Hermann II. (Bamberg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hermann II. († 12. Juni 1177 (nach anderen Angaben: 12. Juli 1177) wohl in Pomposa oder Brondolo[1]) war von 1170 bis 1177 Bischof von Bamberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein siebenjähriges Episkopat setzte er im Sinne seiner Vorgänger fort. Er bestätigte 1174 den Besitz des 1157 gegründeten Benediktinerinnenklosters St. Maria und Theodor, darunter eine Mühle mit vier Rädern. Die Vogtei für die in Kärnten gelegenen bambergischen Besitzungen Feldkirchen und Dietrichstein übertrug Hermann II. im Jahr 1176 dem Herzog Hermann II. von Kärnten.

Kaiser Friedrich I. Barbarossa forderte den Bischof 1177 auf, ihn auf seinem Italienzug zu begleiten. Bei diesem wurde der Friede zwischen Kaiser und Papst Alexander III. (1159–1181) durch den Vertrag von Venedig vom 24. Juli 1177 besiegelt. Bischof Hermann erlebte die Unterzeichnung des Vertrages nicht mehr, da er wenige Wochen zuvor in Italien verstarb. Sein Leichnam wurde zunächst im Markusdom von Venedig bestattet[2] und später nach Bamberg in das Kloster St. Theodor überführt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Kist: Fürst- und Erzbistum Bamberg. Leitfaden durch ihre Geschichte von 1007 bis 1960. 3., völlig neugestaltete und wesentlich vermehrte Auflage. Historischer Verein Bamberg, Bamberg 1962, S. 40 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Tilmann Breuer, Reinhard Gutbier: Bürgerliche Bergstadt (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Die Kunstdenkmäler von Oberfranken. Tl. 6: Stadt Bamberg. Bd. 4). Halbband 2. Bayerische Verlagsanstalt, Bamberg 1997, ISBN 3-87052-562-2, S. 1425.
  • Sven Pflefka: Das Bistum Bamberg, Franken und das Reich in der Stauferzeit. Der Bamberger Bischof im Elitengefüge des Reiches 1138–1245 (= Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte. Reihe 9: Darstellungen aus der fränkischen Geschichte. Bd. 49). Gesellschaft für Fränkische Geschichte, Würzburg 2005, ISBN 3-7686-9307-4 (Zugleich: Bamberg, Universität, Dissertation, 2004), (Inhaltsverzeichnis).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich von Guttenberg: Das Bistum Bamberg (= Germania Sacra. Abt. 2: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Bd. 1, Tl. 1). Teil 1. de Gruyter, Berlin u. a. 1937, S. 154–156, (Volltext in der Google-Buchsuche).
  2. Rudolf Dellermann: Le tombe del vescovo Hermann II (1170–1177) a Bamberga e nel battistero di San Marco. In: Il coronamento gotico (= Quaderni della Procuratoria. Arte, storia, restauri della Basilica di San Marco a Venezia. 4). Marsilio, Venedig 2009, ISBN 978-88-317-9757-3, S. 93–95.
VorgängerAmtNachfolger
Eberhard II. von OtelingenBischof von Bamberg
1170–1177
Otto II. von Andechs