Hermann Schmidt-Rahmer

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Hermann Schmidt-Rahmer (* 1960 in Düsseldorf) ist ein deutscher Schauspieler, Bühnenmusikkomponist, Theater- und Opernregisseur sowie Hochschullehrer an der Universität der Künste Berlin.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulabschluss nahm Schmidt-Rahmer 1979 ein Schlagzeugstudium an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf auf. Von 1980 bis 1982 folgte ein Studium der Musikwissenschaft und Philosophie an der Universität München und von 1982 bis 1986 absolvierte er eine Ausbildung zum Schauspieler an der Universität der Künste Berlin.[1]

Engagements[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmidt-Rahmer war von 1986 bis 1987 an der Freien Volksbühne Berlin, von 1987 bis 1990 am Schauspielhaus Köln, und von 1990 bis 1991 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg wie auch am Wiener Burgtheater als Schauspieler engagiert.[1]

Regie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmidt-Rahmer präsentierte 1990 am Schauspiel Köln mit Verlorene von Plino Marco seine erste Regiearbeit. 1991 führte er am Deutschen Theater Berlin Regie bei dem Stück Goldener Westen von Sam Shepard und von 1992 bis 1996 war er Oberspielleiter an der Württembergischen Landesbühne Esslingen.

In der Zeit zwischen 1996 und 2002 folgten weitere Engagements als Regisseur, unter anderem an den Theatern in Ulm, Basel, Heidelberg und Braunschweig. Zu seinen dortigen Inszenierungen gehören z. B. Clavigo und Torquato Tasso von Johann Wolfgang von Goethe, Ein Volksfeind von Henrik Ibsen, Angriffe auf Anne (Attempts on her life) von Martin Crimp und Der Menschenfeind von Molière.

Seit 1999 ist Schmidt-Rahmer Hausregisseur am Schauspiel Dortmund, wo er unter anderem den Sturm von William Shakespeare, Amphitryon von Heinrich von Kleist, die Uraufführung von Die Wüste von Tankred Dorst und Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach auf die Bühne brachte.

Am Theater Nordhausen inszenierte Schmidt-Rahmer im Jahr 2000 Das Märchen der 672. Nacht von Jan Müller-Wieland, 2001 The Tender Land von Aaron Copland und im Mai 2003 Die Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart.

Am Staatstheater Wiesbaden führte Schmidt-Rahmer 2004/05 bei Giuseppe Verdis Rigoletto und im Januar 2006 bei Georges Bizets Carmen Regie. Im Schauspiel inszenierte er Iwan Turgenews Ein Monat auf dem Lande, Arthur Schnitzlers Das weite Land und Shoot/ Get treasure/ Repeat von Mark Ravenhill.

Am Düsseldorfer Schauspielhaus setzte Schmidt-Rahmer zwischen 2008 und 2011 Herzschritt von Jan Neumann, Pariser Leben von Jacques Offenbach, The Black Rider von Robert Wilson, Tom Waits und William S. Burroughs und Rechnitz von Elfriede Jelinek in Szene. Ebenfalls von Jelinek produzierte er 2011 Ulrike Maria Stuart am Schauspiel Essen.[2]

Schmidt-Rahmer war mit Rechnitz für den Deutschen Theaterpreis Der Faust 2011 nominiert.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmidt-Rahmer arbeitete von 1990 bis 1991 als Bühnenmusikkomponist und als Musiker in diversen Avantgarde Jazz/Elektronik Formationen. 1991 schrieb er die Bühnenmusik für die Inszenierung von Manfred Karges Die Eroberung des Südpols am Deutschen Theater Berlin.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmidt-Rahmers Inszenierung von Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit wurde auf dem NRW Theatertreffen 2004 mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Für Rechnitz erhielt Schmidt-Rahmer beim Theatertreffen NRW 2011 in Wuppertal den Publikumspreis. Seine Regiearbeit Ulrike Maria Stuart zeichnete die Jury des Theatertreffens NRW 2012 als beste Inszenierung aus.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Vita von H. Schmidt-Rahmer auf der Website der UdK Berlin, abgerufen am 5. Januar 2015.
  2. Info zum Theaterstück Ulrike Maria Stuart auf Sonntags-Nachrichten (sn-herne.de), abgerufen am 5. Januar 2015.