Hermann Martin Asmuss

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Hermann Martin Asmuss

Hermann Martin Asmuss, auch Hermann Martin Asmuß, (* 12. Mai 1812 in Dorpat; † 6. Dezember 1859 ebenda) war ein deutsch-baltischer Zoologe (Entomologe) und Paläontologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asmuss war der Sohn des Lehrers und Schriftstellers Johann Martin Asmuss (1784–1844) aus Lübeck. Er besuchte in Dorpat das Gymnasium und studierte dort ab 1830 Naturwissenschaften. 1835 wurde er in Königsberg promoviert und war danach Privatdozent an der Universität Dorpat. 1839 wurde er dort Dozent und stellvertretender Direktor[1] des Zoologischen Kabinetts und nach Erwerb des Magister-Grads 1857 stellvertretender außerordentlicher Professor und ab 1858 ordentlicher Professor für Zoologie. Außerdem war er Studienrat.

Er war Experte für die Klassifikation der Schnabelkerfen (Hemiptera). Als Paläontologe grub er in Aruküla-Höhlen im devonischen Sandstein nahe Tartu (Dorpat) und sammelte Fischfossilien des Devon, die in den Besitz der Universität Dorpat und von dort in das Naturkundemuseum übergingen. Er war 1853 Gründungsmitglied der Naturforschenden Gesellschaft von Dorpat.

Die iranische Eidechse Uromastyx asmussi (von seinem Studenten Strauch 1863) wurde nach ihm benannt.[2] 1849 nannte Raimund Pacht die fossile Conchostraken-Gattung Asmussia nach Asmuss.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1839 wurde Asmuss von Félix Édouard Guérin-Méneville als Mitglied Nummer 165 der Société cuviérienne vorgestellt.[3]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das vollkommenste Hautskelett der bisher bekannten Thierreiche. An fossilen Fischen des alten roten Sandsteins aufgefunden und aus ihren Resten erläutert, 1856

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gedächtnisrede H. Asmuss, Sitzungsberichte der Naturforscher-Gesellschaft zu Dorpat. 1860. Bd. 1, H. 8, S. 346–353
  • C. Grewingk. Das mineralogische Cabinet der Kaiserlichen Universität Dorpat. Nachtrag I. Dorpat, 1868
  • Société Cuvierienne: Nouveaux membres admis dans la Société curvienne. In: Revue Zoologique par La Société Cuvierienne. Band 2, 1839, S. 192 (biodiversitylibrary.org).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hermann Martin Asmuss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Hermann Martin Asmuss – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bo Beolens, Michael Watkins, Michael Grayson, The eponym dictionary of reptiles, Johns Hopkins University Press 2011, Eintrag Asmuss
  2. Beolens u. a. 2011, loc. cit.
  3. Société cuviérienne, S. 192.