Henningsvær
| Henningsvær | |||
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| Basisdaten | |||
| Staat | |||
| Provinz (fylke) | Nordland | ||
| Gemeinde (kommune): | Vågan | ||
| Koordinaten: | 68° 9′ N, 14° 12′ O | ||
| Einwohner: | 517 (1. Januar 2025) | ||
| Fläche: | 0,3 km² | ||
| Bevölkerungsdichte: | 1723 Einwohner je km² | ||
| Höhe: | 5 moh. | ||
Henningsvær vom Festvågtinden, 2025 | |||
Henningsvær ist eine Ortschaft in der norwegischen Kommune Vågan in der Provinz (Fylke) Nordland. Das Fischerdorf hat 517 Einwohner (Stand: 1. Januar 2025).[1]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Henningsvær ist ein sogenannter Tettsted, also eine Ansiedlung, die für statistische Zwecke als eine Ortschaft gewertet wird.[1] Der Ort erstreckt sich über die beiden kleinen Inseln Heimøya und Hellandsøya. Die Inseln sind der Lofoten-Insel Austvågøya vorgelagert.[2] Svolvær, das Verwaltungszentrum der Kommune Vågan, liegt rund 26 Kilometer weiter nordöstlich auf Austvågøya.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der ersten norwegischen Volkszählung im Jahr 1769 wurden in Henningsvær vier Bewohner angegeben. Mit steigender Bedeutung der Fischerei stieg die Einwohnerzahl an. Im Jahr 1875 wurden 235 Einwohner angegeben. Die höchste Einwohnerzahl des Dorfes wurde bei der Volkszählung aus dem Jahr 1950 mit 994 Einwohnern erreicht.[3]
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Ortschaft am 4. März 1941 Schauplatz des ersten Sieges britischer Streitkräfte über den NS-Staat seit der Schlacht von Dünkirchen. Ein britisches Kommandounternehmen besetzte neben Brettesnes, Stamsund und Svolvær auch Henningsvær für 6 Stunden und zerstörte die kriegswichtige Glycerinindustrie als Teil der Fischverarbeitung.[4]
Die Kirche von Henningsvær wurde im Jahr 1974 errichtet.[5]
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1934 wurden die beiden Inseln über eine Mole verbunden. Dadurch verbesserten sich die Verhältnisse am Hafen von Henningsvær, der damit zu einem der wichtigsten Fischereihäfen der Inselgruppe Lofoten heranwuchs.[3]
Seit 1983 ist Hennigsvær über zwei Brücken mit Austvågøya verbunden. Der Fylkesvei 816 führt über mehrere Brücken von Henningsvær aus in den Norden nach Austvågøya. Dort mündet die Straße in die Europastraße 10 (E10). Durch die Anbindung Henningværs an das norwegische Straßennetz wurde der Tourismus für das Fischerdorf von größerer Bedeutung.[2][3]
- Kirche von Henningsvær
- Henningsværer Hafen
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort besitzt einen Kunstrasen-Fußballplatz,[6] dessen von Misha De-Stroyey aufgenommene Fotografie 2017 vom National Geographic im Bereich Städte zum besten Bild des Jahres gekürt wurde.[7] Der Platz gilt seitdem als einer der schönsten Sportplätze der Welt.[8]
Name
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ortsname setzt sich aus dem Vornamen Henning und dem Wort vær zusammen. Der Namensbestandteil vær steht für Fischerdorf.[9][10]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ole Juul (1852–1927), Landschafts- und Marinemaler der Düsseldorfer Schule und Fotograf
- Sondre Justad (* 1990), Sänger
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Henningsvær im Store norske leksikon (norwegisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 20. November 2025 (englisch).
- 1 2 Henningsvær. In: Norgeskart. Abgerufen am 26. November 2022 (norwegisch).
- 1 2 3 4 Thor Ingvart Karlsen, Geir Thorsnæs: Henningsvær. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 26. November 2022 (norwegisch).
- ↑ lofotraidet. Lofoten Krigsminnemuseum, abgerufen am 8. September 2025 (norwegisch).
- ↑ Henningsvær kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 26. November 2022 (norwegisch).
- ↑ Paula Eiselen: Spektakuläre Spielstätten: Fußballplätze an außergewöhnlichen Orten weltweit. In: stern.de. 16. Oktober 2026, abgerufen am 16. Juni 2026.
- ↑ Misha De-Stroyey: 2017 National Geographic Travel Photographer of the Year: Third Place Winner, Cities: Henningsvær Football Field. In: National Geographic. 30. Oktober 2019, abgerufen am 30. Oktober 2019 (englisch, Bild 17).
- ↑ Martin Schmidt: Henningsvær und der schönste Sportplatz der Welt. In: norwegenservice.net. 21. September 2017, abgerufen am 30. Oktober 2019.
- ↑ Henningsvær. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 26. November 2022 (norwegisch (Nynorsk)).
- ↑ vær. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 26. November 2022 (norwegisch (Nynorsk)).
