Herbert Groethuysen

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Herbert Groethuysen (* 19. August 1921) ist ein deutscher Architekt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte Groethuysen an der Technischen Hochschule München Architektur. Gemeinsam mit Erik Braun, Wolfgang Fuchs, Gordon Ludwig, Jakl Semler und Werner Wirsing arbeitete er in den 1950er Jahren im Baubüro des Bayerischen Jugendsozialwerks mit dem Ziel, eine moderne Architektur im sozialen Wohnungsbau zu verwirklichen. Ein wichtiges Projekt war die „Wohnheimsiedlung für Jungarbeiter und Studenten Maßmannplatz“, die in direkter Zusammenarbeit mit den Studenten und Arbeitern zunächst ohne Baugenehmigung, jedoch von den Behörden geduldet und von den US-amerikanischen Besatzungstruppen unterstützt, zwischen 1948 und 1951 errichtet wurde.

Anschließend gründete Groethuysen zusammen mit Alexander von Branca ein Architekturbüro, das unter anderem 1953–1955 ein Kloster mit Klosterkirche Herz Jesu, die erste Stahlbetonkirche Münchens, Mädchenwohnheim und Kindertagesstätten an der Buttermelcherstraße sowie ein Servitinnen-Kloster an der Herzogspitalstraße erbaute. 1954 realisierte er im Einzelbüro Wohnhäuser in Gauting, Grünwald, Planegg und Söcking, das Truderinger Polizeirevier, Sozialwohnungen in Kleinhadern, Schwabing und am Hasenbergl sowie die Kirche St. Borromäus in Fürstenried. 1961 wurde er mit dem Förderpreis für Architektur der Landeshauptstadt München ausgezeichnet.

Von 1960 bis 1973 arbeitete er mit Gernot Sachsse und Detlef Schreiber zusammen. Zu den Bauwerken aus dieser Periode gehört die Wohnanlage am Rondell-Neuwittelsbach, die Feuerwache 2, das Institut für Tierernährung in Weihenstephan, die katholische Pfarrkirche St. Mauritius in Moosach, Wohnungen und Supermarkt in Neuperlach sowie die Kirche Zur heiligen Familie in Geretsried. Am bekanntesten und umstrittensten war jedoch das Verwaltungsgebäude des Süddeutschen Verlags am Färbergraben, das „Schwarze Haus“, dessen Aufnahme in die Denkmalliste 2007 kontrovers diskutiert wurde, das jedoch mittlerweile abgerissen wurde.

Ende der 1960er Jahre verwirklichte er mit der von ihm mit gegründeten Generalplanungsgesellschaft Plan GmbH das Messezentrum Nürnberg. In den 1970er Jahren errichtete er zum Beispiel die Pfarrkirche St. Elisabeth in Haidhausen, war an der Sanierung der Altstadt von Landsberg am Lech beteiligt sowie zusammen mit Joachim Böttinger und Werner Wirsing am Neubau der Messehalle 4 der Messe Frankfurt.

1953 wurde Groethuysen in den Deutschen Werkbund berufen, seit 1958 ist er Mitglied im Bund Deutscher Architekten.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnheimsiedlung Maßmannplatz
Verwaltungsgebäude des Süddeutschen Verlags (Zustand 2007)
  • 1950–1951: Wohnheimsiedlung am Maßmannplatz, 2. Bauabschnitt (mit Werner Wirsing)
  • 1952–1956: Kloster und Kirche der Niederbronner Schwestern (mit Alexander von Branca)
  • 1959–1960: vier Punkthochhäuser am Hasenbergl
  • 1962–1965: Verwaltungsgebäude des Süddeutschen Verlags (mit D. Schreiber und G. Sachsse)
  • 1965–1967: Kirchenzentrum St. Mauritius in München-Moosach
  • 1981–1984: Messehalle 4 (mit H. Maurer, P. Otzmann und Werner Wirsing)