Herbert Fleissner

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Herbert Fleissner (* 2. Juni 1928 in Eger/Cheb; † 25. November 2016 in München[1]) war ein deutscher Jurist und Verleger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fleissner wurde 1928 als Sohn eines Bankbeamten in Eger geboren. Nach der Vertreibung aus dem Sudetenland und dem Abitur in Salzburg 1947 studierte Fleissner Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck und wurde 1952 zum Dr. jur. promoviert. In Innsbruck wurde er Mitglied der Burschenschaft Suevia.[2]

1952 gründete er in München einen Buchversand und einen literarischen Verlag. Hinzu kamen 1962 der Amalthea-Verlag, 1966 der Herbig-Verlag, 1967 der Langen Müller Verlag, 1974 der Nymphenburger Verlag und terra magica. 1984 wurde die so entstandene Verlagsgruppe mit den Verlagen Ullstein/Propyläen der Axel-Springer-Gruppe zusammengeschlossen (bis 1996). Heute firmiert die Verlagsgruppe unter dem Namen „LangenMüller Herbig nymphenburger“ mit Sitzen in München und Stuttgart. Im September 2004 zog sich Herbert Fleissner aus der aktiven Geschäftsführung des Verlags zurück. Er gilt als Mitfinanzier der Zeitschrift Zur Zeit.[2]

Seit 1984 war er im Vorstand der Sudetendeutschen Landsmannschaft. 2010 wurde er in das Präsidium des Sudetendeutschen Rates gewählt. Er war Mitglied im Witikobund sowie der CSU.

Herbert Fleissner lebte in München und Südtirol. Er war mit Gisela Fleissner verheiratet und hatte vier Kinder. Die Tochter Brigitte Fleissner-Mikorey übernahm im September 2004 die Leitung der Verlagsgruppe »LangenMüller Herbig nymphenburger terra magica« in München, Michael Fleissner ist Geschäftsführer des Kosmos und des Belser Verlages in Stuttgart.[3]

2008 wurde ihm die Ulrich-von-Hutten-Medaille der Gesellschaft für freie Publizistik, der laut Verfassungsschutz größten rechtsextremistischen Kulturvereinigung Deutschlands, deren Mitbegründer Fleissner war, verliehen.[4][5]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geburtstagsalbum in sieben Dekaden zum 2. Juni 1998: Dr. Herbert Fleissner, Verleger. Hrsg. von Michael Fleissner und Brigitte Fleissner-Mikorey. München 1998. [1]
  • Kauft Bücher! Verlagsplakate um d. Jahrhundertwende. Hrsg. von Herbert Fleissner. Mit einem Vorwort von Frieder Mellinghoff. Dortmund: Harenberg, 1982. (Die bibliophilen Taschenbücher 347)[2]
  • Verlegen frei nach Faust. Herbert Fleissner im Gespräch mit Jan R. Egel. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel, Frankfurt/Main, Bd. 162, 1995, Nr. 62, S. 9–14. [3]
  • Hans Sarkowicz: Rechte Geschäfte. Der unaufhaltsame Aufstieg des deutschen Verlegers Herbert Fleissner. Eichborn, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-8218-0458-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige Herbert Fleissner, FAZ, 3. Dezember 2016
  2. a b Bernhard Weidinger: "Im nationalen Abwehrkampf der Grenzlanddeutschen". Akademische Burschenschaften und Politik in Österreich nach 1945. Böhlau, Wien 2015, ISBN 978-3-205-79600-8, S. 384.
  3. Dr. Herbert Fleissner. herbig.net, 12. März 2016.
  4. Jan Bielicki: Rechtsextremisten ehren Münchner Verleger. Beifall aus der falschen Ecke. In: Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010.
  5. Fleissner, Herbert. Netz gegen Nazis, 13. August 2008.