jadeleed“ (Das Gartenlied). Es bildete sich die Gruppe Riehler Jademusikante, für die Berzau weitere Gartenlieder schrieb.

Kurze Zeit später wurde daraus die Gruppe Riehler Jassemusikante, die in wechselnder Besetzung bis in die 1990er Jahre bestand. Berzau schrieb für diese Gruppe und auch für viele andere Gruppen, Chöre und Einzelinterpreten wie Monika Kampmann.

1980 traf Berzau die vielseitige Kölner Künstlerin Uschi Werner-Fluss, die seine Lebensgefährtin wird. Für sie schrieb er zahlreiche Lieder und komplette Programme, die sie teilweise unter dem Namen Schneiwießje un Ruserut gemeinsam aufführten. Der Name des Duos leitet sich von der Haarfarbe ab, Uschi Werner-Fluss hat rote, Henner Berzau zu dem Zeitpunkt schon schneeweiße Haare.

1980 ist auch das Jahr, in dem der WDR die erste „kölsche“ Weihnachtssendung ausstrahlte. Der Titel der Sendung Sidd hösch, leev Lück sidd stell ist einem Chreesdaachleed von Henner Berzau entnommen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henner Berzau wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen bedacht, darunter

  • 2004 der Rheinlandtaler für seine Garten- Milieu- und Veedelslieder [1]
  • 2004 Ich muss et üch sage. Uschi Werner-Fluss singt Lieder von Henner Berzau. Eine CD in der Reihe Kölsche Evergreens der Kreissparkasse Köln
  • 2005 die Franz-Peter-Kürten-Auszeichnung des Rhein-Kreises Neuss [2]
  • 2007 für seine 60-jährige aktive Mitgliedschaft in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) [3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des Landschaftsverbandes Rheinland (Memento des Originals vom 7. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lvr.de Zugriff 12. Januar 2008
  2. Pressenachricht des Rhein-Kreises Neuss@1@2Vorlage:Toter Link/www.rhein-kreis-neuss.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Zugriff 19. November 2012
  3. Arbeiterwohlfahrt Köln, Archiv Januar 2008 Zugriff 12. Januar 2008

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heribert A. Hilgers: Das Henner-Berzau-Buch. Ausgewählte Lieder und andere Texte. Bachem, Köln 2003, ISBN 3980638499 (nicht eingesehen)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]