Hermann Hager

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Hermann Hager
Pharmaceutische Centralhalle für Deutschland
Hermann Hager Grabstätte

Hans Hermann Julius Hager (* 3. Januar 1816 in Berlin[1]; † 24. Januar 1897 in Neuruppin), war ein deutscher Apotheker, Pharmakologe, Chemiker und Autor pharmazeutischer und botanischer Schriften.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermann Hager kam als Sohn des Militärarztes Johannes Hager zur Welt. Hager besuchte in Torgau die Schule bis zum Gymnasium. Mit sechzehn Jahren machte er seine Ausbildung zum Apotheker in der Löwen-Apotheke Salzwedel und legte im Jahre 1841 ohne vorheriges Studium seine Staatsprüfung ab. Zwei Jahre später kaufte er eine Apotheke in Fraustadt und blieb dort bis 1859. Die nächste Station seines Lebens war Berlin, ehe er eine alte Pulvermühle bei Fürstenberg (Oder) erwarb. Zehn Jahre später lebte er in Frankfurt (Oder). Als Herausgeber der Zeitschrift Pharmazeutische Centralhalle war er bis 1879 tätig, er war Mitherausgeber der Industrieblätter (1863–1894). Hager entdeckte zahlreiche neue Prüfungsmethoden, u. a. auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie, erfand für sein Fach Apparate und neue Verfahren und galt als „einer der fruchtbarsten Schriftsteller der Pharmazie“ und Übersetzer, so verfasste er u. a. den amtlichen lateinischen Text zur Pharmacopoea Germanica I.

Er war Mitglied zahlreicher Pharma- und verwandter Gesellschaften und der American Pharmaceutical Association und begründete seinen Weltruf vor allem durch sein „Manuale pharmaceuticum Hageri,“ und das „Handbuch der pharmazeutischen Praxis“. Im Jahre 1896 zog Hager zu seinem Sohn nach Neuruppin, wo er am 24. Januar 1897 starb. Seine Ehefrau Charlotte Friederike Auguste Bauer (* 10. August 1824 in Lissa; † 29. Januar 1897 in Neuruppin) ist neben ihm beigesetzt worden. Das Paar hatte noch eine Tochter.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hermann Hager – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anmerkung: Angabe laut Grabstein Berlin, nicht Düben.
  2. Richtlinie für die Verleihung und Abbildung Hermann-Hager-Medaille.