Henry Maurice Drummond-Hay

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Henry Maurice Drummond-Hay

Henry Maurice Drummond-Hay (* 7. Juni 1814 Megginch Castle, in Perth and Kinross, Schottland; † 3. Januar 1896) war ein schottischer Vogelkundler und Ichthyologe.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war der jüngste Sohn von Vice-Admiral Sir Adam Drummond, K.C.B., von Megginch Castle, Perthshire und Charlotte Murray, der Tochter von John Murray, 4. Duke of Atholl.

Am 12. Oktober 1859 heiratete er in Perth Charlotte Elizabeth Richardson-Hay (* 1834; † 27. April 1914)[1] aus dem Hause Seggieden und Aberage[2] und führte von nun an den Namen Drummond-Hay. Sie hatten sechs Kinder:[3]

  • Constance Margaret Jane (15. März 1862 - 4. Februar 1944)
  • James Adam Gordon (5. August 1863 - 27. Dezember 1928)
  • Alice Charlotte (6. Mai 1865 - 23. Januar 1956)
  • Lucy Barbara (31. August 1866 - 1954)
  • Henry Maurice (22. Oktober 1869 - 2. November 1932)
  • Edith Maud (28. Februar 1872 - 20. Februar 1960)

Militärische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 1832 wurde er zu den 42nd Royal Highlanders, einem schottischen Infanterie Regiment berufen und diente während seiner zwanzigjährigen Dienstzeit in Irland, Malta, auf Korfu, den Bermudas und Halifax in Nova Scotia. Am 4. Dezember 1833 wurde er zum Ensign[4], am 15. Dezember 1838 zum Lieutenant befördert[5] und als er 1852 aus dem Militärdienst ausschied war er bereits Captain und wurde am 8. Juni 1854 zum Major ernannt.[6] Kurze Zeit später wechselte er zu den Perthshire Rifles und führte als Lieutenant colonel das Regiment während des Krimkriegs. 1872 ging Colonel Henry Maurice Drummond-Hay endgültig in Rente.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in der Jugend interessierte sich Henry Maurice Drummond für die Feldforschung. Nachdem er moderne Sprachen studiert hatte, ging er in die Schweiz und lernte in der Werkstatt von Max H. Linder, damals die bedeutendste Autorität auf dem Gebiet der Ornithologie im Alpenraum, die Taxidermie. Während seiner Militärzeit studierte er die Vögel und Fische in den Ländern seiner Stationierung und stand in Briefkontakt mit den Ornithologen William Jardine und Hugh Edwin Strickland. 1835 will Drummond als erster den Olivenspötter (Hippolais olivetorum) entdeckt haben, den Strickland zwei Jahre später beschrieb.

Als Drummond auf Malta stationiert war widmete er sich auch der Ichthyologie und fertigte in Zusammenarbeit mit Antonio Schembri zahlreiche farbige Zeichnungen der Fische an. 1843 begleitete er während seines Urlaubs Thomas Graves, Captain des Schiffs HMS Meteor, auf der Fahrt von Malta nach Kreta. Vom 27. April bis zum 18. Juni 1843 studierte er dort die Vogelwelt und veröffentlichte seine Erkenntnisse in dem Artikel Two Months in the Island of Crete. Später wurde seine Kompanie auf den Bahamas und schließlich in Halifax stationiert. Auf der Fahrt zurück nach Schottland im Dezember 1852 sah er vom Schiff aus einen Riesenalk und behauptete später er wär der letzte gewesen, der ein lebendes Exemplar gesehen hätte.

Drummond war der erste Präsident der British Ornithologists’ Union und im Jahre 1858 einer der zwanzig Gründer des Journals Ibis. In den letzten zwanzig Lebensjahren widmete er sich der Naturgeschichte von Perthshire und Tayside und vor allem der Gründung des Perth Museums.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charlotte Elizabeth Richardson-Hay bei genealogy.rootsweb.ancestry.com
  2. The Annual Register, or a View of the History and Politics of the Year 1859, Band 101, London 1860, S. 403 (online)
  3. Descendants of King Henry VII auf angelfire.com
  4. The United Service Journal and Naval and Military Magazine, Teil 1, London 1833, S. 140 (online)
  5. The United Service Journal and Naval and Military Magazine, Band 26, Teil 1, London 1838, S. 142 (online)
  6. T. L. Behan, Bulletins and Other State Intelligence for the Year 1854, Teil 1, S. 738 (online)
  7. Ibis Jubilee supplement 1908