Henningsleben

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Henningsleben
Koordinaten: 51° 4′ 9″ N, 10° 38′ 9″ O
Höhe: 262 (260–280) m
Einwohner: 250
Eingemeindung: 6. Mai 1993
Postleitzahl: 99947
Vorwahl: 03603
Karte
Lage von Henningsleben in Bad Langensalza
Beim Anger
Beim Anger

Henningsleben ist ein Ortsteil von Bad Langensalza.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henningsleben liegt etwa 4,36 Kilometer südlich von Bad Langensalza (Marktkirche), 15 Kilometer nördlich von Gotha (Altstadt) und etwa 28,69 km (Luftlinie) nordwestlich der Landeshauptstadt Erfurt. Der Ort liegt mit dem benachbarten Grumbach im östlichen Abdachungsgebiet der Großen Harth an einem tief eingeschnittenen Bach, der aus zwei in der Grumbacher Flur entspringenden Quellen gespeist wird und östlich Henningslebens durch den Abfluss des Katzenborns verstärkt wird. Der jetzt Herzbach genannte Bach fließt im Tal ostwärts nach Illeben. Südlich von Nägelstedt mündet der Bach in die Tonna, 550 Meter vor deren Mündung in die Unstrut. Höchste Erhebung in der Nähe des Ortes ist nördlich liegende „Rote Berg“.

Am östlichen Rand der Ortslange verläuft die B 247 zwischen Gotha und Bad Langensalza. Der befestigte Feldweg Illeber Weg führt von der B 247 geradewegs nach Nordosten ins 3,06 Kilometer entfernte Illeben. Von gleicher Stelle führt die L 2125 (früher K 103) als dörfliche Hauptstraße durch die Ortslage, um sie einerseits nach Süden in Richtung Wiegleben zu verlassen, andererseits, jetzt wieder als K 103 und als Sackstraße, nach Grumbach zu führen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinder von Henningsleben im Oktober 1961, während die Eltern Erntearbeiten verrichten

1211 wurde der Ort als Hennigsleuben zum ersten Mal erwähnt und sollte seinen Namen einige Male ändern. Von 1378 bis 1506 nannte man den Ort Henningisloiben, bis man endgültig zu Henningsleben gelangte. In der Schlacht bei Langensalza gegen die Preußen im Jahre 1866 spielte Henningsleben eine bedeutende Rolle. Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Langensalza und nach seiner Abtretung an Preußen von 1816 bis 1944 zum Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen. Bis 1945 lebte in Henningsleben die Gutsherrenfamilie Richter, deren Gutshaus 1947 abgerissen und das gewonnene Material zur Erbauung von Siedlungshäusern für die Vertriebenen verwendet wurde. 1952 wurde in Henningsleben die zweite LPG der damaligen DDR gegründet.

Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit hat Henningsleben etwa 290 Einwohner. Wie viele andere in Thüringen, ist auch dieser Ort von Geburtendefizit und Abwanderungen betroffen.

Industrie und Handwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Anlage zur Gewinnung von Biodiesel aus Raps werden jährlich 10.000 t Rapskuchen und 5000 t Biodiesel hergestellt. Weiterhin sind in Henningsleben zwei Handwerksbetriebe, sowie ein Landschaftspflegebetrieb.

Vereinsleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Henningsleben gibt es

  • den Fußballverein „FSV 90 Henningsleben“
  • eine Freiwillige Feuerwehr mit 25 Mitgliedern
  • die „Kirmesgesellschaft Henningsleben“

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche St. Mariä[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Hauptartikel: → St. Mariä (Henningsleben)

Seit 1730 steht die Kirche St. Mariä. Die Kirche ist besonders wegen ihres Inneren sehenswert.

Der Anger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der neu gestaltete Anger ist Treffpunkt für jung und alt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteilbürgermeister ist Torsten Schmied.[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sabine Spitzer: Die Henningslebener feierten ihr traditionelles Angerfest. In: TLZ.de online, 18. August 2010 (online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Henningsleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien