Heribert Schmitz (Theologe, 1929)

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Heribert Schmitz (* 8. November 1929 in Koblenz) ist ein katholischer Theologe und Kirchenrechtler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Heribert Schmitz das Abitur abgelegt hatte, trat er in das Priesterseminar in Trier ein und studierte dort Philosophie und Theologie. 1955 empfing er in Trier die Priesterweihe. Danach war er Kaplan in verschiedenen Pfarreien der Diözese.

Schmitz wurde mit einer kanonistischen Arbeit promoviert und erhielt einen Lehrstuhl an der Universität München. Von 1971 bis 1996 war er ordentlicher Professor für Kirchenrecht an der Universität München.

20 Jahre lang war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Kirchenrechtler, von 1975 bis 1995 war er Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Fachvertreter Kirchenrecht. Schmitz war ferner einer der wichtigen Berater der Deutschen Bischofskonferenz und des Vatikans in kanonistischen Fragen.

Als Vertreter der römisch-katholischen Kirche gehörte der Prälat auch dem Bayerischen Senat an.

Schmitz hat an einigen Standardwerken zum Kirchenrecht maßgeblich mitgewirkt. So ist er einer der Mitherausgeber des Handbuchs des katholischen Kirchenrechts und hat zusammen mit seinem Nachfolger, Stephan Haering OSB, ein neues Lexikon des Kirchenrechts herausgegeben. Er hat maßgeblich an der Reform des kirchlichen Rechtsbuches CIC mitgewirkt. Vor allem gilt er als Fachmann auf dem Gebiet des kirchlichen Verwaltungsrechts und des kirchlichen Hochschulrechts.

Das 1947 von Klaus Mörsdorf gegründete Kanonistische Institut an der Universität München, wo der kirchenrechtliche Nachwuchs für Wissenschaft und kirchlichen Dienst ausgebildet wird, hat er entscheidend geprägt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Studien zur kirchlichen Rechtskultur (= Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft. Bd. 34). Echter, Würzburg 2005, ISBN 3-429-02689-X.
  • Die Liturgie-Instruktion „Redemptionis sacramentum“ von 2004. Kirchenrechtliche Anmerkungen zum Erlaß der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 25. März 2004 (= Adnotationes in ius canonicum. Bd. 36). Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2005, ISBN 3-631-54010-8.
  • Domkapitel in Deutschland nach der Vatikanischen Wende. Skizzen – Infos – Stolpersteine. Presseamt des Erzbistums Köln, Köln 1998.
  • Tendenzen nachkonziliarer Gesetzgebung. Sichtung und Wertung. In: Archiv für katholisches Kirchenrecht. Bd. 146, 1977, S. 381–419, (Unveränderter Nachdruck, selbständig: (= Canonistica. Bd. 2). Paulinus-Verlag, Trier 1979, ISBN 3-7902-0310-6).
  • Die Gesetzessystematik des Codex juris canonici Liber 1–3 (= Münchener theologische Studien. 3: Kanonistische Abteilung. Bd. 18, ISSN 0580-1397). München, Hueber 1963, (Zugleich: München, Universität, Dissertation, vom 21. Juli 1962).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]