Herbert Brenon

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Herbert Brenon, 1916

Alexander Herbert Reginald St. John Brenon (* 13. Januar 1880 in Dublin; † 21. Juni 1958 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler irischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Brenon kam als Teenager in die USA und begann in den ersten Jahren des Stummfilmkinos zunächst als Schauspieler. Ab 1909 schrieb er seine ersten Drehbücher im Auftrag von Carl Laemmle für dessen Imperial Company (IMP), aus der später die Universal Studios hervorgingen. 1912 führte er erstmals Regie in dem Film All for Her und erstieg rasch zu einem der renommierten Regisseure der Ära auf. Bereits im Folgejahr machte er mit Neptune's Daughter aus Annette Kellermann einen Star. In den 1910er Jahren war Brenon oft bei den alten Fox-Studios beschäftigt, so als Regisseur von Theda Bara in The two Orphans, in dem er auch als Schauspieler auftrat. Mit Alla Nazimova inszenierte er im selben Jahr mit War Brides einen beklemmend intensiven Anti-Kriegsfilm und einen der großen Erfolge für Nazimova.

Seinen größten künstlerischen Erfolg hatte Brenon mit der Erstverfilmung von Peter Pan, der aus Betty Bronson 1924 einen Star machte. Weitere Erfolge waren die Adaption von The Great Gatsby mit Warner Baxter sowie die Adaption von Beau Geste mit Ronald Colman und Alice Joyce, die beide 1926 auf die Leinwand kamen. Für Beau Geste wurde Brenon mit dem Photoplay Award ausgezeichnet.

Für sein Drama Hauptmann Sorrell und sein Sohn (Sorrel and Son) erhielt er 1927 eine Oscarnominierung als bester Regisseur. Zu seinen letzten finanziellen Erfolgen zählte 1928 sein Film Laugh, Clown, Laugh mit Lon Chaney und der gerade 15-jährigen Loretta Young. Young beklagte sich gegenüber John Kobal in einem längeren Interview in People Will Talk bitterlich über die rüden und gemeinen Methoden, mit denen sie Brenon schikanierte. Es sei, so Young, allein dem energischen Eingreifen von Chaney zu verdanken, dass sie den Film unbeschadet überstanden habe. Mit dem Aufkommen des Tonfilms verebbte Brenons Karriere sehr rasch. Filme wie „Transgression“ von 1931 zeigen deutlich, wie wenig er mit dem neuen Medium zurechtkam. Nach rund 130 Filmen zog er sich 1940 aus dem Filmgeschäft zurück.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1911: Liebe und Leidenschaft
  • 1911: Das Liebesglück der Blinden
  • 1912: Um Haaresbreite
  • 1912: Henny Portens Reise nach Köln zur Eröffnung des Modernen Theaters
  • 1912: Der Schatten des Meeres
  • 1912: Jung und Alt
  • 1912: Kämpfende Herzen
  • 1912: Maskierte Liebe
  • 1912: Im goldenen Käfig
  • 1913: Ivanhoe
  • 1939: Black Eyes
  • 1938: Yellow Sands
  • 1938: Housemaster
  • 1939: Black Eyes
  • 1940: The Flying Squad

Weblinks[Bearbeiten]