Herbert Quelle

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Herbert Quelle (* 27. Dezember 1953 in Herford) ist ein deutscher Diplomat. Seit Juli 2014 ist er Generalkonsul Deutschlands in Chicago, USA.[1] Nebenberuflich betätigt er sich als Schriftsteller, Komponist, Texter und Musiker (Gesang, Mundharmonika, Klavier, Gitarre).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur in Herford (1973) studierte Quelle Anglistik, Politikwissenschaften und Musikwissenschaften. 1979 absolvierte er die wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Höheren Schulen.

1980 trat Quelle in den Auswärtigen Dienst ein. Nach dem zweijährigen Vorbereitungsdienst folgte 1982 seine erste Auslandsverwendung am deutschen Generalkonsulat in Los Angeles. Nachdem er von 1985 bis 1988 wieder im Auswärtigen Amt in Bonn tätig gewesen war, arbeitet er von 1988 bis 1991 an der deutschen Botschaft in Pretoria und von 1991 bis 1995 als Ständiger Vertreter an der deutschen Botschaft in Havanna. Von 1995 bis 2000 war Quelle stellvertretender Referatsleiter im Auswärtigen Amt, anschließend leitete er von 2000 bis 2003 den Wirtschaftsdienst an der deutschen Botschaft in Warschau. Nachdem er ab 2003 in Berlin als Referatsleiter gewirkt hatte, wurde er 2006 zum Leiter der Wirtschaftsabteilung an der deutschen Botschaft in London ernannt. Von 2010 bis 2013 war er Botschafter in Aserbaidschan. Nach einem einjährigen Aufenthalt am Generalkonsulat Boston, mit Teilnahme am Harvard International Weatherhead Center Fellowship Program, leitet Quelle seit 2014 das Generalkonsulat in Chicago.

Quelle ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Schriftstellerisches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2016 veröffentlichte NCSA Literatur, Indianapolis, die englischsprachige Novelle „Monika's Blues“, in der Herbert Quelle über die Verbindung zwischen der deutschen Mundharmonika und der afroamerikanischen Blueskultur erzählt.[2] Von 1860 bis in die 1980er Jahre haben die USA ca. 1 Milliarde Mundharmonikas aus Deutschland importiert. Afroamerikanische Musiker entdeckten völlig neue tonale Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments und wirkten stilbildend bis heute, was zur andauernd hohen Popularität der Mundharmonika im Blues und anderen musikalischen Genres beiträgt. Am 11.03.2017 sendete DW-Tv deutsch- und englischsprachig ein Feature über das Buch[3]

Frühere Veröffentlichungen:

  • „Vaterland oder Tod - Parolen der kubanischen Revolution“, zusammen mit Corinna Niestrath-Quelle (Fotos), erschienen im NORA Verlag, Berlin (vergriffen)
  • „Papa, was macht das Meer mit deiner Brille?“, zusammen mit Gene Nolan (Zeichnungen), verfügbar als kostenloser i-tunes Download.

Musikalisches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutsche Nationalhymne, Arrangement von Thomas Gunther im Dreierjazzbeat (Mundharmonika) [3]
  • „Western Honeymoon“, Protestballade gegen „Ehrenmorde“ am Beispiel von Hatun Sürücü, Berlin [4]
  • Ode an die Freude - Radosci Rock, arrangiert aus Anlass des Beitritts Polens zur EU [5]
  • Diverse Konzertmitschnitte auf Youtube unter „herbieqkeys“
  • 30 eigenkomponierte und getextete Songs
  • GEMA Mitglied

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. [2]
  3. Deutsche Welle (www.dw.com): Blues made in Germany | Alle Inhalte | DW.COM | 11.03.2017. Abgerufen am 12. März 2017 (deutsch).