Herbert Kickl

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Herbert Kickl (2010)

Herbert Kickl (* 19. Oktober 1968 in Villach) ist ein österreichischer Politiker der FPÖ und Generalsekretär der Partei.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herbert Kickl besuchte die Volksschule Radenthein. Nach der Matura am Bundesgymnasium Spittal an der Drau, das er gemeinsam mit der ehemaligen Bundessprecherin der Grünen Eva Glawischnig-Piesczek besuchte,[1] begann er 1988 an der Universität Wien Publizistik und Politikwissenschaft, ab 1989 Philosophie und Geschichte zu studieren. Kickl arbeitete zwischen 1995 und 2001 in der FPÖ-Parteiakademie im Gebiet Wahlkampfinhalte und Wahlkampforganisation, bis er im Jahr 2001 zum stellvertretenden Geschäftsführer aufstieg und schließlich nach der Knittelfelder Versammlung Geschäftsführer der Freiheitlichen Akademie wurde und bis 2006 diese Position innehatte. Als Redenschreiber für Jörg Haider verfasste er unter anderem die Aschermittwoch-Sprüche über Jacques Chirac („ein Westentaschen-Napoleon“) oder Ariel Muzicant („Wie kann einer, der Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben?“)[2] und zeichnete sich für heftig kritisierte Wahlkampfslogans (z. B. 2010: „Wiener Blut – zu viel Fremdes tut niemand gut.“) verantwortlich.[3] Nach der Abspaltung des BZÖ von der FPÖ trennten sich die Wege Haiders und Kickls, bis zu Haiders Tod war er einer seiner schärfsten Kritiker.

Kickl ist seit 2005 Geschäftsführer der Parteizeitung Neue Freie Zeitung und Generalsekretär der FPÖ. In dieser Position ist er für die Öffentlichkeitsarbeit und interne Kommunikation zuständig. Seit der Nationalratswahl 2006 ist Kickl Nationalratsabgeordneter, Klubobmann-Stellvertreter des Freiheitlichen Parlamentsklubs sowie Mitglied des Publizistikförderungsbeirates.

Am 4. Juli 2016 übernahm er die Nachfolge von Hilmar Kabas als Präsident des FPÖ-Bildungsinstitutes.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Herbert Kickl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Herbert Kickl auf den Webseiten des österreichischen Parlaments

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christoph Böhmdorfer: Der blaue Maschinist. In: Datum. 1. September 2009, archiviert vom Original; abgerufen am 3. November 2017.
  2. Martin Fritzl: Herbert Kickl: Provokateur im Dienste der FPÖ. Die Presse, 22. Mai 2009; abgerufen am 2. Juli 2014.
  3. Martina Aicher: „Haider-Muzicant-Konflikt (2001)“ In: Wolfgang Benz (Hg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Bd. 4: Ereignisse, Dekrete, Kontroversen. de Gruyter, Berlin 2011, S. 158
  4. Kickl folgt Kabas an Spitze des FPÖ-Bildungsinstituts. In: ORF. 8. Juli 2016; abgerufen am 8. Juli 2016.