Henry F. Schaefer

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Henry F. Schaefer 2006

Henry Frederick „Fritz“ Schaefer III. (* 8. Juni 1944 in Grand Rapids, Michigan) ist ein US-amerikanischer theoretischer Chemiker.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Schaefer studierte am Massachusetts Institute of Technology mit dem Bachelor-Abschluss in chemischer Physik 1966 und wurde 1969 an der Stanford University promoviert. Danach war er Professor an der University of California, Berkeley von 1969 bis 1987 und ab 1987 Professor an der University of Georgia, wo er Direktor des Center for Computational Chemistry ist und Graham Perdue Professor im Franklin College of Arts and Sciences.

1979/80 war er Gründungsdirektor des Instituts für Theoretische Chemie der University of Texas at Austin und war dort Wilfred T. Doherty Professor. Er war Gastprofessor an der Universität Paris, an der ETH Zürich und der Australian National University.

Schaefer befasst sich mit theoretischer und rechnergestützter Quantenchemie (ab initio Rechnungen). Er ist an über 1300 Veröffentlichungen beteiligt (2012). Einige seiner Veröffentlichungen führten zur Überprüfung althergebrachter Modelle, so seine Vorhersage der Struktur von Methylen allein aus theoretischen quantenmechanischen Berechnungen 1970 (und dem Modell von Gerhard Herzberg widersprechend), was dem Ansehen der ab initio Rechnungen einen Schub verlieh.

Er ist Fellow der American Academy of Arts and Sciences, Mitglied der International Academy of Quantum Molecular Science und er war lange Vorsitzender der World Association of Theoretical and Computational Chemists (WATOC).

Schaefer veröffentlichte über Religion und Wissenschaft und hält darüber Vorträge. Er äußerte Sympathien für Intelligent Design.

Ehrungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Quantum Chemistry: The Development of Ab Initio Methods in Molecular Electronic Structure Theory. Dover Pub., 2004

Literatur[Bearbeiten]

  • About the Author. In: Henry F. Schaefer III: Science and Christianity: Conflict Or Coherence? The Apollos Trust, Watkinsville 2003, ISBN 0-9742975-0-X, S. 181–184 (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chemical Pioneer Award, University of Georgia