Herbert Steinmetz

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Herbert Steinmetz (* 19. Oktober 1908 in Elstertrebnitz; † 30. November 1986 in Bremen) war ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Städtischen Schauspielschulen Leipzig arbeitete Steinmetz lange Zeit als Bühnenschauspieler. Theaterstationen waren unter anderem Gera, Essen, Wuppertal, Nürnberg, Leipzig, Posen, Hamburg (Thalia-Theater), Bremen, Stuttgart, Hannover, Basel sowie die Ruhrfestspiele Recklinghausen.

Ab Anfang der 1960er Jahre übernahm Steinmetz auch vermehrt Rollen in Film- und Fernsehproduktionen. Er spielte auch verschiedentlich unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder: in dessen Fernsehadaption von Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz sowie in den Kinoproduktionen Fontane Effi Briest (nach Theodor Fontane), Lili Marleen, Lola und Die Sehnsucht der Veronika Voss. 1979 spielte er neben Arno Assmann, Edda Seippel, Ilsemarie Schnering und Ulrike Bliefert die Rolle des Otto Riepe in dem Fernsehmehrteiler Jauche und Levkojen (Regie: Günter Gräwert) nach den Romanvorlagen von Christine Brückner. In mehreren Filmen der Tatort-Reihe, in dem Tatort-Kinofilm Zahn um Zahn, in Eckhard Henscheids Familiensatire Die Knapp-Familie sowie in Herbert Reineckers Fernsehkrimi-Mehrteiler Babeck wirkte er ebenfalls mit. Gastauftritte hatte er in zahlreichen Fernsehserien, so in Der Kommissar, Detektivbüro Roth und Großstadtrevier. Ferner spielte Steinmetz eine Nebenrolle in dem 1. Teil der Fernsehserie Die Buddenbrooks (11-teilig) aus dem Jahre 1979.

Von 1974 bis 1979 spielte er die Hauptrolle als Kriminalrat Roth in der SFB-Krimiserie Kommissariat IX und hatte als Hausmeister Kühn eine wiederkehrende Rolle in Rainer Erlers Science Fiction-Reihe Das Blaue Palais. Einem breiten Publikum wurde er durch seine Rolle als Joschi Bennarsch in der ARD-Serie Lindenstraße bekannt, die er vom Beginn der Serie an verkörperte. Nur wenige Tage nach dessen Serientod starb Steinmetz im Alter von 78 Jahren an Herzversagen. Er ist auf dem Riensberger Friedhof in Bremen beigesetzt.[1]

Steinmetz' jüngerer Bruder Werner Kamenik („Steinmetz“ tschechisch „kameník“) war ebenfalls als Schauspieler tätig.

Hörfunk und Synchron[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben seiner Tätigkeit als Bühnen-, Film- und Fernsehschauspieler arbeitete Steinmetz auch als Sprecher für Hörspiele, unter anderem in Der Kurier des Zaren (als Zweiteiler beim Label Poly) und in Dickie Dick Dickens – Es klappert die Mühle… (RB 1960). Auch in zwei Hörspielen der Paul Temple-Reihe nach Francis Durbridge war er Sprecher, zunächst 1949 in Paul Temple und die Affäre Gregory als Madison und 1961 in Paul Temple und der Fall Conrad als Inspektor Vosper. In beiden Produktionen waren René Deltgen, Annemarie Cordes, Kurt Lieck und Peter René Körner seine Partner.

Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme unter anderen George Burns in der Titelrolle der Komödie Oh, Gott!, Vlastimil Brodský in Die Besucher und Jiří Sovák in Vernunftehen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. knerger.de: Das Grab von Herbert Steinmetz