Herbert Föttinger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Herbert Föttinger und Sandra Cervik, 2014

Herbert Föttinger (* 25. Juli 1961 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler und Theaterregisseur. Er ist Direktor des Theaters in der Josefstadt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herbert Föttinger nahm privaten Schauspielunterricht bei Peter P. Jost und gründete bereits im Alter von 16 Jahren eine Jugendtheatergruppe im Waldviertel. Ab 1984 spielte er am Städtebundtheater im deutschen Hof an der Saale, am Landestheater Detmold (1985–1987), am Stadttheater Hildesheim (1987–1988), am Schauspielhaus Graz (1988–1990) und am Wiener Volkstheater (1990–1993).

Seit 1993 ist Föttinger Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt in Wien, sein Debüt gab er als Strizzi Alfred in Ödön von Horváths Geschichten aus dem Wienerwald in einer Inszenierung von Karlheinz Hackl.

1996 führte Föttinger bei Die Bernfeld-Revue (Stadttheater Baden, Rabenhof Theater Wien) zum ersten Mal Regie. Später war er am Theater in der Josefstadt mehrfach mit Erfolg als Regisseur tätig und sprach in diesem Zusammenhang von seinem Regiedebüt, erwähnte seine eigentliche erste Inszenierung jedoch nicht.

1998 wurde ihm der Wiener Schauspielerring verliehen.

In der Saison 2006/2007 übernahm Föttinger als Nachfolger von Helmuth Lohner die Direktion des Theaters in der Josefstadt. Exakt 15 Monate nach seiner Designation zum Künstlerischen Direktor eröffnet er am 14. September 2006 die Spielzeit mit der Uraufführung von Peter Turrinis Mein Nestroy.

Am 16. Februar 2012 wurde ihm der Titel Kammerschauspieler verliehen.

2013 inszenierte er Beethovens Fidelio im Theater an der Wien, seine erste Operninszenierung. Premiere war am 17. März 2013. Am 1. September 2016 hatte in seiner Inszenierung die Uraufführung von Ödön von Horváths Tragödie Niemand im Theater an der Josefstadt Premiere. Die zentralen Rollen spielten Florian Teichtmeister (Fürchtegott Lehmann), Gerti Drassl (Ursula), Martina Stilp (Gilda), Roman Schmelzer (Wladimir), Dominic Oley (Klein) und Swintha Gersthofer (Kellnerin) sowie Raphael von Bargen (Fremder).

Im Dezember 2016 wurde ihm der Johann-Nestroy-Ring der Stadt Bad Ischl zuerkannt.[1]

Herbert Föttinger ist mit der Schauspielerin Sandra Cervik verheiratet, sie haben einen Sohn.

Wichtige Rollen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater in der Josefstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salzburger Festspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Spielansager im „Jedermann“ (1995)
  • Dolabella in „Antonius und Cleopatra“, Regie: Peter Stein

Sommerspiele Reichenau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Ein Monat auf dem Lande“ (1998)
  • „Anatol“ (2001)
  • Prof. Ebenwald in „Professor Bernhardi“ (2003)
  • Friedrich Hofreiter in „Das weite Land“ (2004)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manche Tage dauern Jahre – Herbert Föttinger liest Texte von Norbert Silberbauer – ORF Ö1-CD, Edition Literatur, 2003

Regiearbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Herbert Föttinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. orf.at - Herbert Föttinger erhält Nestroy-Ring. Artikel vom 7. Dezember 2016, abgerufen am 7. Dezember 2016.
  2. Mein Nestroy (Memento des Originals vom 4. November 2006 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.josefstadt.org im Theater in der Josefstadt
  3. Aus Liebe (Memento des Originals vom 27. Mai 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.josefstadt.org im Theater in der Josefstadt