Henning Kullak-Ublick

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Henning Friedrich Kullak-Ublick (* 28. Mai 1955 in Buenos Aires, Argentinien) ist Waldorfpädagoge, Sprecher des Bundes der Freien Waldorfschulen und internationaler Koordinator von Waldorf 100.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henning Kullak-Ublick wuchs als Sohn des Diplomaten Horst Kullak-Ublick (1924–2016)[1] in Argentinien, Brasilien, Iran, Sri Lanka, Deutschland und Großbritannien auf und besuchte während seiner Kindheit und Jugend sieben verschiedene Schulen. 1976 legte er das Abitur an der University of London ab. Nach einem Studium der Landwirtschaft in Gießen und Kiel sammelte er praktische Erfahrungen mit der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise in Ostholstein. Das Interesse an der ökologischen Landwirtschaft und an der Direkten Demokratie führte ihn in die Politik: So war Henning Kullak-Ublick 1980 Gründungsmitglied der Partei Die Grünen und engagierte sich für die direkte Demokratie. Er initiierte die Volksinitiative Schule in Freiheit.

Von 1981 bis 1984 studierte Kullak-Ublick am Institut für Waldorfpädagogik Witten-Annen. 1984 wurde er Lehrer an der Freien Waldorfschule Flensburg, in der er bis zu seinem hauptberuflichen Wechsel zum „Bund der Freien Waldorfschulen“ als Klassen-, Englisch- und Religionslehrer und in den Leitungsgremien der Schule arbeitete.

1994 gründete Kullak-Ublick die Aktion mündige Schule, die sich 1995 mit der schleswig-holsteinischen Volksinitiative „Schule in Freiheit“ für eine Gesetzesreform zur Gleichberechtigung von Schulen in freier und staatlicher Trägerschaft einsetzte.[2]

Seit 2010 leitet er im Rahmen seiner Vorstandstätigkeit im Bund der Freien Waldorfschulen hauptberuflich dessen Arbeitsbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.[3] Er ist Kolumnist und Mitherausgeber der Monatszeitschrift Erziehungskunst[4] und Vortragsredner.

Kullak-Ublick ist internationaler Koordinator von Waldorf 100, das die weltweiten Feiern zum hundertjährigen Jubiläum der Waldorfpädagogik zusammenführt.

2017 wurde sein Buch Jedes Kind ein Könner (2014) als Taschenbuch in die Jubiläumsedition des Verlags Freies Geistesleben aufgenommen.

Kullak-Ublick lebt gemeinsam mit seiner Ehefrau Mareike (geb. Wackerhagen) in Hamburg. Sie haben vier Kinder.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige Horst Kullak-Ublick, FAZ, 9. April 2016
  2. Pressemitteilung Aktion mündige Schule Mai 1998, Was will die Volksinitiative „Schule in Freiheit“?@1@2Vorlage:Toter Link/www.freie-schule.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Vorstand Kommunikation. Bund der Freien Waldorfschulen, abgerufen am 23. Juli 2012.
  4. Impressum. Zeitschrift „Erziehungskunst“, abgerufen am 23. Juli 2012.
  5. Quelle: Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
  6. Quelle: [1]
  7. Quelle: [2]