Herbelhausen

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Herbelhausen
Koordinaten: 51° 0′ 15″ N, 8° 58′ 39″ O
Höhe: 296 (293–309) m ü. NHN
Fläche: 2,72 km²[1]
Einwohner: 71 (2020)[2]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35285
Vorwahl: 06453
Herbelhausen mit Kellerwald

Herbelhausen ist ein Stadtteil von Gemünden (Wohra) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Der Ort liegt zwischen Kellerwald und Burgwald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Herbelhausen erfolgte unter dem Namen Herebaldeshusen und wird in die Zeit 1200–1220 datiert.[1] 1900 bestand das kleine Dorf aus 16 Häusern und der 1893 errichteten Schule. Sie wird seit den 1970er Jahren vom Schützenverein genutzt. 1927 gehörte das Dorf zum Amtsgericht Rosenthal und zum Finanzamt Frankenberg.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dezember 1971 wurden im Zuge der hessischen Gebietsreform die bis dahin selbständigen Gemeinden Grüsen, Herbelhausen, Lehnhausen und Sehlen auf freiwilliger Basis nach Gemünden an der Wohra eingegliedert.[3][4] Für Herbelhausen wurde wie für die übrigen Stadtteile ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Herbelhausen 78 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 9 Einwohner unter 18 Jahren, 21 waren zwischen 18 und 49, 15 zwischen 50 und 64 und 30 Einwohner waren älter.[6] Die Einwohner lebten in 30 Haushalten. Davon waren 6 Singlehaushalte, 9 Paare ohne Kinder und 12 Paare mit Kindern, sowie keine Alleinerziehenden und 3 Wohngemeinschaften. In 9 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 12 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.[6]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

Herbelhausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
148
1840
  
142
1846
  
137
1852
  
147
1858
  
141
1864
  
148
1871
  
141
1875
  
132
1885
  
126
1895
  
131
1905
  
136
1910
  
134
1925
  
127
1939
  
107
1946
  
176
1950
  
171
1956
  
121
1961
  
117
1967
  
119
1970
  
123
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2009
  
92
2011
  
78
2020
  
71
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Stadt Gemünden[7][2]; Zensus 2011[6]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 126 evangelische (= 100 %) Einwohner[1]
• 1961: 112 evangelische (= 95,73 %), 5 katholische (= 4,27 %) Einwohner[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Herbelhausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juli 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b Wir über uns / Daten und Zahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Gemünden (Wohra), abgerufen im September 2021.
  3. Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 1. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 4,9 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 390.
  5. Hauptsatzung. (PDF; 873 kB) §; 6. In: Webauftritt. Stadt Gemünden (Wohra), abgerufen im Februar 2019.
  6. a b c Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 48 und 104;.
  7. Einwohnerzahlen. Stadt Gemünden an der Wohra, abgerufen im Mai 2021.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]