Hermann Ernst Endemann

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Ernst Endemann (* 12. August 1796 in Hersfeld; † 17. Januar 1846 in Marburg) war ein deutscher Jurist und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermann Ernst Endemann wurde als Sohn eines Gymnasialrektors geboren. Er besuchte das Gymnasium und wurde zusammen mit seinem Bruder Konrad freiwilliger Jäger in den Befreiungskriegen. Nachdem der Krieg 1814 beendet war, studierte er an der Philipps-Universität Marburg, wo er Mitglied des Corps Hassia wurde[1] und 1818 zum Dr. iur. promoviert wurde. Ab 1819 war er an der Universität als Privatdozent tätig, ab 1822 als außerordentlicher, ab 1824 als o. Professor. Seine Lehrgebiete waren Pandektenwissenschaft, Römisches Recht, Privatrecht, Lehensrecht und Rechtsgeschichte.

Er war 1832 und 1840 Prorektor und 1840 und 1843 Dekan der Juristischen Fakultät. In den Jahren 1833, 1836 und 1938 war er Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung und deren Vizepräsident.

Die Stadt Marburg ernannte Endemann am 9. Dezember 1834 wegen Verdienst um das Wohl der Universität und in der Ständeversammlung betätigte Teilnahme am Wohle hiesiger Stadt zum Ehrenbürger von Marburg.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Keyserrecht nach der Handschrift von 1372 in Vergleichung mit anderen Handschriften und mit erleuternden Anmerkungen herausgegeben (1846)[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korpslisten 1910, 160, 46
  2. Digitalisat

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]