Herder-Gymnasium (Berlin)

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Herder-Gymnasium
Logo des Herder-Gymnasiums Berlin
Schulform Gymnasium
Schulnummer 04Y05
Gründung 1903
Adresse

Westendallee 45–46

Ort Berlin-Westend
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 30′ 39″ N, 13° 15′ 29″ OKoordinaten: 52° 30′ 39″ N, 13° 15′ 29″ O
Träger Land Berlin
Schüler etwa 656 (2015/2016)[1]
Lehrkräfte 54 + 11 Referendare (2015/2016)[1]
Leitung Cornelia Ansprenger
Website www.herder-gymnasium.eu

Das Herder-Gymnasium ist ein mathematisch-naturwissenschaftlich profiliertes Gymnasium in Berlin-Westend. Es befindet sich in der Westendallee und liegt rund fünf Fußweg-Minuten vom S-Bahnhof Heerstraße entfernt. Die Schule ist nach dem deutschen Dichter, Philosophen und Theologen Johann Gottfried Herder benannt. Das Herder-Gymnasium richtet im Rahmen eines Schulversuches zur Förderung von Hochbegabungen ab dem Schuljahr 2005/2006 eine 5. Klasse im mathematisch-naturwissenschaftlichen Profil ein. Seit dem Schuljahr 2013/2014 wird ein zweiter Profilzug ab der 5. Klasse angeboten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herder-Oberschule-Ansicht Westendallee

Im Jahre 1903 wurde die Herder-Oberschule als Reform-Realgymnasium in der Guerickestraße gegründet. Sie war eine reine Jungenschule. 1909 wurde sie in ein neues Gebäude in der Bayernallee verlegt, auf das Gelände des heutigen Heinz-Berggruen-Gymnasiums. Die Bombenangriffe des Krieges überstand das Schulhaus weitgehend unbeschadet, doch brannte sie am 11. Mai 1945 aus bis heute nicht eindeutig geklärter Ursache vollständig aus. Das Gegenstück zum Herder-Gymnasium bildete die 1912 gegründete Westend-Schule, die Mädchen vorbehalten war. Dieses Gymnasium mit damals 800 Schülerinnen bestand in der Leistikowstraße und zog 1929 in die Gebäude, die die Schule heute umgeben. Während des Zweiten Weltkriegs diente die Westend-Schule als Lazarett, nach Kriegsende bis 1952 als Krankenhaus. Erst das Berliner Schulgesetz aus demselben Jahr, das gemeinsamen Unterricht für Jungen und Mädchen vorsah, veranlasste die Zusammenlegung der beiden Schulen zur Herder-Oberschule.

Daten und Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule hat im Schuljahr 2011/2012 763 Schüler. Ab der Klassenstufe 7 ist das Gymnasium vierzügig, wobei zwei Klassen in jeder Klassenstufe mathematisch-naturwissenschaftlich profiliert sind und eine abweichende Stundentafel haben. Je zwei dieser Klassen besuchen die Schule bereits ab der 5. Klasse statt erst ab der 7. Klasse, wie in Berlin sonst üblich. Die erste 5. Klasse wurde 2005 eingerichtet, ab dem Schuljahr 2013/14 wird dieser Zweig zweizügig betrieben.

Mehr als 90 % der Schüler nehmen am Religionsunterricht teil, der im Herder-Gymnasium stark mit dem Pflichtfach Ethik kooperiert. In jedem Jahr finden mehrere Fahrten statt, wie der Schüleraustausch mit einer Partnerschule in Metz, Musikfahrten, Seminarfahrten und Auschwitzgedenkfahrten.

Seit dem Schuljahr 2013/2014 verwendet das Herder-Gymnasium den Blockstundenplan.

Ab dem Schuljahr 2013/2014 werden zwei profilierte fünfte Klassen neu eingeschult. Im Schuljahr 2014/2015 gibt es keine neue Stammklasse in der Klassenstufe sieben. Damit besteht die Klassenstufe sieben aus zwei profilierten Klassen (einer neuen und einer, die seit der Fünften dabei ist).

Die Schule nimmt am Berliner Programm zur vertieften Berufsorientierung (BvBO) teil und bietet ihren Schülern Unterstützung bei der Berufsorientierung und Berufswahl.[11]

Deutsche Schachschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schach-Arbeitsgemeinschaft der Schule gehört zu den größten und leistungsstärksten in Berlin. Für die langjährige und erfolgreiche Arbeit dieser AG wurde die Schule im Sommer 2007 als zweite Schule in Deutschland durch den Deutschen Schachbund mit dem Qualitätssiegel Deutsche Schachschule ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Herder-Gymnasium (Berlin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Herder-Gymnasium. In: berlin.de. Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, 19. September 2008, abgerufen am 17. November 2016.