Hermann Emden (Fotograf)

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Hermann Seligmann Emden[1] (* 1815 in Frankfurt am Main; † 1879)[2] war ein deutscher, Kupferstecher, Lithograph und Fotograf. Zu seinen Werken zählt unter anderem eines der frühesten photographisch illustrierten Bücher in Deutschland überhaupt.[3]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der Dom von Südosten“, aus: Der Dom zu Mainz, 1858
„Die Lagermusik der gefangenen Franzosen in Mainz unter der Leitung eines preußischen Dirigenten“, aus der Serie „Erinnerungen an 1870“, Mainz 1870

Hermann Emden erlernte, wie viele andere Fotografen seiner Zeit auch, zunächst das künstlerische Handwerk des Kupferstichs und der Lithographie, bevor er ab 1852 als einer der ersten Fotografen in Frankfurt am Main tätig wurde:[1] Mit dem renommierten Zeichenlehrer Clemens Philippart, der in Bonn das Lichtbild auf Papier eingeführt hatte, ging Emden im selben Jahr eine Kooperation ein und assistierte diesem zeitweilig.[4]

Es wird vermutet, dass Emden den Fotografen Johannes Schafgans mit der Talbotypie bekannt machte.[4]

Ebenfalls 1852 arbeitete Emden in Elberfeld mit „Paul Eduard Liesegang, dessen optische und mechanische Apparaturen später Weltruhm erlangten.“[4]

Einen festen Platz in der Geschichte der Fotografie sicherte sich Hermann Emden dank einem Folio-Band mit 36 Kalotypien, vermutlich nach Kollodiumnegativen, unter dem Titel Der Dom zu Mainz und seine bedeutendsten Denkmäler: In einer ausgewogenen Kombination von deutsch-französischem Begleittext und einer Fülle groß- und kleinformatiger Abbildungen von Baudetails wie Portalen und Grabmälern ist dieses Buch ein wichtiger Vorläufer moderner Architekturmonographien, darüber hinaus eines der frühesten photographisch illustrierten Bücher in Deutschland überhaupt.[3]

Bis 1872 betrieb Hermann Emden in Frankfurt am Main ein Atelier.[1]

Emden hatte offenbar vor, in Württemberg zu expandieren und eröffnete 1864 zwei Filialen: eine in Tübingen und eine in Gmünd. Er hatte damit keinen Erfolg und im Folgejahr gab er sie wieder auf. Es ließen sich keine signierten Fotografien aus seiner Tätigkeit in Tübingen und in Gmünd finden.[5][6]

Werke und Sammlungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Andrea Stockhammer (inhaltl. Verantwortliche): Mainz in frühen Fotografien … (siehe Weblinks)
  2. Vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek. Dort wird als Geburtsjahr auch „anderslt. Geburtsjahr ca. 1811“ angegeben.
  3. a b Helmut Gernsheim: Geschichte der Photographie …. S. 338.
  4. a b c Christoph Schaden: „… empfiehlt sich einem geehrten Publikum“ (Memento des Originals vom 31. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.christophschaden.de. S. 24–33.
  5. Wolfgang Hesse: Ansichten aus Schwaben …. S. 24.
  6. Johannes Schüle: Gmünder Photographen …. S. 93, beruft sich z. T. auf „Den Boten vom Remsthal.“ 1864, Nr. 45.
  7. Emden, Hermann in der Sammlung 5000 Meisterwerke der Fotografie bei zeno.org, zuletzt abgerufen am 12. Mai 2013.
  8. Die Landessammlung zur Geschichte der Fotografie in Rheinland-Pfalz, zuletzt abgerufen am 12. Mai 2013.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hermann Emden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien