Herder-Institut (Marburg)

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Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung –
Institut der Leibniz-Gemeinschaft
Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung –Institut der Leibniz-Gemeinschaft
Hensel-Villa (li.) und Bibliotheks- und Sammlungsgebäude (re.)
Kategorie: Forschungsinstitut und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtung
Träger: Herder-Institut e.V.
Mitgliedschaft: Leibniz-Gemeinschaft
Standort der Einrichtung: Marburg
Art der Forschung: Anwendungsorientierte Grundlagenforschung
Fächer: Geisteswissenschaften
Fachgebiete: Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Geographie, Kunstgeschichte
Grundfinanzierung: Bund (50 %), Länder (50 %)
Leitung: Peter Haslinger (Direktor)
Mitarbeiter: ca. 100
Homepage: www.herder-institut.de

Das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft (HI) in Marburg ist ein internationales, außeruniversitäres Zentrum der historischen Ostmitteleuropaforschung. Neben Drittmitteln wird die Institutsarbeit in erster Linie von der Bundesrepublik Deutschland (dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien), den Bundesländern und dem Sitzland Hessen finanziert. Das Herder-Institut ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Herder-Institut betreibt, organisiert und unterstützt historische, kunst- und kulturwissenschaftliche Forschung zu Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien und der Slowakei sowie zur Region Kaliningrad. Im Zentrum steht die Analyse der Wechselbeziehungen und Austauschprozesse in und mit Ostmitteleuropa vom Mittelalter bis in die Gegenwart, mit einem Schwerpunkt auf den Beziehungsgeflechten zum deutschsprachigen Raum. Ein weiteres Anliegen ist die vergleichende Betrachtung der Geschichte Ostmitteleuropas und seiner Nachbarregionen (vor allem Österreich, Ungarn, Weißrussland und die Ukraine) in einem gesamteuropäischen Vergleichskontext.

Als Einrichtung der wissenschaftlichen Infrastruktur stellt das Herder-Institut Medien und Materialien für die historische Ostmitteleuropaforschung bereit. Es verfügt über eine der weltweit bedeutendsten Forschungsbibliotheken zur Geschichtsregion Ostmitteleuropa sowie über umfangreiche wissenschaftliche Sammlungen. In der universitären Lehre kooperiert das Herder-Institut eng mit dem Osteuropa-Schwerpunkt im Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen, dem Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZO) sowie dem ebenfalls in Gießen beheimateten International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC), außerdem mit dem Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften der Philipps-Universität Marburg. Seit 2006 ist der Direktorenposten des Herder-Instituts mit einer Professur für Geschichte Ostmitteleuropas an der Justus-Liebig-Universität Gießen verbunden, die gemeinsam von Institut und Universität berufen wird.[1]

Abteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forschungsbibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bibliothek des Herder-Instituts sammelt Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, CD-ROMs, CDs, DVDs, elektronische Ressourcen, Videos, Schallplatten und Noten. Sie bietet einen der umfangreichsten und qualitativ bedeutendsten Bibliotheksbestände zu Geschichte, Kultur und Landeskunde Ostmitteleuropas.[2] Vor allem bei der Sammlung der schwer beschaffbaren „grauen Literatur“ wird Anspruch auf größtmögliche Vollständigkeit gelegt.[1] Hervorzuheben sind die Bestände:

  • Samizdat
  • Musikalien
  • Sondersammlungen
  • Zeitungsarchiv mit Zeitungssammlung (gebundene Zeitungen und Rollfilme) sowie Zeitungsausschnittarchiv (1952 bis 1999, Ostmitteleuropa und ehemalige DDR), ergänzt durch eine Spezialsammlung zur Zwischenkriegszeit.

Darüber hinaus ist die Bibliothek am Aufbau webbasierter Fach- und Informationsangebote, wie der Virtuellen Fachbibliothek Osteuropa (ViFaOst), beteiligt und betreibt in Kooperation mit Partnerinstitutionen aus Deutschland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Litauen ein mehrsprachiges Online-Recherchesystem für die gesamte wissenschaftlich relevante Literatur zur Geschichte Ostmitteleuropas („Bibliografieportal“).

Wissenschaftliche Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Abteilung Wissenschaftliche Sammlungen sammelt, archiviert und bewahrt das Herder-Institut wertvolle und meist einzigartige Bestände des ostmitteleuropäischen Kulturerbes.[3] Die Sammlungen bestehen aus drei Bereichen:

  • Bildarchiv mit Bildträgern aller Art, insbesondere zur Topografie sowie zur Kunst- und Kulturgeschichte Ostmitteleuropas (16.–21. Jahrhundert)
  • Kartensammlung mit topographischen und thematischen Kartenwerken, Altkarten sowie Senkrechtluftaufnahmen
  • Dokumentesammlung mit klassischem Archivgut vom 13. bis 21. Jahrhundert; größtes Archiv zur baltischen Geschichte in Deutschland[4]

Neben der kontinuierlichen inhaltlichen Erschließung und Digitalisierung gehört die Vermittlung der Sammlungsbestände an eine breitere Öffentlichkeit in Form von Vorträgen, Ausstellungen, Printpublikationen und multimedialen Webangeboten zu den zentralen Aufgaben der Abteilung.[1] Prominente Beispiele sind die Reihe Dehio – Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen und der sowohl in gedruckter Form sowie als interaktive Onlineanwendung veröffentlichte Historisch-topographische Atlas schlesischer Städte. Der Dokumentesammlung des Herder-Instituts wurde 2009 der Hessische Archivpreis verliehen.[5]

Wissenschaftsforum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein zentrales Anliegen des Herder-Instituts besteht darin, der historischen Ostmitteleuropaforschung ein internationales Diskussionsforum zu bieten und Ergebnisse der Forschung einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln. In der Abteilung Wissenschaftsforum werden hierfür verschiedene Querschnittsaufgaben koordiniert:

  • Drittmittelgeförderte Verbundprojekte
  • Nachwuchsförderung, insbesondere
  • Sommerschulen und Nachwuchstagungen
  • Leibniz-Graduiertenschule (Leibniz Graduate School "History, Knowledge, Media in East Central Europe") mit Schwerpunkt Geschichte, Wissens, Medien in Ostmitteleuropa sowie Transnationale Wissenskulturen
  • Stipendienprogramm für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
  • Veranstaltungen wie internationale und interdisziplinäre Fachtagungen und Workshops

Außerdem ist der Abteilung der institutseigene Verlag Herder-Institut zugeordnet. Dieser verlegt wichtige Studien und Quelleneditionen zur Geschichte Ostmitteleuropas in fünf Reihen sowie die Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung/ Journal of East Central European Studies und publiziert die digitale Quellenedition Dokumente und Materialien zur ostmitteleuropäischen Geschichte für die universitäre Lehre.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sogenannte Hensel-Villa von 1906 beherbergt unter anderem die Direktion des Herder-Instituts.
In der Behring-Villa von 1896 (rechts) hat heute der Verlag Herder-Institut seinen Sitz. Der Anbau des ehemaligen Schlosscafés von 1927 (links) wird für Tagungen und von der Institutsverwaltung genutzt.
Im 1973 eingeweihten Neubau sind seitdem die Bibliothek und die Sammlungen des Herder-Instituts untergebracht.

Gründungszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Herder-Institut wurde am 29. April 1950 vom Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrat unter dem Namen „Johann-Gottfried-Herder-Institut“ gegründet.[6] In diesem hatte sich eine Gruppe von Geistes- und Sozialwissenschaftlern zusammengeschlossen, deren biografische und akademische Wurzeln in Gebieten östlich der späteren Oder-Neiße-Grenze lagen. Beteiligt waren auch die dem Herder-Forschungsrat assoziierten Historischen Kommissionen für ehemals deutsche Regionen und Siedlungsgebiete im östlichen Europa.[1]

Das Herder-Institut sollte den Forschungsrat bei der Erforschung der, wie es hieß, „Länder und Völker im östlichen Mitteleuropa“ unterstützen, und zwar durch die Bereitstellung von wissenschaftlichen Materialien, durch eigene Forschung und durch die Herausgabe von Publikationen sowie Hilfsmitteln für die Wissenschaft.[6] Bereits 1951 richtete das Herder-Institut eine Forschungsbibliothek ein und baute aus Beständen unterschiedlichster Herkunft ein Bildarchiv, eine Karten- und eine Dokumentesammlung auf. Seit 1952 wurde eine für Westeuropa in diesem Umfang und Zuschnitt einzigartige Pressesammlung mit einem eigenen Ausschnittarchiv betrieben.[1]

Als Sitz des Institutes wurde die Universitätsstadt Marburg ausgewählt. In mehreren historischen Gebäuden am Emil-von-Behring-Weg (heute Gisonenweg) auf dem Schlossberg fand das Institut ein Domizil, seit 1952 in der sogenannten Hensel-Villa, dem Wohnhaus des Marburger Mathematikprofessors Kurt Hensel, und wenig später auch in der Behring-Villa, einem frühen Arbeits- und Wohnhaus Emil von Behrings.[7] Zwischen beiden Gebäuden wurde Anfang der 1970er Jahre ein funktionaler Neubau errichtet, der dem Institut heute sein markantes Erscheinungsbild gibt.

Herder-Institut und „Ostforschung“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Biografien der Gründergeneration und die politischen Rahmenbedingungen des Kalten Krieges und des Antikommunismus der 1950er und 1960er Jahre prägten die erste Phase der Institutsarbeit. Diese war personell und inhaltlich noch stark den Traditionen der deutschen Ostforschung der Zwischenkriegszeit und des Nationalsozialismus verpflichtet. Leitungspersönlichkeiten wie die ersten Präsidenten des Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrates Hermann Aubin, Eugen Lemberg und Günther Grundmann sowie die Institutsdirektoren der Anfangsjahre Werner Essen und Erich Keyser stehen für diese Periode. Auch wichtige Quellenbestände des Herder-Instituts, die heute von großer Bedeutung für die Erforschung der Osteuropawissenschaften in der Weimarer Republik und der NS-Zeit sind, gelangten aufgrund dieser personellen Verbindungen und des daraus erwachsenden Sammlungsauftrags ins Herder-Institut. Viele Materialien stammten aus den Zentren der deutschen Ostforschung vor 1945, so zum Beispiel aus der Publikationsstelle Berlin-Dahlem.

Die Sprachregelungen in den Herder-Instituts-Publikationen der Anfangszeit waren stark von den überkommenen volkszentrierten, häufig auch völkischen Kulturvorstellungen geprägt. Der Bezug auf den Namenspatron Johann Gottfried Herder, dessen sprachzentrierter Kulturbegriff von großer Bedeutung für die Genese der Nationalbewegungen in Ostmittel- und Osteuropa war, sollte dieser Ausrichtung Legitimität verleihen.[8] Der volksgeschichtliche Ansatz war seit dem frühen 20. Jahrhundert zunächst als methodisch innovative Herausforderung an die traditionelle Staaten- und Imperiengeschichte entstanden, geriet in Deutschland aber rasch in den Sog völkischer und antisemitischer Strömungen und erwies sich als überaus anschlussfähig an die NS-Ideologie.[9][10] Die am Herder-Institut in den 1950er Jahren eingeführten Ordnungsprinzipien und Wissensordnungen zeugen von dieser Ausrichtung und von der damals noch gegenwärtigen Hoffnung, die verlorenen Ostgebiete eines Tages wiedererlangen zu können. Im Mittelpunkt des Interesses standen die kulturellen und politischen Leistungen der deutschen Bevölkerungen in den Regionen und Staaten Ostmitteleuropas. Das Quellenmaterial wurde nach den territorialen Ordnungen und Kontexten der Vorkriegszeit erfasst und aufbewahrt.[11]

Umbrüche und Neuorientierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine kritische Aufarbeitung dieser Zusammenhänge erfolgte sporadisch seit Ende der 1960er Jahre im Zuge der neuen Ostpolitik, systematisch aber erst seit dem Ende der 1990er Jahre, als die Geschichte der deutschen Ostforschung und die Nachkriegskarrieren der Ostforscher Gegenstand heftiger Kontroversen in der deutschen Geschichtswissenschaft waren. So beschäftigen sich einige der erschienenen Publikationen unter anderem auch mit der Frühgeschichte des Herder-Instituts.[12][13][14]

Vor allem wirkte sich der Generationswechsel in der deutschen Osteuropaforschung und der Wechsel des politischen Gesamtklimas seit Ende der 1960er Jahre auf das Herder-Institut aus. Im Institut entstanden viele Initiativen einer Begegnung mit den osteuropäischen Nachbarn auf Augenhöhe und die wissenschaftlichen Beziehungen vor allem zu polnischen Fachkreisen wurden massiv ausgebaut.[15] Forscherpersönlichkeiten wie der Marburger Osteuropahistoriker Hans Lemberg brachten wichtige Impulse ein, welche die Institutsarbeit immer stärker in Richtung einer multiperspektivischen ostmitteleuropäischen Verflechtungsgeschichte orientierten. Zum 1. Januar 1977 wurde das Herder-Institut in die gemeinsame Forschungsförderung des Bundes und der Länder gemäß Artikel 91b des Grundgesetzes („Blaue Liste“) aufgenommen und ist seit 1997 auch Mitglied der aus dem Kreis dieser Forschungseinrichtungen hervorgegangenen Leibniz-Gemeinschaft.

Die friedlichen Revolutionen in Ostmitteleuropa von 1989–91 und die EU-Osterweiterung bewirkten schließlich eine grundsätzliche Neuorientierung der Institutsarbeit. Freier Wissensaustausch, Reisefreiheit und offene Archive in den Nachbarländern ermöglichten neue Arten von grenzüberschreitender Kooperation. Vor allem die Herauslösung aus der Trägerschaft des Herder-Forschungsrats zum 1. Januar 1994 und Gründung des eigenständigen Trägervereins Herder-Institut e.V. brachte einen grundlegenden Wandel im Selbstverständnis und für die Entwicklung der weiteren Aktivitäten des Instituts mit sich. Die Neuausrichtung beinhaltete eine Konzentration des Aufgabenprofils auf historische Fragestellungen, eine entschlossene Öffnung und Internationalisierung sowie die offensive Nutzung der aufkommenden neuen Medien.[1] Heute gilt das Herder-Institut als ein Knotenpunkt der wissenschaftlichen Vernetzung Deutschlands mit Ostmitteleuropa.[16] Für seine „langjährigen Verdienste für die Entwicklung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und Freundschaft“ verlieh die Stadt Danzig dem Institut im Juli 2014 die Ehrenbotschafterwürde.[17]

Direktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Herder-Institut: Jahresbericht 2012. Marburg 2013 (online [PDF; 5,8 MB; abgerufen am 3. Juni 2013]).
  2. Senat der Leibniz-Gemeinschaft: Stellungnahme zum Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung Institut der Leibniz-Gemeinschaft (HI), Marburg. 2012, S. B-9 (online [PDF; 659 kB; abgerufen am 3. Juni 2013]).
  3. Senat der Leibniz-Gemeinschaft: Stellungnahme zum Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung Institut der Leibniz-Gemeinschaft (HI), Marburg. 2012, S. 3 (online [PDF; 659 kB; abgerufen am 3. Juni 2013]).
  4. Michael Farrenkopf (Red.): Arbeitskreis Archive der Leibniz-Gemeinschaft: Mitglieder, Bestände, Aufgaben. Hrsg.: Arbeitskreis Archive der Leibniz-Gemeinschaft. 2009, ISBN 978-3-937203-41-6, S. 36 (online [PDF; 900 kB]).
  5. Herder-Institut – Dokumentesammlung: Hessischer Archivpreis 2009. Abgerufen am 13. August 2013.
  6. a b Erich Keyser: Der Johann Gottfried Herder-Forschungsrat und das Johann Gottfried Herder-Institut. In: Zeitschrift für Ostforschung. Länder und Völker im östlichen Mitteleuropa. 1. Jahrgang, Nr. 1. N.G. Elwert-Verlag, 1952, DNB 011134038, ZDB-ID 200048-9, S. 104.
  7. Dorothee Goeze, Peter Wörster: Herder-Institut Marburg: Genius Loci. Marburg 2008.
  8. Erich Keyser (Hrsg.): Im Geiste Herders: gesammelte Aufsätze zum 150. Todestage J. G. Herders (= Marburger Ostforschungen. Band 1). Holzner, Kitzingen am Main 1953, DNB 451469178.
  9. Willi Oberkrome: Volksgeschichte: methodische Innovation und völkische Ideologisierung in der deutschen Geschichtswissenschaft 1918–1945 (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. Band 101). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1993, ISBN 3-525-35764-8.
  10. Manfred Hettling (Hrsg.): Volksgeschichten im Europa der Zwischenkriegszeit. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2003, ISBN 3-525-36273-0.
  11. Herder-Institut Marburg (Hrsg.): Das Herder-Institut : eine Forschungsstätte für die historische Ostmitteleuropa-Forschung. Marburg 2000, ISBN 3-87969-285-8.
  12. Thekla Kleindienst: Die Entwicklung der bundesdeutschen Osteuropaforschung im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Politik (= Materialien und Studien zur Ostmitteleuropa-Forschung. Band 22). Marburg 2009, ISBN 978-3-87969-358-0.
  13. Corinna Unger: Ostforschung in Westdeutschland: die Erforschung des europäischen Ostens und die Deutsche Forschungsgemeinschaft, 1945–1975 (= Studien zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Band 1). Steiner, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-515-09026-1.
  14. Eduard Mühle: Für Volk und deutschen Osten: der Historiker Hermann Aubin und die deutsche Ostforschung (= Schriften des Bundesarchivs. Band 65). Droste, Düsseldorf 2005, ISBN 3-7700-1619-X.
  15. Horst von Chmielewski: Bibliothekarische Polen-Reisen in dramatischer Zeit (1979–1983). In: Herder aktuell. Heft 31, (Juli bis Dezember), 2010, S. 12–14.
  16. Senat der Leibniz-Gemeinschaft: Stellungnahme zum Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung Institut der Leibniz-Gemeinschaft (HI), Marburg. 2012, S. B-11 (online [PDF; 659 kB; abgerufen am 3. Juni 2013]).
  17. Herder-Institut: Herder-Institut erhält Ehrenbotschafterwürde der Stadt Danzig. Abgerufen am 14. August 2014.

Koordinaten: 50° 48′ 31,88″ N, 8° 45′ 38,54″ O