Heraklith

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Heraklith
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Rechtsform GmbH
Auflösung 1908
Sitz Fürnitz, Österreich
Mitarbeiter 2.236 (2005)[1]
Umsatz 255,4 Mio. Euro (2005)[1]
Branche Baustoffindustrie
Website www.knaufinsulation.at

Die Knauf Insulation GmbH (ehemals Heraklith GmbH) ist ein österreichischer Hersteller von Holzwolle-Leichtbauplatten (abgekürzt HWL-Platten).

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Fürnitz in Kärnten gehört seit 2006 zur deutschen Firma Knauf Gips und tritt seit Dezember 2007 in Deutschland und Österreich unter dem einheitlichen Namen Knauf Insulation GmbH auf. Der Name Heraklith wird jedoch weiterhin für die vom Unternehmen hergestellten Holzwolle-Dämmplatten verwendet. Rund 70 Prozent der in Deutschland verwendeten HWL-Platten werden von ihr hergestellt.

Das Urwerk für die Produktion lag seit 1907 in Ferndorf, hier wurde bis 2009 Steinwolle produziert.[2]

Heraklith-Platten werden wegen ihres Aussehens scherzhaft auch Sauerkrautplatten genannt.

Teilbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heraklith
Die Heraklith-Platte besteht aus Holzwolle und mineralischen Bindemitteln, vor allem Zement oder Magnesit. Sie dient der Wärmedämmung bei Gebäuden sowie industrieller Anwendung, als Putzgrund sowie als Deckenplatte zur Schalldämpfung. Stärkere Platten gibt es auch mit Nut und Feder, dünnere mit Stufenfalz.
Heralan
Platten aus Steinwolle, zur Schall- und Wärmedämmung; nicht brennbar.
Heradesign
Spezielle Produkte zur Raumgestaltung; Holzwoll-Leichtbauplatten und/oder Steinwoll-Leichtbauplatten in speziellen Farben, Designs und Formen.
Kombinationen
Für stärkere Wärmedämmung wird sie auch als Mehrschichtplatte mit einer Dämmschicht aus Polystyrol oder Steinwolle hergestellt. Die Platten gibt es in den Stärken 25, 35, 50, 75, 100 mm, sie haben eine Größe von 50 mal 120 cm, die dünneren Platten sind auch in 200 cm Länge lieferbar.

Werksstandorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen hat Standorte in Simbach am Inn, St. Egidien und Bad Berka in Deutschland, Neochorouda (Thessaloniki) in Griechenland, Novi Marof in Kroatien, Nová Baňa in der Slowakei, Škofja Loka in Slowenien, Dynín, Slavětín und Prosenice in Tschechien sowie Zalaegerszeg in Ungarn.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Facts and Figures
  2. Urstandort Ferndorf