Hermann Haller (Cutter)

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Hermann Haller (* 15. Dezember 1909 in Zürich; † 21. Juni 1985 in Boswil) war ein Schweizer Cutter, Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Hermann Haller begann vierzehnjährig als Filmkritiker und verschaffte sich an der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen einen Einblick in die Filmtechnik. Bei der Produktionsfirma Emelka arbeitete er zunächst als Dramaturg.

Bald wandte sich Haller nach Berlin und bildete sich beim Tobis-Tonbild-Syndikat zum Cutter aus. Im Stummfilm Die weiße Hölle vom Piz Palü zeichnete der Zwanzigjährige an der Seite von Arnold Fanck erstmals für den Bildschnitt verantwortlich. 1936 entzog er sich der nationalsozialistischen Filmpolitik, indem er nach Österreich übersiedelte, wo er vornehmlich mit dem Filmregisseur Géza von Bolváry zusammenarbeitete.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 kehrte Haller in die Schweiz zurück und übernahm wichtige Filmaufgaben im Sinne der Geistigen Landesverteidigung. Außer als Schnittmeister betätigte er sich mehrmals selbst als Regisseur oder fungierte als künstlerischer Oberleiter, indem er unerfahrenen Regisseuren zur Seite stand.

Nach Kriegsende zog es ihn allmählich wieder zum deutschen Film. In den sechziger Jahren war Haller unter anderem an mehreren Karl-May-Filmen und Edgar-Wallace-Filmen beteiligt. Gegen Ende seiner Laufbahn bearbeitete er auch diverse Lederhosenfilme.

Hermann Haller war mit der Schnittmeisterin Gisela Haller verheiratet.

Filmografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]