Herbert Walther (Schriftsteller)

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Herbert Walther (* 23. April 1922 in Oberlahnstein; † 25. Februar 2003 in Lahnstein) war ein deutscher Sachbuchautor, Historiker und Maler.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Herbert Walther wurde 1922 in Oberlahnstein als Sohn des Landesbankbeamten Heinrich Walther und seiner Ehefrau Maria, geb. Klippel, geboren. Er hatte noch eine Zwillingsschwester und einen älteren Bruder. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges besuchte er das Gymnasium in Oberlahnstein (heute Marion-Dönhoff-Gymnasium) und schloss die Schule nach Kriegsbeginn mit dem Notabitur ab.

Unmittelbar nach dem gymnasialen Abschluss trat er in die SS-Junkerschule in Braunschweig ein. Danach war er Angehöriger der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte SS Adolf Hitler im Rang eines SS-Untersturmführers (Leutnant), zeitweise im Stabe Sepp Dietrichs. Mit Gründung der 12. SS-Panzer-Division aus Angehörigen der Hitler-Jugend gehörte er zu den erfahrenen Offizieren, die die unvorbereiteten Hitlerjungen ausbilden und führen sollten. Im Rahmen der Ardennenoffensive wurde er schwer verwundet und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft ging Herbert Walther wechselnden Beschäftigungen nach und betätigte sich als freischaffender Maler und Grafiker. Nebenbei studierte er Geschichte. Ab 1952 arbeitete er im Bundesarchiv in Koblenz und war dort insbesondere für die Identifizierung, Bewertung und Archivierung von Bildmaterial aus der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft zuständig.

Er engagierte sich in verschiedenen „Ehemaligen“-Verbänden und pflegte die Bekanntschaft zu Persönlichkeiten des Dritten Reiches wie Sepp Dietrich, Kurt Meyer, Otto Skorzeny, Felix Steiner, Albert Speer, wodurch er zahlreiche Informationen „aus erster Hand“ für seine Publikationen erhielt. Andererseits hielt er auch enge Verbindung zu Veteranen-Vereinigungen in Großbritannien und Frankreich und trug so zur Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner bei.

Seine Bücher hat Herbert Walther in deutscher und englischer Sprache verfasst, sie erschienen in mehreren Auflagen. Bemerkenswert ist, dass sie in Großbritannien und in den USA zum Teil erfolgreicher waren als in Deutschland. Obwohl (oder gerade weil) die Bildkommentare gelegentlich die Distanz zu den Ereignissen vermissen lassen, sind sie wertvolle, authentische Zeitzeugnisse von hoher Zuverlässigkeit.

In ZDF-Dokumentationen von Guido Knopp wurde Herbert Walther als sachkundiger Zeitzeuge interviewt.

Er starb am 25. Februar 2003 nach langer Krankheit in seinem Haus in Lahnstein und ist auf dem Friedhof in Dachsenhausen anonym beigesetzt.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In deutscher Sprache
  • Herbert Walther: Die Waffen-SS. Ahnert-Verlag Echzell-Bisses 1971, Neuauflage Verlag Podzun-Pallas, Friedberg 1997, ISBN 3-7909-0260-8.
  • Herbert Walther: Die 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte Adolf Hitler. Verlag Podzun-Pallas, Friedberg 1997, Neuauflage Edition Dörfler im Nebel-Verlag 2001, ISBN 3-89555-045-0.
  • Herbert Walther: Die 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend. Verlag Podzun-Pallas, Friedberg 1997, Neuauflage Edition Dörfler im Nebel-Verlag 2001, ISBN 3-89555-046-9.
In englischer Sprache
  • Herbert Walther: Hitler. Verlag CT Bison Books, London/United Kingdom 1978.
  • Herbert Walther: The Fuhrer, The Life and Times of Adolf Hitler. Verlag CT Bison Books, London/United Kingdom 1979.
  • Herbert Walther: The Waffen-SS, A Pictorial Documentation. Verlag Schiffer Publishing, West Chester/United Kingdom 1990, ISBN 0-88740-204-6.
  • Herbert Walther: The 1st SS Armored Division, A Documentation in Words and Pictures. Verlag Schiffer Publishing, West Chester/United Kingdom 1989, ISBN 0-88740-165-1.
  • Herbert Walther: The 12th SS Armored Division. Verlag Schiffer Publishing, West Chester/United Kingdom 1989, ISBN 0-88740-166-X.