Henrik Freischlader

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Henrik Freischlader 2007
Henrik Freischlader 2007
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Still Frame Replay
  DE 76 11.03.2011 (1 Wo.)
Openness (als Henrik Freischlader Trio)
  DE 57 08.04.2016 (1 Wo.)
Hands on the Puzzle (als Henrik Freischlader Band)
  DE 65 31.08.2018 (1 Wo.)

Henrik Freischlader (* 3. November 1982 in Köln) ist ein deutscher Bluesgitarrist und -sänger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in früher Kindheit begann Henrik Freischlader Gitarre und Schlagzeug zu spielen. Darüber hinaus spielt er auch Bass und diverse andere Instrumente, deren Beherrschung er sich autodidaktisch aneignete. Erste Erfolge als Gitarrist und Sänger verzeichnete Henrik Freischlader mit diversen Blues-Bands, darunter Lash und Bluescream, vor allem im Bergischen Land und am Niederrhein. Seine Hauptwirkungsstätte war sein damaliger Wohnort Wuppertal. Der Durchbruch auf nationaler Ebene gelang ihm mit dem im März 2006 bei ZYX Music erschienenen Album „The Blues“ der 2004 gegründeten Henrik Freischlader Band, deren Mitglieder neben ihm Oliver Schmellenkamp am Bass und zunächst Daniel Guthausen, dann Dirk Sengotta und ab 2012 Björn Krüger am Schlagzeug waren. Ende 2014 löste Freischlader die Band nach der „Night Train to Budapest Farewell Tour“ auf - letzte Mitglieder waren Theofilos Fotiadis (Bass), Dirk Sengotta (Schlagzeug) und Moritz Fuhrhop (Hammond-Orgel). In 2016 tat er sich mit Alex Grube (Bass) und Carl-Michael Grabinger (Schlagzeug) zusammen und nahm unter dem Namen Henrik Freischlader Trio das Album „Openness“ auf.

2009 gründete Freischlader sein eigenes Musiklabel „Cable Car Records“, mit dem er nach eigenem Bekunden „seine musikalischen Projekte und Experimente verwirklichen“ will. Seine Studio-Soloalben hat er quasi im Alleingang eingespielt. Auf seinem Album Still Frame Replay wirkt Joe Bonamassa mit. Seit einigen Jahren arbeitet Freischlader als Multiinstrumentalist und Komponist auch mit anderen Künstlern zusammen. Zudem produzierte er jeweils zwei Alben für die kanadische Künstlerin Layla Zoe und den Saxophonisten und Sänger Tommy Schneller.

2017 gründete er wieder eine neue Henrik Freischlader Band, der außer ihm Moritz Meinschäfer (Schlagzeug), Harrison Larner-Main (Gesang und Gitarre), Armin Alic (Bass), Dániel Szebényi (Keyboard), Marco Zügner (Saxofon), Linda Sutti und Joanne Kasner (beide Gesang) angehören.

Henrik Freischlader lebt nach einigen Jahren in Kiel wieder in seiner Heimatstadt Wuppertal.

Einflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikalische Einflüsse stellen u. a. Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix und Gary Moore dar. Der Einfluss von Gary Moore zeigt sich auch daran, dass Henrik Freischlader 2017 das Gary Moore-Tribute-Album Blues for Gary, bei dem die beiden früheren Gary Moore-Mitmusiker Pete Rees (Bass) und Vic Martin (Keyboard) sowie der Moore-Bruder Cliff Moore (Gitarre) mitwirken, veröffentlicht hat.

Equipment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Equipment spielt Freischlader seit seinem ersten Album „Realtone“-Verstärker, deren Entwickler Andreas Breuhaus eigens für Freischlader ein Signature-Modell entwickelte.[2] Freischladers Hauptgitarre ist eine Haar-Stratocaster in der Farbe Sunburst, auf deren Kopfplatte trotz der eigentlichen Marke „Haar“ ein Fender-Aufkleber klebt. Des Weiteren greift Freischlader hauptsächlich auf Stratocaster-Modelle der Marke Fender zurück, spielt allerdings gelegentlich auch Fender Telecasters (so auf dem Album „Rorymania“ mit Richie Arndt & the Bluenatics), oder eine rote Gibson ES-335, die er auf dem Album der Gruppe 5live ausschließlich spielt. Erwähnenswert ist noch die Tatsache, dass er einige Gibson Les Pauls sein Eigen nennt und mit diesen auch auf Tour spielt. Selten spielt Freischlader auch Akustik-Gitarren der Marken Ovation oder Martin. Henrik Freischlader baut nur begrenzt Effektgeräte in sein Spiel ein, er benutzt den „Holy Grail“, ein Hallgerät der Marke Electro-Harmonix, verschiedene Modelle der Tubescreamer-Serie von Ibanez und Wah-Wah-Pedale von Vox. Außerdem verwendet Freischlader Kabel der Marke George L und Saiten der Marke D’Addario NYXL (Stärke .010 -.052).[3]

Henrik Freischlader live in Saarbrücken (2009)
Henrik Freischlader live bei den Leverkusener Jazztagen 2016

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soloalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Recorded by Martin Meinschäfer (Freischladers 3. Studioalbum - erschienen als Doppel-LP CD CCR 0311-33, als CD CCR 0311-33 sowie als limitierte und nummerierte MC CCR 0311-33 auf Cable Car Records)
  • 2010: Tour 2010 Live (Freischladers 2. Livealbum erschienen als Doppel-CD CCR 0311-34 auf Cable Car Records)
  • 2011: Still Frame Replay (Freischladers 4. Studioalbum - erschienen als Doppel-LP CCR 0311-35 und als CD CCR 0311-35 auf Cable Car Records)
  • 2013: Night Train to Budapest (Freischladers 6. Studioalbum - erschienen als Doppel-LP CCR 0311-42-LP und als CD CCR 0311-42 auf Cable Car Records)
  • 2015: Live 2014 – Night Train to Budapest Farewell Tour (Freischladers 4. Livealbum - erschienen als CD CCR 0311-45 auf Cable Car Records)
  • 2017: Blues for Gary (Freischladers 8. Studioalbum - erschienen als Doppel-LP CCR 0311-49-LP und als CD CCR 0311-49 auf Cable Car Records, Gary Moore-Tribute-Album)

Mit der Henrik Freischlader Band[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: The Blues (Freischladers 1. Studioalbum erschienen als CD PEC 2008-2 auf Pepper Cake/ZYX Music - als Doppel-LP wiederveröffentlicht in 2012)
  • 2007: Get Closer (Freischladers 2. Studioalbum - erschienen als CD PEC 2019-2 auf Pepper Cake/ZYX Music - als Doppel-LP wiederveröffentlicht in 2012)
  • 2008: Henrik Freischlader Band LIVE (Freischladers 1. Livealbum - erschienen als Dreifach-CD PEC 2047-2 auf Pepper Cake/ZYX Music)
  • 2008: 5 LIVE in the kitchen (erschienen als CD sowie als LP Vinyl 180 gr. mit CD, Kooperation mit Leo Gehl und dem Deutschlandfunk, Eigenvertrieb)
  • 2012: The Soul of HFB – Funk’n’Blues & Ballads (erschienen als Doppel-CD PEC 2081-2 und Doppel-LP PEC 2081-1; Kompilation mit Titeln der ersten drei Henrik Freischlader Band-CDs The Blues, Get Closer und Henrik Freischlader Band LIVE; Pepper Cake/ZYX Music)
  • 2012: House in the Woods (Freischladers 5. Studioalbum - erschienen als LP CCR 0311-39-LP und als CD CCR 0311-39 auf Cable Car Records)
  • 2012: Show No. 47 (erschienen als Doppel-DVD CCR 0311-38 auf Cable Car Records)
  • 2013: Live in Concerts (Show No. 47/2011 & Show No. 27/2012) (Freischladers 3. Livealbum - erschienen als 4CD-Box CCR 0311-40 auf Cable Car Records)
  • 2018: Who 33 (Freischladers 5. Livealbum - erschienen als limitierte Doppel-LP CCR 0311-WHO-33 auf Cable Car Records)
  • 2018: Hands On The Puzzle (Freischladers 9. Studioalbum - erschienen als Doppel-LP CCR 0311-51-LP und als CD CCR 0311-51 auf Cable Car Records)

Mit dem Henrik Freischlader Trio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Openness (Freischladers 7. Studioalbum - erschienen als Doppel-LP CCR 0311-47-LP und als CD CCR 0311-47 auf Cable Car Records)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henrik Freischlader in den deutschen Charts
  2. Realtone Henrik Freischlader Signature Amp. Abgerufen am 30. Oktober 2014.
  3. Henrik Freischladers Facebook Post. Abgerufen am 18. Oktober 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Henrik Freischlader – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien