Herbert Ballmann

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Herbert Ballmann (2002)

Herbert Ballmann (* 29. Dezember 1924 in Dortmund; † 22. Mai 2009 in Berlin) war ein deutscher Filmproduzent sowie Theater- und Filmregisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1942 absolvierte Ballmann eine Schauspielausbildung am Berliner Schillertheater. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann seine Karriere in der Deutschen Demokratischen Republik. Seine erste Filmarbeit war der Dokumentarfilm Blaue Wimpel im Sommerwind, der im Auftrag der Pionierorganisation der DDR entstand. Zwischen 1954 und 1958 leitete er die Kinder- und Jugendfilm-Studios der Deutschen Film AG, wo er vier Spielfilme inszenierte, darunter Der Teufel vom Mühlenberg (1955). Mit Der Prozeß wird vertagt nach dem Roman von Leonhard Frank entstand 1958 sein erster Spielfilm für Erwachsene. Bei seinem nächsten Projekt, Haus im Feuer nach dem Roman Die Stunde der toten Augen von Harry Thürk, kam es zu Unstimmigkeiten mit der DEFA-Leitung. Nachdem ihm die Regie entzogen und das Projekt an Carl Balhaus übergeben wurde (die Dreharbeiten wurden allerdings nach zwei Monaten endgültig abgebrochen), entschloss sich Ballmann, die DDR zu verlassen. Das von ihm begonnene Projekt Ein Sommertag macht keine Liebe wurde von Gerhard Klein fertiggestellt.

Ballmann zog 1959 nach Berlin-Grunewald zu seiner Frau, Gisela Uhlen, die am Schiller-Theater engagiert war und deshalb bereits in West-Berlin wohnte. Von 1959 bis 1961 arbeitete er als Schauspieler und Regisseur am Schillertheater, ab 1961 als Regisseur am Hansatheater und am Theater am Kurfürstendamm.

1967 inszenierte er erstmals einen Fernsehfilm. Einem breiten Publikum bekannt wurde er 1978 mit der Fernsehreihe Ein Mann will nach oben nach dem Roman von Hans Fallada. Bald arbeitete er auch als Produzent; als Leiter der NFP – Neue Filmproduktion GmbH war er für Erfolgsserien wie Drei Damen vom Grill und Praxis Bülowbogen verantwortlich sowie Ende der 1990er Jahre für Der Havelkaiser mit Günter Pfitzmann und Rosemarie Fendel in den Hauptrollen.

1971 bekam er zusammen mit Wolfgang Patzschke und Herbert Stass den Adolf-Grimme-Preis mit Gold für Interview mit Herbert K..

Seine letzten Arbeiten als Kinoregisseur waren die Filmkomödien Einmal Ku’damm und zurück (1985) mit Ursela Monn, nach einer wahren Geschichte von Peter und Christa Gross-Feurich und A.D.A.M. (1988) mit Helmut Berger und Désirée Nosbusch.

Von 1957 bis 1961 war Ballmann mit der Schauspielerin Gisela Uhlen verheiratet.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]