Hereditary – Das Vermächtnis

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Filmdaten
Deutscher TitelHereditary – Das Vermächtnis
OriginaltitelHereditary
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2018
Länge128 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieAri Aster
DrehbuchAri Aster
ProduktionKevin Scott Frakes,
Lars Knudsen
MusikColin Stetson
KameraPawel Pogorzelski
SchnittLucian Johnston,
Jennifer Lame
Besetzung

Hereditary – Das Vermächtnis (Originaltitel Hereditary, engl. für „erblich“) ist ein Mystery-Horror-Drama von Ari Aster, das am 21. Januar 2018 im Rahmen des Sundance Film Festivals seine Weltpremiere feierte. Am 8. Juni 2018 kam der Film in die US-amerikanischen und am 14. Juni 2018 in die deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es war der 3. April 2018 als Ellen Taper Leigh im Alter von 78 Jahren starb. Ihre Tochter Annie beschreibt sie bei der Trauerfeier als verschwiegen und als eine Person, die nichts von ihrem Innenleben oder ihren Ängsten preisgab.

Annie ist verheiratet, und gemeinsam mit ihrem Mann Steve und den Kindern Peter und Charlie bewohnen sie ein Holzhaus am Waldrand. In einem großen Baumhaus auf ihrem Grundstück verbringt Tochter Charlie am liebsten ihre Zeit. Dort fertigt die 13-Jährige Figuren aus Plastikabfällen und schläft auch gerne dort. Mutter Annie hingegen ist gerade damit beschäftigt, Modelle für ihre geplante Ausstellung Small World zu fertigen. In den Miniaturarbeiten zeigt sie Szenen, die sie aus ihrem Alltag kennt, so das Hospiz, in dem ihre Mutter kürzlich verstorben ist. Über deren Tod und die zwiespältigen Gefühle, die sie für sie hatte, kann sie in der Familie mit niemandem reden. Daher besucht Annie eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die Verluste zu beklagen haben. Den Fremden hier gegenüber offenbart sie, dass ihre Mutter an einer dissoziativen Identitätsstörung litt, ihr Vater unter Depressionen und ihr älterer Bruder an Schizophrenie und sich mit 16 Jahren erhängte. Annie erklärt, sie und ihre Mutter hätten sich die letzten Jahre auseinandergelebt und kaum miteinander gesprochen. Ihren Sohn habe sie vor seiner manipulativen Großmutter schützen wollen und ohne wirklich Schuld zu sein, fühle sie sich für die gesamte familiäre Situation schuldig.

Als Peter eines Abends auf eine Party möchte und seine Mutter nach einem Auto fragt, besteht diese darauf, dass er auch Charlie mit dort hin nimmt, auch wenn die eigentlich gar nicht mit will. Während Peter auf der Party mit Freunden kifft, bedient sich Charlie am Kuchenbuffet. Sie ist allerdings allergisch gegen die Walnüsse im Schokoladenkuchen und als Peter den Zustand seiner Schwester erkennt, trägt er sie zum Auto, um sie ins Krankenhaus zu bringen. Charlie ringt nach Luft und als sie ihren Kopf aus dem Fenster hängt und Peter einem toten Tier auf der Straße ausweichen muss, geschieht das Schlimmste, als ein Straßenmast ihren Kopf abreißt. Unter Schock stehend fährt Peter mit dem kopflosen Körper seiner Schwester nach Hause und legt sich ins Bett.

Mutter Annie erleidet nach dem Unfall einen Nervenzusammenbruch und auch Peter leidet schwer unter der Schuld. In der Schule kann er sich kaum mehr konzentrieren, und das Kiffen bereitet ihm Schmerzen und Angstzustände. Jede Nacht, wenn Peter zum Baumhaus blickt, aus dem das Licht der Heizstrahler dringt, wird er an seine Tat erinnert, denn dort hält sich seit dem Tod seiner Schwester seine Mutter nachts vorzugsweise auf, um Schlaf zu finden. Als Annie ein weiteres Mal die Selbsthilfegruppe besuchen, dann jedoch hiervon Abstand nehmen will, wird sie von Joanne angesprochen, die selbst vor kurzem ihren Sohn und ihren Enkel bei einem Unfall verloren hat. Sie bietet ihr an, sich mit ihr privat zu treffen, um über den Verlust ihrer Tochter reden zu können. Annie nimmt das Angebot an. Einige Zeit später erzählt ihr Joanne von ihren Erfahrungen, die sie bei einer offenen Séance machte. Sie zeigt ihr, wie sie mit einer Kerze und der Schreibtafel ihres verstorbenen Enkels, Kontakt zu diesem aufnehmen kann. Mit einer solchen Kerze und einer Beschwörungsformel versucht Annie zu Hause Kontakt mit Charlie herzustellen. Völlig überwältigt von dem Ergebnis, will sie dies auch ihrem Mann und ihrem Sohn zeigen, doch als Annie während einer Séance plötzlich mit Charlies Stimme zu sprechen beginnt, ist Peter völlig überfordert.

Annie entdeckt auf einem Foto: Joanne und ihre Mutter tragen das gleiche okkulte Zeichen. Es ist das Siegel des Paimon

Peter leidet zunehmend unter nächtlichen, albtraumhaften Visionen. In der Schule scheint es so, als hätte eine fremde Macht Besitz von ihm ergriffen und er beginnt seinen Kopf auf eine Tischplatte zu schlagen, bis seine Nase gebrochen ist. Der Vorfall ist für Vater Steve zu viel, und er beschließt seinen Sohn zu schützen. In Annie sieht er eine Geisteskranke und macht sie dafür verantwortlich, was mit Peter geschieht. Diese hat jedoch eine andere Theorie, denn in den Sachen ihrer verstorbenen Mutter findet Annie ein Fotoalbum mit Bildern von dieser und Joanne. Weil sie zudem auf dem Foto das gleiche okkulte Zeichen tragen und sie in den Sachen ihrer Mutter auch ein Buch über Spiritismus und eine Nachricht an sie gefunden hat, sie seien geboren, um Opfer bringen zu müssen, glaubt Annie, sie müsse dieses Opfer sein, das erbracht werden muss. Nur so, glaubt sie, könne sie Peter vor weiterem Schaden schützen.

Als Peter erwacht, findet er im Wohnzimmer die verkohlte Leiche seines Vaters. Der Versuch seiner Mutter, das Skizzenbuch von Charlie zu verbrennen und damit auch sich selbst, scheiterte. Eine fremde Macht hat Besitz von Annies Körper genommen. Als sich Peter vor ihr auf den Dachboden flüchtet, sieht er sich nicht nur seiner toten Großmutter gegenüberstehend, auch seine Mutter trennt sich gerade selbst ihren Kopf ab. Peter springt aus dem Fenster und eine kleine, schwebende Lichterscheinung dringt in seinen leblosen Körper. Peter erwacht, klettert zum Baumhaus hinauf und findet sich dort inmitten einer schwarzen Messe wieder. Joanne nennt ihn Paimon und erklärt ihm, dass der Körper, in dem er sich nun befinde, gesünder sei, als sein vorheriger Wirt Charlie.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stab, Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von A24 produziert. Als Produzenten fungierten Kevin Scott Frakes und Lars Knudsen. Letzterer hatte für A24 bereits The Witch produziert. Es handelt sich bei Hereditary um das Langspielfilmdebüt von Regisseur Ari Aster, der auch das Drehbuch schrieb.[2]

Nina Rehfeld von Spiegel Online erklärt, Motor der Story sei die Unauslöschlichkeit sowohl von banalen als auch von katastrophalen Ereignissen, die eine Familienkonstellation strukturieren oder, wie hier, sprengen. Vielfach ziehe Aster den Hut vor Horror-Klassikern wie The Shining oder Rosemary's Baby, ohne sich aber zu sehr an alte Meister oder überkommende Muster anzulehnen, und schaffe stattdessen mit großer Präzision eine ganz eigene, total verstörende Atmosphäre, so Rehfeld.[3]

Toni Collette übernahm im Film die Rolle von Annie Graham, Gabriel Byrne die ihres Ehemanns Steve. Alex Wolff und die Nachwuchsschauspielerin Milly Shapiro spielen ihre Kinder Peter und Charlie. Ann Dowd übernahm die Rolle von Annies neuer Vertrauten Joanne.

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Wanja Gerick im Auftrag der Splendid Synchron GmbH, Berlin. Christin Marquitan leiht in der deutschen Fassung Annie Graham ihre Stimme.

Dreharbeiten und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden in Utah statt, so in Salt Lake City und den Utah Film Studios in Park City. Als Kameramann fungierte Pawel Pogorzelski. Mit seiner Kameraarbeit und der Beleuchtung näherte sich Pogorzelski nach eigenen Aussagen Hereditary wie einem Filmdrama. Im dritten Akt des Films arbeitete er mit härteren Lichtern und etwas mehr Ausdruck, um so dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sich der Film erst dann zunehmend in einen Horrorfilm wandelt.[4]

Der Filmexperte Marcus Stiglegger erklärte gegenüber Deutschlandfunk Kultur, der Film habe mehrere Ebenen. Eine hiervon werde durch die Modellhäuser geschaffen, die die Protagonistin baut. Diese spiegelten ihr Leben und ihre Alltagsrealität wider, so Stiglegger. Man habe im Film aber auch unerwartete Montagen, Verbindungen von Bildern, von Bildebenen, die dann konfrontiert werden. Das sei ein Einfluss, der, wenn überhaupt, von Nicolas Roegs Wenn die Gondeln Trauer tragen vielleicht her erklärbar seien so Stiglegger, und damit eigentlich eine Tradition des Horrorfilms, die selbst schon sehr künstlerisch ambitioniert ist.[5] Nina Rehfeld meint, wie ein langsam, angstvoll schweifender Blick fahre Pogorzelskis Kamera durch die Räume des Hauses und erwirke trotz der klaren und offenen Architektur eine enorme Beklemmung. Die rechtwinkelige Ordnung des Domizils und von Annies minimalistischen Puppenhäusern unterstreiche hier nur das Grauen, das Aster dort verwurzelt, wo es am eindringlichsten ist: in dem Gefühl totaler Desintegration.[3]

Diese Miniaturarbeiten wurden von Steven Newman gefertigt. Kameramann Pawel Pogorzelski erklärte, es seien spezielle Objektive zum Einsatz gekommen, um diese Modelle zu filmen, so Frazier-Systemlinsen, die es erlaubten, in diese Miniaturen hinein zu gehen, da sich diese am Ende einer längeren Röhre befanden. Für weitere Aufnahmen wurden Makro-Objektive genutzt, mit denen sich die Kamera auf diese Miniaturen in Nahaufnahmen konzentrieren konnte. Des Weiteren kamen Tilt-und-Shift-Objektive zum Einsatz.[4]

Filmmusik und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik komponierte Colin Stetson.[6] Der Soundtrack zum Film, der 23 Musikstücke umfasst, soll am 8. Juni 2018 von Milan Records veröffentlicht werden.[7] Vorab hatte Stetson die auf dem Soundtrack enthaltenen Stücke Funural, Charlie, Dreaming und Mothers & Daughters veröffentlicht.[7]

Marcus Stiglegger erklärte gegenüber Deutschlandfunk Kultur: „In der Komposition von Stetson ist es so, dass er wirklich ins Atonale geht, dass er Geräusche zu Leitmotiven macht, dass er Elemente der Industrial Culture, die man aus dem Anfang der 80er kennt, in die Filmmusik integriert auf eine Weise, wie wir das bisher so noch nicht gehört haben, also zumindest noch nicht in einem Hollywood-produzierten Film, der so groß vermarktet wird.“ Dies finde er sehr ungewöhnlich, so Stiglegger.[5]

Der Film feierte im Januar 2018 auf dem Sundance Film Festival, das ebenfalls in Park City stattfand, seine Weltpremiere, wo er in der Sektion Midnight gezeigt wurde. Ab 11. März 2018 wurde er beim South by Southwest Film Festival vorgestellt. Am 8. Juni 2018 kam der Film in die US-amerikanischen und am 14. Juni 2018 in die deutschen Kinos.[8] Im Herbst 2018 soll der Film von Splendid auf Blu-ray-Disc und DVD veröffentlicht werden.[9]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht. In Deutschland erhielt der Film eine Freigabe ab 16 Jahren. In der Freigabebegründung heißt es: „Der Film ist detailreich gestaltet, rekurriert auf typische Stilmittel und Motive des Mystery- und Horror-Genres und baut eine sehr beklemmende Atmosphäre auf. Gezielt werden Schockeffekte und überraschende Wendungen eingesetzt, die Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in ihrer Drastik und im Zusammenspiel mit der durchweg bedrohlichen Stimmung überfordern können.“[10] Christoph Petersen von Filmstarts merkt hierzu an, dies sei eine absolut nachvollziehbare Entscheidung. Auch eine Freigabe ab 18 Jahren wäre wegen einiger unfassbar intensiver Szenen zwar grundsätzlich denkbar gewesen, man müsse jedoch auch mit einbeziehen, dass Hereditary alles andere als stumpfes Schock-Kino ist, sondern den Schmerz und die Schuld, sie sich mit der Zeit in einer Familie ansammeln, mit einer gewaltigen Kraft und herausfordernden Ambivalenz auf die Leinwand zerrt, so Petersen.[11]

Filmgenre und Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patrick Wellinski von Deutschlandfunk Kultur ordnet Hereditary in einer Reihe mit Filmen wie Get Out, A Quiet Place und It Follows ein, die er als eine neue kleine Welle des amerikanischen Horrors beschreibt.[5] Der Genreforscher und Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger erklärte gegenüber Deutschlandfunk Kultur, diese Idee einer paranoiden Welt, die quasi um das Individuum herum aus den Fugen gerät, sei etwas, was man in diesen Filmen wirklich deutlich als Spiegelbild der gesellschaftlichen Verhältnisse, der politischen Verhältnisse, vor allem auch in Amerika selbst, feststellen könne, wenn quasi jeder jedem misstraut. Wie auch der Film Ghostland des französischen Regisseurs Pascal Laugier spiegele Hereditary dieses latente Chaos in der Gesellschaft. Stiglegger ergänzt, der Film reihe sich in die Tradition des Paranoia-Thrillers als ein tiefschürfender Psychothriller ein, der an Urängste rührt.[5]

Daniel Prem vom Kinomagazin Uncut.at erklärt, Hereditary lasse sich im Gegensatz zu den meisten anderen Horrorfilmen momentan genug Zeit seine Spannung, seine Stimmung und vor allem seine Charaktere zu etablieren und bediene sich keiner Jump-Scare-Paraden, um das Publikum in Stimmung zu bringen, und wenn es solche gäbe, seien sie klug inszeniert und nie unnötig platziert. Die realen und mystischen Elemente ergänzten sich wundervoll und ergeben ein komplexes Gesamtwerk über Familie, Trauer und die Frage nach einer Wahl im Leben, so Prem weiter.[12] Max Wieseler von moviepilot.de merkt an, Hereditary sei definitiv kein Mainstream-Horror und richte sich eher an ein Nischenpublikum, das sich auf einen anspruchsvollen und kräftezehrenden Leidensweg einlassen will und kann.[13] Auch in einer Kritik vom Musikexpress heißt es, das filmisches Gerüst von Hereditary sei nicht dazu da, ein paar Mal billig zu erschrecken, sondern vielmehr sei es umgekehrt: „Aster nimmt die Geisterwelt ernst; sie sind Manifestationen tiefer Verstörungen und Traumata seiner Figuren, die Trauerarbeit leisten, aber doch nicht dem entkommen können, wer sie sind und wozu ihre Familie sie gemacht hat.“[14]

Der Film konnte bislang 90 Prozent der Kritiker bei Rotten Tomatoes überzeugen und erhielt hierbei eine durchschnittliche Bewertung von 8,3 der möglichen 10 Punkte.[15]

Die Filmkritikerin Antje Wessels schreibt bei Quotenmeter.de, Hereditary sei einer der besten Horrorfilme aller Zeiten. Auch wenn Ari Aster in diversen Kurzfilmen seine Fertigkeiten als Regisseur verfeinern konnte, sei die Stilsicherheit, mit der er den stetig wachsenden Wahn innerhalb der Graham-Familie inszeniert, für ein Debüt mächtig beeindruckend, so Wessels weiter. Gemeinsam mit seinem Kameramann Pawel Pogorzelski, seiner Filmeditoren Jennifer Lame und Lucian Johnston und nicht zuletzt Komponist Colin Stetson kreiere Aster eine unvergleichliche Sinfonie des Grauens, so Wessels: „Vollkommen ohne banale Schockeffekte auskommend, entfaltet sich ein Ausmaß an Unbehagen und Beklemmung, wie es uns zuletzt ähnlich in Darren Aronofskys virtuos-abscheulichem Schlachtengemälde mother! heimgesucht hat und sich weniger über den schnellen Adrenalinkick definiert, als durch eine allgegenwärtige Angst, die den Körper langsam lähmt.“ Über Toni Collettes Darstellung sagt Wessels, man müsse lange in Erinnerungen kramen, um ein vergleichbares „In Your Face“-Schauspiel zu finden, das uns ähnlich in Mark und Bein übergeht. Schon die Filme The Sixth Sense und das Fright Night-Remake habe sie sie mit ihrem herausragenden Schauspiel veredelt, dies jedoch wirke gegen ihre Leistung in Hereditary nahezu nichtig: „Toni Collette gibt für die Glaubwürdigkeit als vom Schicksal gebeutelte Mutter jede Distanz zum Publikum auf und spielt sich, im wahrsten Sinne des Wortes, die Seele aus dem Leib wenn sie schreit, verzweifelt und die Grenze zwischen kontrollierter Wut und purem Wahnsinn immer mehr verschwimmt.“[16] Nina Rehfeld von Spiegel Online schreibt über Colette, diese spiele in einem Oscar-reifen Auftritt diese Annie Graham als eine Ehefrau und Mutter, der nach dem Tod ihrer eigenen, unnahbaren Mutter ihre Familie aus den Händen gleitet. Rehfeld spricht von einer fulminanten Darstellung, und ihr roher Realismus treffe ins Mark.[3]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA, wo der Film am 8. Juni 2018 in 2.964 Kinos startete, was der größten Zahl von Kinos für einen Film von A24 entsprach (The Witch eröffnete in 2.046 Kinos)[17], spielte er an seinem Startwochenende 13,6 Millionen US-Dollar ein[18] und übertraf damit die Erwartungen von A24 und der Experten.[19] Die weltweiten Einnahmen des Films belaufen sich auf 43,7 Millionen US-Dollar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Hereditary – Das Vermächtnis. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 179643/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Der Trailer zum Horrorfilm 'Hereditary' ist herrlich verstörend. In: vice.com, 31. Januar 2018.
  3. a b c Nina Rehfeld: Gehypter Horrorfilm „Hereditary“: Auge um Auge, Fluch um Fluch. In. Spiegel Online, 13. Juni 2018.
  4. a b Jonathan James: Interview: Cinematographer Pawel Pogorzelski on Working with Ari Aster to Create 'Hereditary'. In: dailydead.com, 7. Juni 2018.
  5. a b c d Marcus Stiglegger im Gespräch mit Patrick Wellinski: „Hereditary – Das Vermächtnis“: Die Familie als Hort des Bösen. In: Deutschlandfunk Kultur, 9. Juni 2018.
  6. Lake Schatz: Colin Stetson scores new horror film Hereditary, shares Origins of „Funeral“: Stream.. In: consequenceofsound.net, 5. April 2018.
  7. a b Brock Thiessen: Colin Stetson Shares Two More Tracks from His 'Hereditary' Soundtrack. In: exclaim.ca, 29. Mai 2018.
  8. Starttermine Deutschland. In: insidekino.com. Abgerufen am 30. Mai 2018.
  9. http://www.areadvd.de/news/hereditary-das-vermaechtnis-im-herbst-auf-blu-ray-disc/
  10. Freigabebegründung für Hereditary – Das Vermächtnis In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 18. Juni 2018.
  11. Christoph Petersen: Welche Altersfreigabe hat „Hereditary – Das Vermächtnis“? Das sagt die FSK zum besten Horrorfilm des Jahres. In: filmstarts.de, 10. Juni 2018.
  12. Daniel Prem: Hereditary – Das Vermächtnis. In: Uncut.at, 6. Juni 2018.
  13. Max Wieseler: Hereditary – Der gruseligste Film des Jahres enttäuscht das Publikum. In: moviepilot.de, 11. Juni 2018.
  14. Chris Weiss: Kritik zu „Hereditary – Das Vermächtnis“: Das hier ist der Horrorfilm des Jahres. In: Musikexpress, 14. Juni 2018.
  15. Hereditary. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 20. Juni 2018. Anmerkung: Das Tomatometer bei Rotten Tomatoes gibt an, wie viel Prozent der angemeldeten Kritiker dem Film eine positive Bewertung gegeben haben.
  16. Antje Wessels: „Hereditary“ – Einer der besten Horrorfilme aller Zeiten. In: quotenmeter.de, 12. Juni 2018.
  17. Brad Brevent: 'Ocean's 8' Will Run Off With Weekend #1 & 'Hereditary' Readies Record Debut for A24. In: boxofficemojo.com, 7. Juni 2018.
  18. Hereditary. In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 22. Juni 2018.
  19. Brad Brevet: 'Ocean's 8' Steals #1; 'Hereditary' Delivers Record Numbers & 'Jurassic World 2' Roars Overseas. In: boxofficemojo.com, 10. Juni 2018.